Wir veröffentlichen die Namen von 607 Lobbyisten, die einen Hausausweis für den Bundestag haben

Welche Lobbyisten mit einem Hausausweis ungehindert in den Deutschen Bundestag gelangen können, war bislang weitgehend Geheimsache. abgeordnetenwatch.de veröffentlicht nun erstmals eine Liste mit 607 Unternehmen, Verbänden und Organisationen, die über einen direkten Zugang zu den Büros unserer Abgeordneten verfügen.

Was wir wissen:

  • Im Zuge der abgeordnetenwatch.de-Recherche sind die Namen von mehreren Dutzend Interessenvertretern öffentlich geworden, die ihre Hausausweise über SPD, Linke und Grüne erhalten haben. Auch die Bundestagsverwaltung hat uns - zumindest teilweise - mitgeteilt, wem sie eine Zugangsberechtigung erteilt hat. Insgesamt sind dies 607 Verbände, Unternehmen und Organisationen.
  • Auf der Liste befinden sich zahlreiche Großkonzerne wie RWE, ThyssenKrupp und Rheinmetall sowie Vertreter einflussreicher Interessenverbände, u.a. aus der Auto- und der Tabaklobby.
  • Die Lobbyisten-Liste finden Sie weiter unten in diesem Artikel.

Was wir nicht wissen:

  • Als einzige Fraktion weigert sich bislang die Union, ihre Lobbykontakte offenzulegen. Unbekannt ist deswegen sowohl die Identität als auch die genaue Zahl der Interessenvertreter, die auf dem Ticket von CDU/CSU in den Bundestag gelangen.
  • Die Bundestagsverwaltung verweigert abgeordnetenwatch.de die Herausgabe einer Liste mit sämtlichen Unternehmen, Verbänden und Organisationen, die über einen Hausausweis verfügen. Um deren Veröffentlichung zu erreichen, führen wir gerade eine juristische Auseinandersetzung.

Als wir im April 2014 mit unserer Recherche zu den Bundestagshausausweisen für Lobbyisten begannen, lag diesbezüglich vieles im Dunkeln. Damals verheimlichte die Bundestagsverwaltung zum Beispiel, dass Lobbyvertreter über die Fraktionen an einen der begehrten Hausausweise kommen können. Wir haben dieses Geheimverfahren öffentlich gemacht.

Nun präsentieren wir erstmals eine Liste mit den Namen von 607 Konzernen, Verbänden und Organisationen, deren Vertreter dank eines Hausausweises ungehinderten Zugang zu den Büros unserer Bundestagsabgeordneten haben. Auch die Identität dieser Interessenvertreter war bis zum Beginn unserer Recherche nicht bekannt. Linksfraktion und Grüne teilten sie uns freiwillig mit, CDU/CSU und SPD weigerten sich damals und führten angebliche Datenschutzgründe an. Vor wenigen Tagen hat es sich die SPD anders überlegt und ihre Lobbykontakte doch noch veröffentlicht.

Auf der Lobbyisten-Liste findet sich das Who is Who der deutschen Wirtschaft

Bleibt die CDU/CSU-Fraktion, die unbeirrt an ihrer Transparenzblockade festhält. Um auch deren Lobbykontakte öffentlich zu machen, führen wir derzeit einen Rechtsstreit mit der Bundestagsverwaltung. Auf unsere Klage hin hat das Berliner Verwaltungsgericht den Bundestag im Juni 2015 verpflichtet, abgeordnetenwatch.de eine Liste mit sämtlichen Hausausweisinhabern herauszugeben, also auch mit den Lobbykontakten der Union. Dazu ist die Parlamentsverwaltung jedoch nicht bereit und hat kürzlich gegen das Urteil Berufung eingelegt. Alles, was sie uns bisher mitgeteilt hat, sind die Namen von insgesamt 487 Interessenverbänden (Stand: 23. Mai 2014), deren Vertreter über die Registrierung im sog. Verbändeverzeichnis des Deutschen Bundestages einen Ausweis erhalten haben - also über den offiziellen und seit langem bekannten Weg. Das Register ist zwar öffentlich, allerdings geht aus ihm nicht hervor, welche der mehr als 2.000 aufgeführten Verbände über einen Hausausweis verfügen.

