Guten Tag Herr Müller. Eine aktuelle Umfrage des Morning Consult, durchgeführt in 24 Demokratien, weist Kanzler Merz als sehr unbeliebten Regierungschef aus. Hat das Folgen für die Fraktionsarbeit?
Sehr geehrter Herr M.,
Umfragen sind immer eine Momentaufnahme – und natürlich nehmen wir solche Ergebnisse ernst. Gleichzeitig gilt aber auch: Politik muss sich an Inhalten und Lösungen orientieren, nicht nur an kurzfristigen Stimmungsbildern.
Ich erlebe in meinem Wahlkreis häufig ein differenzierteres Bild. In der vergangenen Woche hatte ich beispielsweise eine Veranstaltung in Köthen zum Gebäudemodernisierungsgesetz. Dort gab es ein sehr interessiertes Publikum und einen intensiven Austausch – viele konkrete Fragen, gerade auch zum eigenen zuhause und zur praktischen Umsetzung. Das zeigt mir: Die Menschen wollen vor allem verstehen, was politische Entscheidungen für sie bedeuten.
In der Regierungsarbeit haben wir im ersten Jahr bereits einiges auf den Weg gebracht, etwa die Senkung der Umsatzsteuer auf Speisen in der Gastronomie oder die Abschaffung der Gasumlage. Das sind Schritte, die im Alltag Wirkung entfalten. Für die Fraktionsarbeit bedeutet das: Wir arbeiten konzentriert weiter an Lösungen für das Land. Sachorientiert, verlässlich und mit klarer Haltung.

