Wie sorgen Sie dafür, dass die besorgniserregenden Kürzungen in der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung zurückgenommen werden? Es drohen ua. hohe Kosten durch steigende stationäre Aufenthalte.
Sehr geehrter Herr Klüssendorf,
als Psychologin und angehende Psychotherapeutin stehe ich den aktuellen Sparmaßnahmen in der ambulanten Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen kritisch und ängstlich gegenüber. Die kurzfristigen "Einsparungen" werden hohe Folgekosten mit sich ziehen, z.B. mehr stationäre Aufenthalte, längere AU-Zeiten, frühere EU-Berentung... Ganz zu schweigen von hohen menschlichen Kosten (noch längere Wartezeiten für gesetzliche Versicherte, Verzweiflung, mehr vollendete Suizide) sowie Existenzsorgen von niedergelassen arbeitenen Kolleg:innen. Es ist im Übrigen erschreckend, dass die massiven Kürzungen und Eingriffe ausgerechnet in einen Berufszweig fallen, der überwiegend von Frauen* getragen wird. Wenn Einsparungen vorgenommen werden müssen, warum werden diese nicht auf dem Rücken von Pharmafirmen ausgetragen?

