Wie rechtfertigt die FDP ihre Politik, wenn die Vermögensungleichheit wächst und viel zu viele Menschen trotz Arbeit kaum Vermögen aufbauen können?
Sehr geehrte Frau Hahn,
die FDP wirbt seit Jahren für Steuersenkungen, Deregulierung und den Schutz von Kapital und Vermögen. Gleichzeitig wächst die Vermögensungleichheit in Deutschland und Europa weiter, während viele Menschen trotz Vollzeitarbeit kaum Vermögen aufbauen können.
Mir ist bewusst, dass die FDP dies mit Wirtschaftswachstum, Eigenverantwortung und Chancengerechtigkeit begründet und darauf verweist, Wohlstand entstehe nicht durch Umverteilung. Nach Jahrzehnten entsprechender Politik stellt sich jedoch die Frage, warum sich die Schere zwischen Arm und Reich weiter öffnet und die Vermögenskonzentration zunimmt.
Warum hält die FDP dennoch an ihrer wirtschafts- und steuerpolitischen Linie fest, obwohl diese nach Auffassung vieler Fachleute die Vermögenskonzentration eher begünstigt als begrenzt? Welche konkreten Belege sprechen für das Gegenteil?

