Nebeneinkünfte
Das verdienen die Abgeordneten aus dem Bundestag nebenbei

Eine Rede beim „Business-Dinner“, ein gut bezahlter Beraterjob: 25,1 Millionen Euro haben Bundestagsabgeordnete nach Recherchen von abgeordnetenwatch.de und SPIEGEL seit der Wahl mit ihren Nebentätigkeiten erwirtschaftet. Mindestens. Denn die tatsächlichen Einkünfte sind nicht nachvollziehbar. Wie viel erhielt Ihr Abgeordneter?

Foto Plenarsaal Deutscher Bundestag

Eine Tabelle mit den Nebeneinkünften aller Bundestagsabgeordneten finden Sie am Ende des Artikels


Beinahe jeder dritte Bundestagsabgeordnete bezieht neben seinem Mandat Einkünfte aus weiteren Tätigkeiten und Funktionen, und dies teilweise in erheblicher Höhe. Das geht aus einer gemeinsamen Recherche von abgeordnetenwatch.de und dem SPIEGEL hervor. Demnach gaben 215 der insgesamt 709 Parlamentarier (30,3 Prozent) an, neben ihrem Abgeordnetenmandat für mindestens eine Nebentätigkeit bezahlt worden zu sein. 

Mindestens 25,1 Millionen Euro haben die Parlamentarier so neben ihrer monatlichen Diät in Höhe von 10.083 Euro zusätzlich eingenommen und seit der Bundestagswahl 2017 an Parlamentspräsident Wolfgang Schäuble gemeldet. Dieser veröffentlicht die Angaben auf der Bundestagswebsite.

Grafik: Anteil der Abgeordneten mit Nebeneinnahmen nach Fraktionen (ggfs. müssen Sie die nachstehende Grafik aktivieren):

Besonders hoch ist der Anteil der Nebenjobber in der FDP-Fraktion: Mehr als die Hälfte der Abgeordneten (53 Prozent) gab auf ihrer Bundestagsseite meldepflichtige Nebeneinkünfte an, gefolgt von der CSU (50 Prozent) und der CDU (36 Prozent). Die Grünen sind mit Abstand die Fraktion, in der die wenigsten Abgeordneten zusätzlich zu ihrem Mandat vergütete Nebenjobs ausüben (13 Prozent).

Verboten sind die Nebentätigkeiten nicht, im Gegenteil. Nach dem Abgeordnetengesetz sind sie sogar explizit zulässig – solange das Bundestagsmandat noch „im Mittelpunkt der Tätigkeit“ der Politiker steht.

 

Nebeneinkuenfte Ramsauer Schmidt Lindner

 

Bei einigen Abgeordneten ist allerdings zweifelhaft, ob dem auch so ist. Der frühere Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) etwa führt auf seiner Bundestagsseite Beraterhonorare in einer Gesamthöhe von über einer halben Million Euro auf, außerdem sitzt er in mehreren Unternehmensgremien und ist Präsident der arabisch-deutschen Handelskammer Ghorfa mit einem Monatsgehalt zwischen 3.500 und 7.000 Euro. Insgesamt kommt Ramsauer so auf meldepflichtige Einkünfte von mindestens 896.500 Euro. Einen Interessenkonflikt weist der Ex-Minister "strikt zurück", wie er dem SPIEGEL ausrichtete. Im Übrigen stehe das Bundestagsmandat "eindeutig im Mittelpunkt" seiner beruflichen Tätigkeit.

Zwischen Politik und Geschäft

Eine weitere Problematik bei den Nebenjobs sind mögliche Interessenkonflikte. Veranschaulichen lässt sich das am Beispiel der CDU-Abgeordneten Karin Maag. Sie ist gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion und Mitglied im Bundestagsausschuss für Gesundheit. Neben ihrem Abgeordnetenmandat sitzt Maag im Beirat der Barmenia Krankenversicherungen und berät die DaVita Medical Group Deutschland, einen US-amerikanischen Anbieter von Dialysedienstleistungen für Patienten mit chronischem und akutem Nierenversagen. Auf Anfrage von abgeordnetenwatch.de erklärt Maag, dass sie das Unternehmen zum Gesundheitssystem in Deutschland berate. „Insofern gibt es keinen Interessenkonflikt zu meinen Aufgaben als gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied im Ausschuss für Gesundheit", so Maag. Ein Interessenkonflikt sei auch nicht gegeben bei ihrer Beiratstätigkeit bei der Barmenia Krankenversicherung. 