Insofern veröffentlichen wir hier eine - bis auf die Lobbykontakte von CDU/CSU - so gut wie vollständige Liste*. Von den 607 Unternehmen, Verbänden und Organisationen haben 487 ihren Ausweis über das Verbänderegister des Bundestages erhalten (offizieller Weg), 66 kommen über die SPD-Fraktion, 42 über die Grünen und 12 über die Linksfraktion (inoffizieller Weg über die Parlamentarischen Geschäftsführer).

Der Chef eines Lobbyverbandes sitzt sogar im Bundestag: als Volksvertreter Interessenvertreter

Auf der Hausausweis-Liste finden sich u.a. Lobbyisten von

  • E.ON
  • EnBW
  • Lufthansa
  • Metro
  • Rheinmetall
  • RWE
  • ThyssenKrupp Marine Systems GmbH 

Auch viele einflussreiche Lobbyverbände haben via Hausausweis Zugang zum Deutschen Bundestag, so z.B.

  • der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), dessen Geschäftsführerin Hildegard Müller eine enge Vertraute von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist. Müller war 2005 bis 2008 Staatsministerin im Bundeskanzleramt (wo sie auch heute noch häufig anzutreffen ist).
  • das Deutsche Atomforum (DAtF), über das der damalige Bundesumweltminister Sigmar Gabriel 2009 befand: "50 Jahre Atomforum - das bedeutet ein halbes Jahrhundert Lug und Trug. Die Propagandazentrale der Atomkonzerne steht wie kaum eine andere Institution für das bewusste Verschweigen, Verdrängen und Verharmlosen der Gefahren, die mit der kommerziellen Nutzung der Atomenergie verbunden sind."
  • der Bundesverband Investment und Asset Management, der u.a. für JPMorgan, BlackRock, HSBC und UBS Lobbyarbeit betreibt.
  • der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe), der mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Norbert Schindler seinen eigenen Lobbyisten im Parlament sitzen hat. Schindler ist Verbandsvorsitzender und kassiert für diese Tätigkeit bis zu 3.500 Euro pro Monat - zusätzlich zu seiner Abgeordnetendiät.
  • der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI), der von Lebensmittelmultis wie Ferrero, Bahlsen, Nestle und Mars gesteuert wird.
  • der Deutsche Zigarettenverband (DZV), in dessen Vorstand u.a. Vertreter von British American Tobacco und Reemtsma sitzen. Geschäftsführer des Lobbyverbandes ist der frühere FDP-Bundestagsabgeordnete Jan Mücke.
  • der Verband "Die forschenden Pharma-Unternehmen", der nach eigenen Angaben mehr als zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes repräsentiert. Dem Verband gehört das Who is Who der Pharmaindustrie an - von Merck über Novatis bis Pfizer.
  • der Verband der Automobilindustrie (VDA), an dessen Spitze mit Matthias Wissmann (CDU) ein früherer Bundesverkehrsminister steht. Dem VDA-Vorstand gehören u.a. die Chefs von Volkswagen (Matthias Müller), Daimler (Dieter Zetsche), Audi (Rupert Stadler) und Opel (Karl-Thomas Neumann) an.
  • der Verband der Deutschen Automatenindustrie (VDAI), dessen Vorsitzendem Paul Gauselmann immer wieder fragwürdige Lobbyaktiviäten vorgeworfen werden. So sollen Manager von Gauselmann, einem Glücksspielautomatenhersteller, vor einigen Jahren über eine Million Euro an Union, SPD, FDP und Grüne gezahlt haben, wie die SZ im Jahr 2011 berichtete. Der Konzern habe auf diese Weise versucht, strenge Auflagen für umstrittene Spielhallen zu verhindern.

(Fortsetzung des Textes unter der Tabelle)

Tabelle zum Herunterladen: xls | ods | pdf

Unklar bleibt, wie viele und vor allem welche Lobbyverbände, Unternehmen und Organisationen eine Zugangsberechtigung über die CDU/CSU-Bundestagsfraktion erhalten haben. Immerhin lässt sich die Anzahl der Hausausweise, die von der Union bewilligt wurden, einigermaßen verlässlich ermitteln. Nach Angaben der Bundestagsverwaltung wurden in den beiden vergangenen Jahren 960 bzw. "circa 1000 Hausausweise" über den inoffiziellen Weg der Parlamentarischen Geschäftsführer ausgestellt, von daher ist davon auszugehen, dass die Zahl im laufenden Jahr ähnlich hoch ist. Die SPD will 2015 insgesamt 218 Ausweise gebilligt haben, Grüne und Linksfraktion nannten gegenüber abgeordnetenwatch.de die Zahlen 51 und 30 - zusammen also 299. Demnach müsste die Union etwa 700 Ausweise im Geheimverfahren bewilligt haben.

