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Frage an Volker Beck von Karsten S. bezüglich Soziale Sicherung

Sehr geehrter Herr Beck,

ich beziehe mich auf Ihr Engagement beim kürzlich stattgefundenen Christival.

Mittlerweile steht fest, dass Homosexualität nicht allein sozial-psychologisch begründet ist, also folglich auch genetische Ursachen haben kann.
http://www.aerztekammer-bw.de/15/02gesundheitstipps/g_m/homosexualitaet.html

Bei einer anderen sexuellen Richtung, der Pädophilie, vermuten Wissenschaftler ähnliche Ursachen. So meint der Sexualwissenschaftler Prof. Baier: Alle sexuellen Präferenzen entstehen aus dem Zusammenspiel von biologischen mit psychosozialen Einflussfaktoren und manifestieren sich dann im Jugendalter endgültig, auch die Pädophilie. Eines Tages merkt ein junger Mann, dass er diese Neigung hat. Er kann nichts dafür, so wenig wie Männer etwas für ihre Vorliebe für erwachsene Frauen oder etwas für ihre Vorliebe für erwachsene Männer können. Zitat Ende
Nachzulesen unter: http://www.faz.net/s/Rub77CAECAE94D7431F9EACD163751D4CFD/Doc~E913EB856E93A406EA844923660A74CE8~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Lesen Sie bitte auch http://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4dophilie (sh. Absatz: Veranlagung oder Prägung)

Von der Ursache her gesehen kann ein pädophiler Mann also genausowenig etwas für seine Neigung wie ein homosexueller Mann, da die Ursachen in beiden Fällen genetisch mitbegründet scheinen.

"Schizophren" ist dann meiner Ansicht nach folgendes, nämlich dass der Eine seine Neigung ausleben darf und der Andere muss sie unterdrücken. Geht man nämlich bei beiden sexuellen Richtungen von genetischen Ursachen aus, müssten beide ihre Neigungen unterdrücken.

Wenn Sie als Betroffener jedoch meinen, Homosexualität sei nicht behandlungswürdig, müssten Sie aufgrund der ähnlichen Ursachen auch Pädopilität den Krankheitsstatus aberkennen.
Wollen Sie das wirklich?
Lehnen Sie sich als Betroffener diesbezüglich nicht zu weit aus dem Fenster, indem Sie für die Akzeptanz von Homosexualität werben?

Frage von Karsten S. am
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Antwort vom
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Der entscheidende Unterschied zwischen Homosexualität, Heterosexualität und Pädosexualität ist folgender:

Bei einvernehmlichen homo- oder heterosexuellen Handlungen zwischen Erwachsenen handelt es sich um die Verwirklichung der persönlichen Handlungsfreiheit der beteiligten Personen.

Bei pädosexuellen Handlungen zwischen Erwachsenen und Kindern gibt es immer eine Asymmetrie, so dass das Kind hier vor Missbrauch strafrechtlich geschützt werden muss.

Ich bin erstaunt, dass Sie dies nicht erkennen können und wundere mich über solche Ansichten aus dem Umfeld des Christival.

Mit freundlichen Grüßen

Volker Beck