Als Außenstehender ist das schwer zu beurteilen. Denn im Gesundheitsausschuss wird über Themen entschieden, die auch jene Branchen betreffen, für die Maag neben ihrem Abgeordnetenmandat entgeltlich tätig ist.

Wie Unternehmen sich Zutritt zur Politik erkaufen
 

Nebeneinkünfte Volker Kauder

Durch die Beschäftigung und Postenvergabe an Politiker können sich finanzstarke Unternehmen einen Zugang zur Politik erkaufen. So sitzt der ehemalige Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, im Aufsichtsrat des Bergbaukonzerns Saxony Minerals & Exploration AG und ist für diesen auch als Berater tätig. Als solcher verdient er monatlich zwischen 3.500 und 7.000 Euro zusätzlich. 

Auch über die ehemalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) erhält ein Unternehmen Kontakt in den Bundestag. Schmidt sitzt im Verwaltungsrat des Schweizer Pharmakonzerns Siegfried Holding AG. Seit Beginn der Legislaturperiode vor knapp drei Jahren hat sie für diesen Posten mindestens 165.000 Euro erhalten. 

Tatsächlich könnten die Beträge jedoch sehr viel höher sein. Zwar werden die Nebeneinkünfte der Parlamentarier für jeden einsehbar in ihren Profilen auf der Website des Bundestages veröffentlicht. Allerdings nicht als exakte Beträge, sondern in zehn groben Einkommensstufen. Durch dieses Stufensystem werden die tatsächlichen Bezüge aber nicht sichtbar. Denn Einkünfte unterhalb einer Bagatellgrenze von 1.000 Euro müssen nicht gemeldet werden, eine Obergrenze für die Höchststufe 10 (mehr als 250.000 Euro) gibt es ebenfalls nicht. Hinzu kommt: Die Spanne in den einzelnen Stufen ist groß. So meint Stufe 1 Einnahmen in Höhe von 1.000 bis 3.500 Euro, Stufe 8 reicht von 100.000 bis 150.000 Euro.

Netzwerken bei exklusiven Abendveranstaltungen
 

grafik_nebeneinkuenfte_gysi

Über üppige Nebeneinkünfte in Höhe von mindestens 424.500 Euro verfügt FDP-Parteichef Christian Lindner. Unter anderem hielt Lindner in dieser Legislaturperiode 66 Vorträge gegen Bezahlung, so zum Beispiel bei der Unternehmensberatung Baker Tilly, der Allianz Global Investors Deutschland GmbH und der BBBank eG.

Der frühere Fraktionsvorsitzende der Linken, Gregor Gysi, spricht ebenfalls regelmäßig vor Publikum. Seit 2017 wurde er für mehr als 100 Veranstaltungen gebucht und hat beispielsweise mit dem Unternehmer Dirk Rossmann oder dem Schauspieler Lars Eidinger gesprochen. Sein Gesamtverdienst in der laufenden Legislaturperiode durch Vorträge, Buchhonorar und als Rechtsanwalt: mindestens 470.000 Euro.

Der Unterschied zwischen Lindner und Gysi: Während Lindner zu zahlreichen firmeninternen Netzwerktreffen wie „Business-Dinner“ oder „Kamin-Abenden“ engagiert wurde, sprach Gysi hauptsächlich auf öffentlichen Veranstaltungen.

Wie viel verdienen die Parlamentarier nebenbei?

Angeführt wird die Liste der Abgeordneten mit den höchsten meldepflichtigen Einkünften traditionell von Freiberuflern. Das hängt damit zusammen, dass diese ihre Bruttoumsätze angeben müssen, nicht den erzielten Gewinn. 

Ganz vorn steht erneut der CSU-Abgeordnete Sebastian Brehm. Mindestens 3,13 Millionen Euro gibt er auf der Bundestagsseite für seine Tätigkeit als Steuerberater an. Weil er aber mehrere Steuerberater und rund 25 Mitarbeiter beschäftige, würden die gemeldeten Bruttoeinkünfte nicht von ihm allein erwirtschaftet, so Brehm auf Anfrage von abgeordnetenwatch.de. Hinzu kämen Abzüge durch Steuern, Personal- und Sachkosten. „Die Summe – nach Abzug der genannten Parameter – wäre dann vergleichbar mit den Nebeneinkünften der anderen Abgeordneten“, erklärte Brehm. 

