Wie stehen Sie zum Thema Datensouveränität und digitaler Unabhängigkeit in Bezug auf Softwarelösungen, die in Behörden und von den staatlichen Angestellten benutzt werden?
Sehr geehrte Frau Ritter,heute ist es wichtiger denn je, die volle Kontrolle über die eigenen Daten zu haben, insbesondere als Staat gegenüber seinen Bürgerinnen und Bürgern.
Software von Microsoft, Cloud-Speicher und - Anwendungen sind derzeit keine sichere Wahl und unterliegen dem Gutdünken der aktuellen US-Regierung. Durch die Nutzung werden wir nicht nur abhängig von den USA, wir unterstützen sie mit sehr viel (Steuer-) Geld.Unterstützen Sie eine zügige Umstellung staatlicher Software auf Open-Source- oder europäische Anwendungen und Betriebssysteme nach dem Vorbild Schleswig-Holsteins?
Wenn ja, zu wann?
Wenn nein, warum nicht?
Sehr geehrte Frau M.,
vielen Dank für Ihre Frage. Ich fürchte, ich kann sie nur sehr oberflächlich beantworten, denn ich bin Fachpolitikerin in ganz anderen Bereichen. Expertise hat hier z.B. meine Fraktionskollegin Marie Kleinert.
Ganz grundsätzlich spricht Die Linke und spreche auch ich mich aus Gründen der Datensicherheit und des Datenschutzes sowie aus Kostengründen für Open Source Lösungen aus - zumal in der Verwaltung und in öffentlichen Unternehmen. Einige der Argumente nennen Sie in Ihrer Frage ja selbst: ich schließe mich Ihren Bedenken an.
Als Vertreterinnen der Opposition können wir einen Wechsel wie Sie ihn beschreiben unterstützen - durch Anfragen, durch Aufnahme öffentlichen Drucks. Ein "bis wann" kann ich Ihnen leider nicht nennen.
Herzliche Grüße
Sabine Ritter
