Stimmen Sie der automatischen Kopplung des Rentenalters zu ja oder nein?
Sehr geehrte Frau K.,
vielen Dank für Ihre Nachricht im Kontext der aktuellen Debatte um eine mögliche Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung.
Meine Antwort darauf ist: Nein, einer automatischen Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung stimme ich so nicht zu. Aus meiner Sicht darf die Frage des Renteneintritts nicht allein an einem statistischen Durchschnittswert hängen. Menschen arbeiten unter sehr unterschiedlichen Bedingungen. Wer jahrzehntelang körperlich hart gearbeitet hat, in Schichtdiensten tätig war oder gesundheitlich belastet ist, kann nicht einfach mit Menschen gleichgesetzt werden, die bis ins hohe Alter unter völlig anderen Voraussetzungen arbeiten können.
Gleichzeitig möchte ich darauf hinweisen, dass die gesetzliche Rente Bundesrecht ist. Über Änderungen beim Renteneintrittsalter entscheidet der Deutsche Bundestag, nicht der Niedersächsische Landtag. Als Landtagsabgeordneter kann ich darüber also nicht abstimmen. Der richtige Ansprechpartner auf Bundesebene ist in unserem Wahlkreis Lars Klingbeil MdB. Sie erreichen sein Bürgerbüro in Walsrode unter 05161/4810701 oder per Mail unter lars.klingbeil@bundestag.de.
Für mich ist klar: Eine sozial gerechte Rentenpolitik muss die Lebensleistung der Menschen anerkennen. Sie muss diejenigen besonders im Blick haben, die früh angefangen haben zu arbeiten, lange Beiträge gezahlt haben und körperlich oder gesundheitlich stark belastet sind. Eine pauschale automatische Anhebung des Rentenalters wird diesen Lebensrealitäten nicht gerecht.
Mit freundlichen Grüßen
Sebastian Zinke