Es ist wenig wahrscheinlich, dass die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ihre Verweigerungshaltung aufgibt und freiwillig ihre Lobbyisten-Liste zugänglich macht. Ob irgendwann auch die Lobbykontakte der Union öffentlich werden - darüber werden infolge der abgeordnetenwatch.de-Klage Gerichte entscheiden. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil dürften noch Jahre vergehen.

* Die Angaben von SPD, Grünen und Linken sowie der Bundestagsverwaltung beziehen sich auf unterschiedliche Zeiträume, von daher lässt sich nicht mit vollständiger Gewissheit sagen, zu welchem konkreten Stichtag wie viele Verbände, Unternehmen und Organisationen über einen Hausausweis verfügten. Dies wäre nur möglich mit einer offiziellen Liste, deren Herausgabe uns die Bundestagsverwaltung verweigert. In obiger Liste verzeichnet sind alle uns bekannten Hausausweisinhaber.


Lesen Sie außerdem:

Unsere Klage zu Lobbyisten-Hausausweisen: Bundestag geht in Berufung

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Kommentare

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Im übrigen ist ein fester Rechtsrahmen auch für die Wirtschaft gut. Die Wirtschaft kann damit langfristig planen, er ist berechenbar, während ein butterweicher Rahmen, wo Gesetze und Richtlinien kommen und gehen wie der Wind, die Republik zur Bananenrepublik macht.
Lobbyismus ist insofern auch gefährlich, weil die Vorteile für den einen, Nachteile für den anderen bedeuten. Ein fester Rechtsrahmen ohne Lobbyismus stabilisiert die Wirtschaft und schafft Ruhe im Getriebe.

Antwort auf von Eva-Maria und Hans Dietrich

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Ehrlich gesagt: Um was soll es eigentlich bei dem Wirrwar an Schriftverkehr gehen? Vielleicht wäre es hilfreich und sinnvoll, einmal zumindest kleinen Absatz am Anfang der Seite zu spendieren, damit der geneigte Leser einen besseren Einstieg erhält.

Antwort auf von W. Heidecker

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Ach Herr Heidecker,
das kennen wir doch.

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Tja, wer könnte hier noch fehlen und hinter den 700 CDU-Ausweisen stecken? Ich beginne mal mit meiner Vermutung:

- Diehl Defence Holding
- EADS/Airbus Group
- Krauss-Maffei Wegmann
- Rhode & Schwarz
- fischerappelt
- Burson Marsteller
- Edelman
- Miller & Meier Consulting
- INSM - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH
- Schufa
- Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik
- Tönissteiner Kreis
- Deutsche Bank AG
- Hanns Seidel Stiftung
- McKinsey
- Roland Berger

Ergänzungen sind erbeten.

Antwort auf von Maja

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Liebe Maja,

mir fällt da spontan die Heckler&Koch GmbH ein

Antwort auf von Peter

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Komisch, die fällt mir auch ein?

Antwort auf von Peter

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Ich glaube, wir werden zu zweit gegen Heckler & Koch demonstrieren müssen. Gehirnforschung: 80% der Menschen können besorgniserregende Meldungen überhaupt nicht verarbeiten. Was da im Unterbewußtsein lauert, das ist das Schattenreich.

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Der Herr Heidecker ist doch nichts als ein Troll. Für Foren-Trolle gibt es eine eiserne Regel: Nicht füttern sondern ignorieren! Also weder kommentieren noch antworten, nicht auf deren Wirrwar eingehen und sich nicht provozieren lassen, nicht aufregen und nicht beleidigen. Der Troll will nichts weiter als die Diskussion stören. Komisch das sich die Hälfte der User hier dazu hinreißen lassen diesen Troll zu kommentieren.

Antwort auf von Folker

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Ach Folker, Sie wollen doch gar keine Diskussion, weil dies heissen wuerde, Sie muessten andere Meinungen aushalten. Und dies gelingt Ihnen nicht ...

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Abgeordnete/Parteien mit finanziellen Mitteln in ihrer Entscheidungsfindung zu beeinflussen, muss verboten werden. Das ist Bestechung.

