Weißer Mann mit Brille und grau-meliertem Haar. Im dunklen Sakko mit fliederfarbenem Hemd. Lächelt vor einem roten Hintergrund in die Kamera.
Stefan Schenck
SPD
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Frage von Paul S. •

Der Sommer 2026 war einer der drei wärmsten, die jemals gemessen wurden. Was wollen Sie tun, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern und Alt-Hohenschönhausen an den Klimawandel anzupassen?

Weißer Mann mit Brille und grau-meliertem Haar. Im dunklen Sakko mit fliederfarbenem Hemd. Lächelt vor einem roten Hintergrund in die Kamera.
Antwort von SPD

Sehr geehrter Herr S.,

der Klimawandel ist längst auch in Alt-Hohenschönhausen angekommen. Deshalb müssen wir zweierlei gleichzeitig tun: Treibhausgase konsequent reduzieren und unsere Kieze an Hitze und Extremwetter anpassen. Für mich gehört beides zu „Teilhabe für alle“. Denn unter Hitze, fehlendem Schatten oder einer schlechten Verkehrsanbindung leiden besonders Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Menschen, die sich keine klimatisierte Wohnung oder andere Ausweichmöglichkeiten leisten können.

Berlinweit steht die SPD zum Ziel der Klimaneutralität vor 2045. Die wichtigsten Hebel sind Verkehr, Gebäude sowie Strom- und Wärmeversorgung. Wir wollen den ÖPNV ausbauen, die Busflotte elektrifizieren, erneuerbare Energien stärken, die Fernwärme schrittweise fossilfrei machen und energetische Sanierungen voranbringen – sozial gerecht und so, dass Klimaschutz nicht zur zusätzlichen finanziellen Belastung für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen wird.

Gleichzeitig müssen wir Berlin besser gegen Hitze wappnen. Dazu gehören mehr Straßenbäume, mehr Grün statt versiegelter Flächen und eine Stadtplanung, die Abkühlung schafft. Deshalb habe ich auch die Forderungen des Berliner Baumentscheids positiv beantwortet. Bäume sind für mich keine Dekoration: Sie spenden Schatten, kühlen den öffentlichen Raum, speichern CO₂ und verbessern die Lebensqualität.

Für Alt-Hohenschönhausen wird das ganz konkret. Unser Lichtenberg-Plan fordert mehr Dach- und Fassadenbegrünung, zusätzliche Bepflanzungen und gesunde Stadtbäume. Plätze und Straßen sollen entsiegelt und nach dem Prinzip der Schwammstadt umgestaltet werden, damit Regenwasser vor Ort versickern und verdunsten kann. Besonders Schulen, Kitas und soziale Einrichtungen brauchen Hitzeschutz; Planschen, Brunnen und Trinkbrunnen sollen zusätzliche Abkühlung ermöglichen. Dazu kommen neue Baumstandorte, Baumpatenschaften und die Beteiligung der Menschen vor Ort. Bei Wärmeplanung, Fernwärme, energetischer Sanierung und erneuerbaren Energien setzen wir auf quartiersbezogene Lösungen und eine sozial gerechte Umsetzung.

Teilhabe beginnt für mich aber auch beim Weg von A nach B. Wir brauchen einen zuverlässigen und barrierefreien ÖPNV sowie sichere Wege für Menschen, die zu Fuß, mit Rollstuhl, Rollator oder Fahrrad unterwegs sind. Gerade M4, M5 und 256 sind für unseren Wahlkreis wichtig und brauchen ausreichende Kapazitäten. Sichere Fuß- und Radwege und eine bessere Fahrradinfrastruktur sind deshalb für mich zugleich Klima-, Verkehrs- und Teilhabepolitik.

Und ich versuche, das auch selbst und sichtbar zu leben: Ich bin nicht nur im Wahlkampf passionierter Fahrradfahrer. Mein BürgerInnenBike ist inzwischen fast zu einem kleinen Social-Media-Kultobjekt geworden – für mich ist es aber vor allem das praktischste Verkehrsmittel, um im Wahlkreis unterwegs zu sein, mit Menschen ins Gespräch zu kommen und zu zeigen: Klimafreundliche Mobilität kann unkompliziert sein und Spaß machen.

Mein Ziel ist deshalb ein Alt-Hohenschönhausen, das grüner, kühler, barrierefreier und klimafreundlicher wird – und in dem Klimaschutz nicht gegen soziale Gerechtigkeit ausgespielt wird. Denn eine lebenswerte Stadt der Zukunft muss eine Stadt sein, an der alle teilhaben können.

Mit engagierten Grüßen. Stefan-Schenck.de

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