[Lesen Sie außerdem zum Thema: Millionenhonorare aus anonymen Quellen - wer sind die unbekannten Geldgeber der Abgeordneten?]

Brehm fordert daher eine vertiefende Kontrolle der Umsätze durch die Bundestagsverwaltung und die interne Offenlegung der tatsächlichen Gewinnausschüttung.

Bei Freiberuflern wie Brehm ergibt sich noch ein ganz anderes Problem: die verschleierte Identität der Geldgeber. Bei mindestens 56 Abgeordneten ist für die Öffentlichkeit nicht ersichtlich, von wem diese ihr Geld erhalten. Da sie die Vertragspartner nur in anonymisierter Form aufführen müssen (z.B. "Mandant 1"), bleibt die Herkunft von 11,2 Millionen Euro unklar.

Liste: Das erwirtschafteten die Bundestagsabgeordneten mit Nebentätigkeiten

(ggfs. müssen Sie die nachstehende Tabelle zunächst aktivieren):

Mitarbeit: Andrea Knabe, Andreas Dobrzewski, Martin Reyher

Lizenz: Der Text auf dieser Seite steht unter der Creative Commons Lizenz BY-NC-SA 4.0.

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Kommentare

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Ich bin der Auffassung, dass ein Mensch auf vielen Gebieten nicht mehr frei entscheiden kann, wenn er Nebeneinkünfte hat. Es kann sein, dass er dies nichteinmal wahrnimmt, weil sein Unterbewusstsein bereits eine Vorentscheidung getroffen hat.
Vielleicht sollte abgeordnetenwatch.de in aller Öffentlichkeit darstellen, welches Einkommen ein Bundestagsabgeordneter im Monat (netto) hat und die einfachen Leute draussen fragen, ob man davon leben kann. Danke

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Ja, werden unsere Bundestagsabgeordneten so schlecht bezahlt, daß sie Nebenjobs anstreben und ausüben ?
Als gewählter Bürger sollten sie Vorbildfunktion besitzen und die Bedürfnisse und Belange ihrer Wähler vertreten.

Was halten sie davon ?

Grüsse

Karl Vaith

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Mir ist die Aufregung über Nebeneinkünfte völlig unklar, soweit nicht Millionen fließen. Ein Teil der Abgeordneten ist reich geboren, ob Bauer, Brauer, Schlossbesitzer. Ein Teil sind Freiberufler mit Teilzeitbeschäftigung als Steuerberater, Rechtsanwalt, Künstler, .... Und viele haben Wissen, das die Wirtschaft braucht und diese deshalb als freie Berater beschäftigt. Gerade auch im Sozialen Bereich wird viel bezahlter Sachverstand benötigt, und da sind Politiker und Beamte gefordert mitzumachen. Übrigens haben auch sehr viele Arbeitnehmer bezahlte Nebenjobs und zusätzliche Einkünfte . Dass Millionen ehrenamtlich ohne Honorar und Spesen unser Staatswesen am Laufen halten ist sehr zu loben, eine solche Einstellung zum Gemeinwesen ist bei vielen Karrieristen unbekannt, zumindest solange sie noch keine Millionarios sind .

Antwort auf von Dr.Reinhard Brand

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Noch als Ergänzung: Zuweilen wird eine Tätigkeit weiter ausgeübt, um in "Übung" zu bleiben. Also damit nicht nach 4 oder 8 Jahren das berufliche Aus kommt, weil man die neueren Entwicklungen verpasst hat.

Um "in Übung zu bleiben" sollte eine Beschäftigung nebenbei ausreichen. Eine Ausrede für eine de facto Hauptamtliche Tätigkeit ist das nicht.

Antwort auf von Dr.Reinhard Brand

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Also den Hinweis, dass auch Arbeitnehmer oft einen Nebenjob haben finde ich fast schon niedlich. Könnte es sein, dass viele Angestellte nicht mal vom Lohn ihre Miete zahlen können und deswegen Nebenjobs brauchen? Sollte allerdings der Hauptjob drunter leiden, verlieren sie den auch schnell.