Antwort auf von Ralf Wolter

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Haben Sie Beweise, dass dies geschieht? ... Wenn nicht (was wohl der Fall ist), sollten Sie sich sachorientierter aeussern!

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Herr Heidecker,

warum wohl hat sich Altkanzler Kohl bis jetzt nicht zur Parteispendenaffäre geäußert.

Antwort auf von Peter

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Lieber Peter,

Hm, jetzt wird es schwierig, wenn in die Lobbyistenliste auch noch Helmut Kohl mitspielt. Ich denke, Helmut Kohl hat sich hinreichend dazu geäußert.

Antwort auf von W. Heidecker

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Ja, er hat sich geäußert. Der italienische Maifaspezialist, Andrea Camilleri, hat sich in einem Interview an den Parteispendenskandal von Helmut Kohl erinnert: Politik und Mafia sei bis heute eine Allianz und das nicht nur in Italien, so Camilleri. Mit dem Verweis auf den Parteispendenskandal von 1999 habe auch in Deutschland „eine gewisse Denkweise“ Einzug gehalten.

Camilleri wörtlich: „Ich hätte niemals erwartet, dass Kohl sich auf diese Art und Weise versucht zu entschuldigen. Wenn man seine Partei so verteidigt, im Stile der Omertá, diesem Gesetz des Totschweigens des Verbrechens unter dem Deckmantel der Ehre, dann ist das paramafiös.“

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Der größte finanziell unterstützte und gebilligte Nutznieser (und wohl auch Lobbyist) sind unsere sogenannten »öffentlich-rechtlichen Medien«. Mit mehr als 8 Milliarden Euro werden hier die zahlungsverpflichteten Zwangsnutzer zum Besten gehalten. Das ist nicht nur skandalös sondern zutiefst undemokratisch. Entweder wird nicht berichertattet oder es wird eindeutig im Sinne der Regierungsparteien (und dem transatlantischen Nato-Bündnis) berichterstattet, oder es wird einfach falsch oder gefälscht berichterstattet. Es ist fast schon so, dass wenn man wissen will, was gelogen oder falsch dargestellt ist, dann muss man die Nachrichetn von ARD oder ZDF ansehen. Z. B. Keine Wort davon, dass Bundesfinanzminister Schäuble als ESM-Gouverneur ein ungenanntes Gehalt erhält – neben seinen Bezügen als Minister – welches er nicht bei uns zu versteuern hat. Würde das wirklich öffentlich gemacht werden, dann würde sich der normale Steuerzahler zu Recht verhöhnt fühlen. Das ist nur ein Punkt von vielen, über den nicht Bericht ertattet wird. Letzendlich geht es immer nur um Geld, Täuschung, Verschleierung von Tatsachen, um Pfründe, um vorhandene und zu erhaltende Macht- und Finanzstrukturen. Wahrheit, Gerechtigkeit oder Ehrlichkeit sind bei den vorhandenen Lobbystrukturen eine Ausnahme.
Der wahrhaft metamorphe Charakter des Jüngsten Gerichtes manifestiert sich in den Bundestagswahlen, um die gegebene Katastrophe ansatzweise in Worte zu fassen. Die Parteispendenaffäre unter Kohl war nichts gegen das, was heute unter Merkel stattfindet. Von der Leyen als Verteidigungsministerin war vermutlich noch eine der wenigen weißen Entscheidungen – weiter so Deutschland.

Antwort auf von wald

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Lieber Wald,

welches Gehalt bezieht Herr Schäuble denn? Sie scheinen dies ja zu wissen …
Man kann ja an den öffentlich-rechtlichen Medien viel kritisieren … aber handzahm sind sie auch nicht.

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Die Lobbyisten im Deutschen Bundestag sind leider nur die Spitze des Korruptions-Eisbergs in der Bundesrepublik Deutschland. Es ist für mich kein Zufall, dass ein Roland Koch nach seinem selbstgewählten Abgang als Hessischer Ministerpräsident ausgerechnet bei dem Baukonzern zum Vorstand gekürt wurde, der in seiner Amtszeit von Bauaufträgen des Hessischen Staates und von diesem dominierten Firmen profitiert hatte. Die neue Start- und Landebahn des Flughafens Frankfurt sowie das Justizzentrum in Wiesbaden sind nur die bekanntesten, aber mit Sicherheit nicht die einzigen Großprojekte, die Bilfinger in Kochs MP-Amtszeit realisiert hatte. Nachdem sich der wirtschaftliche Sachverstand Kochs bei Bilfinger mit drei Gewinnwarnungen kurz nacheinander als minimal entblößt hatte, frage ich mich schon, welche Vorleistungen er für die Schweizer Bank UBS sowie Vodafone erbracht hatte, dass er von diesen mit Sitzen im Aufsichtsrat "belohnt" wird.

