René Stadtkewitz
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Frage an René Stadtkewitz von Oliver W. bezüglich Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen

Mal ganz im Ernst, lieber Herr Stadtkewitz, wie tief kann man sinken, um ein paar Stimmen zu erhaschen? Moscheen, wie sie im Westteil der Stadt häufig zu finden sind, lösen hier eine von Ihnen mit angestachelte Diskussion aus, die einfach unwürdig ist. Ehemalige linke Betonköpfe wandeln sich zu rechten Aktivisten (der Kreis ist ja bekanntlich rund und daher extrem rechts von extrem links nicht so weit entfernt) und mittendrin Sie auf Stimmenfang. Ist es das wert nur um ein paar Prozent zu erhaschen? Sollte eine Partei wie die CDU nicht eher aufklärend und verbindend tätig werden, anstatt neue Gräben aufzureißen? Ist es das wert, nur um eine Wahlempfehlung der Bürgerinnitiative zu erhalten? Ich finde das alles erschreckend und bedenklich, genau wie den Anschlag auf Ihre Familie aber die Geister, die man rief kommen irgendwann zurück... Ist es nicht bedauerlich, wenn man nicht einmal weiß, ob es die militanten Linken oder die eifersüchtigen Rechten waren, die einem, salopp gesagt, die Bude angesteckt haben? Wenn man an diesem Punkt angelangt ist, sollte man sich dann nicht einmal Gedanken machen, ob das alles so richtig ist? Nach einer 20jährigen Mitgliedschaft in der Jungen Union finde ich es bedauerlich, so etwas mit ansehen zu müssen und als einzige Alternative bleibt mir bei der kommenden Wahl, zum ersten Mal das Kreuz bei der FDP zu machen, die mir gegen die Linken der SPD, PDS, WASG und der Grünen und den Rechten mit der CDU Pankow quasi im Windschatten die einzig vernünftige Alternative zu sein scheint.

Frage von Oliver W. am
Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 13 Stunden 46 Minuten

Sehr geehrter Herr Wesemann,

ich finde es Schade, dass Sie sich offenbar nicht die Mühe gemacht haben, alle Antworten zu lesen, die ich zu diesem Thema gegeben habe. Warum können Sie nicht nachvollziehen, dass es für viele tausend Pankower Bürger schwer oder nicht nachvollziehbar ist, dass jemand auf die Idee kommt, ein solches Bauvorhaben, an einen Ort errichten zu wollen, ohne dass es dort Mitglieder dieser Gemeinde gibt? Die Berliner Teil der Ahmadiyya hat sich in mehr als 18 Jahren ein Zentrum geschaffen. Viele der Gemeindemitglieder leben in den angrenzenden Ortsteilen. Was spricht denn dagegen, dass mit der Gemeinde Gespräche geführt werden, in denen die Situation erörtert wird und gemeinsam Lösungswege gesucht und besprochen werden? Einen solchen ergebnisoffenen Dialog fordert die CDU-Pankow von Anfang an. Ich finde es erschreckend und kann überhaupt nicht nachvollziehen, dass allein diese Auffassung ein Indiz für Rechtsradikalismus sein soll. Auch bleibe ich dabei, dass Aufgabe der Politik ist, den Willen der Bürger nicht zu ignorieren. Für falsch halte ich dagegen, die Menschen in Heinersdorf und darüber hinaus für ihre Haltung kollektiv in die rechtsradikale Ecke stellen zu wollen und sie mit den rechtsradikalen Parteien allein zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

René Stadtkewitz