Schon ein kleiner Unterschied zum Parlamentarier, der 10 Tsd monatlich einsteckt, weitere mehre Tausend€ für angebliche Ausgaben, die aber nicht gerüft werden, Dienstwagen, Handys, Laptops, Büroaustattung und zusätzlich weitere 5 stellige Beträge für Personal und Büro (wozu eigentlich?).

Sind Sie sicher, das man das vergleichen kann? :-) LG

Antwort auf von Tom

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Alles auf Heller und Pfennig - um es mal archaisch auszudrücken- zu prüfen und zu vergleichen und zu beurteilen führt uns in dauernden Streit, aber nicht zur Lösung grundsätzlicher Probleme der Gesellschaft. Um nur einige zu nennen:
Sind wir bereit zu akzeptieren, dass Menschen in Deutschland unterschiedlich viel besitzen?
Dass Menschen ungleich viel verdienen?
Ungleich viel arbeiten?
Dass jeder nach seiner Art des Glückes strebt, diese Art aber nicht die des Nachbarn sein muss?
Ich für meinen Teil möchte wissen, ob mein von mir gewählter Vertreter (ist also nicht VertreterIN des gesamten Volkes!) auch wirklich die Ideen vertritt, die mir wichtig sind.
Dass das nicht eins zu eins umgesetzt werden kann, sollte auch klar sein.
Dass viele ihn/sie beeinflussen wollen, ist selbstverständlich.
Ich möchte aber wissen, wer in welcher Weise das tut.
Entscheidend ist die TRANSPARENZ , der Kontakte, der Geldflüsse, vielleicht weniger Steuergeheimnistuerei.
Verbote von Nebentätigkeiten, Nebeneinkünften oder Lobbyismus würden zu einem Parlament der staatlich abgesicherten Beamten führen, zu denen ich durchaus Vertrauen habe, aber eben nicht ausschließlich.
Wir müssen OFFEN miteinander umgehen.

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Da muss ich Herrn Brand entschieden widersprechen. Wenn ein normaler Arbeiter einen Nebenjob hat, dann bleibt ihm gar nichts anderes übrig, weil er seine Familie ernähren muss. Wenn ein Abgeorneter Nebenjobs hat, die hoch vergütet werden, dann will er sich bereichern. Das ist allerdings meine persönliche Meinung. Eine Frage; was ist der Grund einiger Parteien, einem Lobbyregister zuzustimmen? Weil der Bürger nicht wissen darf, auf welcher Gehaltsliste diese Abgeordneten stehen.

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«gemeinsamen Recherche von abgeordnetenwatch.de und dem SPIEGEL»
Wenn abgeordnetenwatch.de gemeinsam mit dem „Sturmgeschütz der NATO“ recherchiert hat, durften die Werte so realistisch sein, wie die offiziell verbreiteten Corona-Zahlen.

Antwort auf von WAK

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Nun, die Covid-19 Zahlen aus vielen Ländern können unmöglich von einer einzelnen Person oder Institution manipuliert werden. Wer meint, dass China, USA, Deutschland, Schweden, Brasilien etc. alle an einer Verschwörung beteiligt sind, der hat den Bezug zur Realität verloren. Gerade Trump wäre ja hocherfreut, wenn er nachweisen könnte, dass die Zahlen nicht stimmen.

Am Worldometer ( https://www.worldometers.info/coronavirus/#countries )lässt sich ausrechnen, dass der Kurs der Bundesregierung uns schätzungsweise 30.000 Tote erspart hat. Auch wenn nicht alles optimal gelaufen ist: Diese Leistung kann jeder erkennen, der noch selber denken kann - aber es gibt ja Leute, die nur das glauben, was in ihr Weltbild passt und sich von keinen Fakten beirren lassen ("ist ja alles gefaked").

PS; Ich verstehe nicht, warum alle "Corona" sagen, die allermeisten Corionaviren sind harmlos, nur weiß man seit 2002 (SARS), dass es da Ausnahmen gibt, wozu auch das "neuartige Coronavirus SARS-COV-2" gehört, das Covid-19 verursacht.

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[Kommentar gelöscht. Bitte unterlassen Sie künftig pauschalisierende Schmähungen - die Redaktion]

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Koruption und korompierte Politiker in Beirut, die Auswirkungen sind zu sehen überall nur Vetternwirtschaft.
Das Ergebnis läuft in den Nachrichten.