Antwort auf von Günter Steinke

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Lieber Herr Steinke,

Ihnen ist bekannt, dass diese Aufträge ausgeschrieben worden?
Was Sie gerade versuchen ist eine bewusste Manipulation den Handlungsträgern zu unterstellen. Dabei machen Sie, weil Sie sicher keine Beweise haben, eine bewusst falsche Tatsachenbehauptung.

Antwort auf von W. Heidecker

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Hallo Herr Heidecker,
neben mangelhaften Rechtschreibkenntnissen scheinen Sie auch Schwierigkeiten mit dem Lesen von Wirtschaftsnachrichten zu haben. Mein Kommentar entspricht den Tatsachen: Egal ob ausgeschrieben oder nicht, wurden die genannten Aufträge in Kochs Amtszeit an den einstmals zweitgrößten deutschen Baukonzern Bilfinger + Berger vergeben. Beim Justizzentrum in Wiesbaden wurden von B + B die Gewerke, die nicht zu B + Bs originärem Leistungsbereich gehörten, natürlich ausgeschrieben. So war z. Bsp. der Auftrag für einige hundert Aluminiumfenster in China gelandet. Dies stellte sich aber erst heraus, als nach relativ kurzer Nutzungszeit das Öffnen aller Fenster vom Facility Mnager der Immobilie, der HSG Zahnder, das Öffenen als Sicherheitsmassnahme untersagt worden war. In den entsprechenden Pressemeldungen dazu wurde in aller Regel schamhaft verschwiegen dass es sich um ein B + B PPP- bzw. ÖPP Projekt handelte, denn schliesslich war der Ex-Ministerpräsident Koch mittlerweile Sprecher des Vorstands dieses einstmals renomierten Baukonzerns geworden. Muss ich noch erwähnen, dass der "Dienstleister" für das Facility Management eine 100%-Tochter von B + B ist? Dass der Niedergang von B + B bereits von Kochs Vorgänger Bodmer durch offenbar wahllosen Zukauf vermeintlich zukunftsträchtiger Firmen eingeleitet worden war steht für mich außerfrage. Koch allerdings war es gelungen, diese negativ Serie massiv zu beschleunigen.
Es sollte der Hessen-CDU doch möglich sein, qualifiziertere Lohnschreiber für Forenkommentare zu beschäftigen als Sie es zu sein scheinen.

Antwort auf von Günter Steinke

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Lieber Herr Steinke,

mangelnde Rechtschreibkenntnisse … soso. Soll ich Ihnen jetzt eine mangelnde Lese- und Rechtschreibschwäche vorwerfen. Nein, dieses Niveau ist mir zu unterirdisch.

Es geht nicht darum, ob B+B den Auftrag erhalten hat. Dies war nicht Gegenstand meines Reply.
Sie haben jedoch den Eindruck erwägt, als wäre hier etwas nicht mit rechten Dingen gelaufen. Wo die Fenster gefertigt wurden, ist dabei relativ egal – jetzt fangen Sie dann höchstens an, im rechten Nebel zu stochern. Denn Grundlage einer Ausschreibung ist eine detailliert Leistungsbeschreibung, aus der auch die qualitativen Standards hervorgehen.
Warum hier keine Regressansprüche geltend gemacht wurden, haben Sie nicht geäußert. Sie jedoch deuten damit an, dass auch hier etwas gemogelt wurde, ohne dies auch zu begründen. Man nennt so etwas eine Verleumdung.

Sie sollten also mit Ihren Anschuldigungen etwas vorsichtiger sein. Sie haben bislang außer (falschen) Tatsachenbehauptungen nichts dargeboten, welches diese Behauptungen auch irgendwie untermauert.