Wir sind auf dem gleichen Weg. wenn auch nicht so Krass.

Wenn wir nicht lansam aber sicher in Europa, und da meine ich alle Europäischen Staaten mit,
umdenken, und neue, ganz anderer Politikertypen bekommen der/die das wohl des Volkes an erster Stelle im Auge haben, landen wir auch da wo Beirut jetzt ist.
Das gilt für alle Politischen Themen.

die Politiker sollen dass doppelte verdienen von mir aus.
Aber keine nebentätigkeit in wirtschaftlich geprägten Unternehmen und vor allem keine Führsprache und Lobbyarbeit mehr.

Einfach im Gesetz verankern. Ich weis so ähnlich steht es im Gesetzt dem Gemeinwohl und dem Volk verpflichtet, nutzt aber nix wenn sich keiner dran hält.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter Terhoeven

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Ich nenne das nicht Nebeneinküfte, sondern Bestechungsgelder!!!!

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ach ... solange die Abgeordneten ihren Job ordentlich erledigen, können die von mir aus so viel nebenher verdienen, wie sie wollen.
Das Problem ist ... so richtig odentlich erledigen viele Abgeordnete ihren Job nicht. Viel zu viele wichtige Themen bleiben ungelöst, oder werden nur halbherzig angegangen. Warum? Ich vermute, die "Wirtschaft" will es so ... und da liegt dann halt auch das Problem: wes Brot ich ess, des Lied ich sing ...
Alles nicht neu, alles nicht über einen Kamm zu scheren. Wenn sich was ändern soll, ist Jammern oder Polemisieren (wie z.B. die AfD es so meisterhaft beherrscht) keine Lösung. Neue Wege müssen beschritten werden, so wie z.B. die Leute von "mehr Demokratie" es vormachen.
Eine Überlegung wäre es auch wert, Nebentätigkeiten nur noch ehrenamtlich zu genehmigen. Zum "Üben" taugt das allemal und ... was für Millionen Bürger recht ist, sollte für Abgeordnete nur billig sein.

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Nichts gegen Nebeneinkünfte, aber der Zuverdienst für den "kleinen Mann", nämlich der Minijob, wird schon seit dem Jahr 2013 auf 450 Euro gedeckelt. Was haben denn die Abgeordneten für prekäre Beschäftigungsverhältnisse, dass sie ein Nebeneinkommen nötig hätten?

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ich würde mir wünschen,dass täglich von Abgeordneten die Nebeneinkünfte in der Presse veröffentlich würden.