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Der größte finanziell unterstützte und gebilligte Nutznieser (und wohl auch Lobbyist) sind unsere sogenannten »öffentlich-rechtlichen Medien«. Mit mehr als 8 Milliarden Euro werden hier die zahlungsverpflichteten Zwangsnutzer zum Besten gehalten. Das ist nicht nur skandalös sondern zutiefst undemokratisch. Entweder wird nicht berichertattet oder es wird eindeutig im Sinne der Regierungsparteien (und dem transatlantischen Nato-Bündnis) berichterstattet, oder es wird einfach falsch oder gefälscht berichterstattet. Es ist fast schon so, dass wenn man wissen will, was gelogen oder falsch dargestellt ist, dann muss man die Nachrichetn von ARD oder ZDF ansehen. Z. B. Keine Wort davon, dass Bundesfinanzminister Schäuble als ESM-Gouverneur ein ungenanntes Gehalt erhält – neben seinen Bezügen als Minister – welches er nicht bei uns zu versteuern hat. Würde das wirklich öffentlich gemacht werden, dann würde sich der normale Steuerzahler zu Recht verhöhnt fühlen. Das ist nur ein Punkt von vielen, über den nicht Bericht ertattet wird. Letzendlich geht es immer nur um Geld, Täuschung, Verschleierung von Tatsachen, um Pfründe, um vorhandene und zu erhaltende Macht- und Finanzstrukturen. Wahrheit, Gerechtigkeit oder Ehrlichkeit sind bei den vorhandenen Lobbystrukturen eine Ausnahme.
Der wahrhaft metamorphe Charakter des Jüngsten Gerichtes manifestiert sich in den Bundestagswahlen, um die gegebene Katastrophe ansatzweise in Worte zu fassen. Die Parteispendenaffäre unter Kohl war nichts gegen das, was heute unter Merkel stattfindet. Von der Leyen als Verteidigungsministerin war vermutlich noch eine der wenigen weisen Entscheidungen – weiter so Deutschland.

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Der größte finanziell unterstützte und gebilligte Nutznieser (und wohl auch Lobbyist) sind unsere sogenannten »öffentlich-rechtlichen Medien«. Mit mehr als 8 Milliarden Euro werden hier die zahlungsverpflichteten Zwangsnutzer zum Besten gehalten. Das ist nicht nur skandalös sondern zutiefst undemokratisch. Entweder wird nicht berichertattet oder es wird eindeutig im Sinne der Regierungsparteien (und dem transatlantischen Nato-Bündnis) berichterstattet, oder es wird einfach falsch oder gefälscht berichterstattet. Es ist fast schon so, dass wenn man wissen will, was gelogen oder falsch dargestellt ist, dann muss man die Nachrichetn von ARD oder ZDF ansehen. Z. B. Keine Wort davon, dass Bundesfinanzminister Schäuble als ESM-Gouverneur ein Gehalt in ungenannter Höhe erhält – neben seinen Bezügen als Minister – welches er nicht bei uns zu versteuern hat. Die gleichzeitige Immunität wird Ihm ebenfalls unbeschränkt zugesichert. Würde das wirklich öffentlich gemacht werden, dann würde sich der normale Steuerzahler zu Recht verhöhnt fühlen. Das ist nur ein Punkt von vielen, über den nicht Bericht ertsattet wird. Letzendlich geht es immer nur um Geld, Täuschung, Verschleierung von Tatsachen, um Pfründe, um vorhandene und zu erhaltende Macht- und Finanzstrukturen. Wahrheit, Gerechtigkeit oder Ehrlichkeit sind bei den vorhandenen Lobbystrukturen eine Ausnahme.
Der wahrhaft metamorphe Charakter des Jüngsten Gerichtes manifestiert sich in den Bundestagswahlen, um die gegebene Katastrophe ansatzweise in Worte zu fassen. Die Parteispendenaffäre unter Kohl war nichts gegen das, was heute unter Merkel stattfindet. Von der Leyen als Verteidigungsministerin war vermutlich noch eine der wenigen weisen Entscheidungen – weiter so Deutschland.

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Laßt doch mal die Auseinandersetzung mit der/dem W. Heidecker. Mit Blinden über Farbe zu diskutieren ist doch komplett irrelevant! Jede Antwort darauf ist eine zuviel!

Antwort auf von Kl.Hoff

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... im Prinzip hast du bestimmt recht, aber jede Gegenrede fördert doch im disputativen Sinne die Phantasie, schau mal weiter unten ... ;-)

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