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„Der Lobbyismus hierzulande ist zügellos geworden und muss mit klaren Regeln in eine angemessene Spur gelenkt werden. In der Politik und in der Wissenschaft“ (Zitat aus https://www.sueddeutsche.de/meinung/lobbyismus-deutschland-monsanto-1.4…).
Gesundheitsschäden und Tod durch Industrieprodukte sind hinzunehmen, siehe z.B. Videos „Unser täglich Gift“, "Die Pharmaindustrie ist schlimmer als die Mafia", „Immer mehr Todesfälle durch Implantate“. Zitat aus https://www.sueddeutsche.de/politik/implant-files-versagen-politik-komm… „Bei der Zulassung, Sicherheit und Kontrolle von Medizinprodukten liegt ein Multiorganversagen vor. Politik und Kontrollbehörden unternehmen nichts, für Patienten ist diese Lethargie lebensgefährlich. Wo bleibt der Aufschrei?“
Eine Computertomographie entspricht der 100- bis 1000-fachen Strahlendosis des konventionellen Röntgens, vgl. z.B. http://www.pm.ruhr-uni-bochum.de/pm2007/msg00110.htm oder der Strahlung der Atombombe von 1945, vgl. z.B. https://www.welt.de/wissenschaft/article1667375/Experten-warnen-vor-Com… .
Darum, dass die suggerierten Rechte beim Volk ankommen, kümmert sich die Regierung nicht. Dazu ein Zitat aus https://unschuldige.homepage.t-online.de/
„Grundsätzliche Methode aller Gerichte, Behörden und Petitionsausschüsse bei ihren Entscheidungen über Gesuche Betroffener ist da, wo es darauf ankommt, die Verfälschung und Ignorierung des wahren Sachverhalts und die Ignorierung oder Verdrehung des maßgeblichen Rechts bei den Entscheidungsgründen.“ Es herrscht, Zitat aus http://web.wengert-gruppe.de/wengert_ag/news/2003/SteuerstrafverfinDeut… : „Klassenkampf und Krieg gegen die Bürger um jeden Preis.“
Zitat aus http://www.hans-joachim-selenz.de/kommentare/2008/justiz-sumpf-deutschl…
„Wegen der weisungsgebundenen Staatsanwälte brauchen unsere Politiker und ihre fördernden Freunde aus der Wirtschaft nicht einmal zu befürchten, juristisch belangt zu werden. Der Bürger fragt sich angesichts einer immer stärker ausufernden Kriminalität, ob dieser Polit/Justiz-Sumpf jemals trocken zu legen ist. Ex-Richter Fahsel ist auch da pessimistisch: ,,In der Justiz gegen solche Kollegen vorzugehen, ist nicht möglich, denn das System schützt sich vor einem Outing selbst - durch konsequente Manipulation".
In Deutschland sind in der Tat alle Bemühungen zum Scheitern verurteilt. Der Sumpf schließt die höchsten deutschen Gerichte ein. Daher gibt es praktisch keine Verurteilung wegen Rechtsbeugung, Strafvereitelung im Amt und Begünstigung.“
Mich erinnert das Treiben an meine DDR-Zeit. Auch wir leben in einem Land der Lügen, vgl. dazu auch https://youtu.be/PC1Dw1lfLtI, regiert von Lobbyisten, vgl. https://www.youtube.com/watch?v=8l9s6VgeFHw.
Einem im Internet veröffentlichten Vortrag „Demokratie erneuern!“ entnahm ich auch:
Macht muss radikal eingehegt werden, denn Demokratie wird nur von oben gewährt, wenn der Druck von unten groß genug ist und die Gefahr einer Revolution besteht. Machtstrukturen haben sich der Existenzberechtigung zu stellen mit Rechenschaftspflichtigkeit, Verfahren ähnlich dem sogenannten „Scherbengericht“ (Stimmzettel im antiken Griechenland aus Tonscherben), mit dem Zweck, unliebsame oder zu mächtige Bürger aus dem politischen Leben zu entfernen.
Die Alternative ist immer die Barbarei. Passivität bedeutet die Entscheidung für die Barbarei.

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Da haben Sie vollkommen Recht, kein, aber auch kein Politiker hat Ahnung von was er eine Ahnung haben müsste, nämlich von dem was er vorsteht. Die Verteidigungsministerin hat noch nie einen scharfen Schuss gehört, entlässt aber Generale, der Innenminister hat noch nie was von der Polizei gehört oder hat eine Ahnung davon , aber er ist der höchste Polizist, der Gesundheitsminister ist der einzige der eine Ahnung hat, der ist ja schließlich Bankkaufmann, aber der hat ja seinen Mann, etliche Grünen Politiker haben die Schule geschmissen, weil sie nichts taugten und wollen heute Deutschland regieren. Sind wir schon eine Bananenrepublik? Oder werden wir es erst?

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Es ist schon interessant dass der Bundestag jährlich ca. 150 Millionen für Beratungshonorare ausgibt, gleichzeitig nehmen viele Abgeordnete durch ihre Nebentätigkeiten insgesamt viele Millionen durch Beratungen ein. Nun sollte doch mal genauer untersucht werden wer und warum sich wer von wem beraten lies oder ob am Ende durch Beratungsmöglichkeiten Tür und Tor geöffnet wurde um sich „ angemessen „ auf Steuerzahlers Kosten entlohnen zu lassen.Wie oft hört man den Satz dass in der freien Wirtschaft wesentlich mehr verdient wird, da könnte man doch auf den Gedanken kommen dass diese Beratungsmöglichkeiten für Gerechtigkeit sorgen könnten.

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Ich möchte diejenige Person kennen, die es abschlägt, wenn es (vielleicht) möglich ist Geld dazuzuverdienen. Ich gehöre bestimmt nicht dazu. Stimmen tut es aber, dass bei der Veröffentlichung dieser Beträge in der Bevölkerung Neid geschürt wird. Man sollte dies nicht unbedingt der Öffentlichkeit aufs Maul schmieren. Ps.: Es ist doch egal was andere verdienen, man hat selbst nichts davon. Da hab ich meinen Stolz! Der Niederbayer.

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