Petra Köpping

| Kandidatin Sachsen
Petra Köpping
© Götz Schleser
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Jahrgang
1958
Wohnort
Grimma
Berufliche Qualifikation
Dipl. Staatsrechtlerin
Ausgeübte Tätigkeit
MdL, Staatsministerin für Gleichstellung und Integration
Wahlkreis

Wahlkreis 24: Leipzig Land 2

Wahlkreisergebnis: 16,6 %

Liste
Landesliste, Platz 2

Eingezogen über die Liste

Parlament
Sachsen

Sachsen

In der Lausitz haben der Erhalt des Industriestandortes und der Arbeitsplätze Vorrang vor Klimaschutzzielen.
Position von Petra Köpping: Lehne ab
Klimaschutzziele und Arbeitsplatzerhalt in der Region müssen zusammen gedacht und angegangen werden, anstatt sie gegeneinander auszuspielen. Neue Arbeitsplätze werden mit umweltfreundlicher Energieerzeugung und zukunftsträchtiger Energieforschung entstehen.
Es sollen mehr Pflegekräfte aus dem Ausland angeworben werden.
Position von Petra Köpping: Stimme zu
Natürlich brauchen wir mehr Pflegekräfte. Dann erhalten die Gepflegten eine bessere und persönlichere Versorgung. Und die Pflegekräfte selbst haben weniger Stress in ihrem schweren Job. Wo eine Pflegekraft geboren ist, ist doch irrelevant. Also: Sowohl hier ausbilden als auch von außen anwerben.
Kommunen sollen städtische Wohnungen nicht mehr verkaufen dürfen.
Position von Petra Köpping: Stimme zu
Der Verkauf städtischer Wohnungsgesellschaften in der Vergangenheit stellt sich als Fehler dar. Unsere Großstädte müssen in der Lage sein, Wohnungen mit Mietpreis und Belegungsbindung zu errichten. Nur so wird ein sozialer Wohnungsmarkt gesichert, den wir als SPD fördern wollen.
Es soll kein Wahlrecht ab 16 bei Landtagswahlen geben.
Position von Petra Köpping: Lehne ab
Die aktuellen Demonstrationen und politischen Bewegungen zeigen doch deutlich, dass junge Menschen mitsprechen wollen. Ein Wahlrecht mit 14 ist eine richtige Antwort darauf. Neben der Frage des Wahlrechts, setze ich mich schon mein gesamtes politisches Leben für mehr Jugendbeteiligung ein.
Nach 35 Beitragsjahren sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Grundrente erhalten.
Position von Petra Köpping: Stimme zu
Bloß, weil der Lohn niedrig war, kann das nicht heißen, dass man dafür im Rentenalter noch einmal bestraft wird. Die Grundrente ist das Mindestmaß an Respekt, das der Staat und wir als Gesellschaft für Lebensleistungen aufbringen sollten.
Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge sollen soziale und ökologische Aspekte künftig stärker beachtet werden, auch wenn es am Ende mehr kostet.
Position von Petra Köpping: Stimme zu
Arbeitgeber, die sich an Tarife halten, sollten bei der öffentlichen Vergabe bevorzugt werden. Wir stärken damit Unternehmen und Betriebe, die ihren Beschäftigten anständige Arbeitsbedingungen bieten. Und wir beseitigen einen Wettbewerbsvorteil für schwarze Schafe. Das ist sozial!
Es soll ein verbindliches Lobbyregister geben, in dem u.a. Kontakte zwischen Interessenvertretern und der Politik veröffentlicht werden.
Position von Petra Köpping: Stimme zu
Die Menschen wollen zu Recht wissen, wie Politiker*innen zu ihren Entscheidungen gekommen sind und wie sie diese begründen. Transparenz darüber, ob und welche Kontakte es mit Interessenvertreter*innen oder -verbänden gab, gehört hier dazu.
Wer sich verpflichtet, für mindestens 10 Jahre auf dem Land zu praktizieren, soll bevorzugt zum Medizinstudium zugelassen werden (Landarztquote).
Position von Petra Köpping: Lehne ab
Bevor in die Berufswahlfreiheit und Bestenauswahl eingegriffen wird, müssen alle anderen Mittel ausgeschöpft sein, um den Landärztemangel zu beheben. Nur dann hält eine solche Quote den verfassungsrechtlichen Hürden stand. In Kurzform unsere Ideen: „Poliklinik Plus“, Arztassistenz und Tandempraxen..
In Sachsen soll es mehr staatlich geförderte Programme gegen Rassismus und Antisemitismus geben.
Position von Petra Köpping: Stimme zu
Mit unserem Programm „Weltoffenes Sachsen“ haben wir sehr gute Fördermöglichkeiten auf- und ausgebaut. In das Programm haben wir auch explizit die Arbeit gegen Antisemitismus aufgenommen. Die jährliche Mindestfördersumme für das „Weltoffene Sachsen“ will ich ab 2021 weiter erhöhen.
Abgelehnte Asylbewerber*innen sollen konsequent in ihre Heimatländer zurückgeführt werden.
Position von Petra Köpping: Stimme zu
Wenn rechtskräftig festgestellt wurde, dass kein Asylrecht besteht, ist Rückführung die logische Folge. Dabei ist die Situation im Herkunftsland zu beachten. So sollte nicht in Kriegsgebiete wie Syrien abgeschoben werden! Wer hier lebt, sollte lernen und arbeiten dürfen, so gelingt Integration.
Die Listen der Parteien zu Landtagswahlen müssen sich zu gleichen Anteilen aus Männern und Frauen zusammensetzen.
Position von Petra Köpping: Stimme zu
Wir wollen auf ein sogenanntes Paritätsgesetz hinarbeiten, sodass Frauen und Männer gleich vertreten sind und mit den Wahllisten die Voraussetzung dafür geschaffen wird. Denn Frauen müssen sichtbar sein – in der Politik genauso wie in der Gesellschaft oder der Wirtschaft.
Auf öffentlichen Flächen sollen weiterhin Herbizide wie Glyphosat eingesetzt werden können, solange es keine effektiven Alternativen gibt.
Position von Petra Köpping: Lehne ab
Der Glyphosat-Einsatz auf öffentlichen Flächen ist nicht notwendig. Es gibt viele Städte, die hierzu bereits einen Verbots-Beschluss gefasst haben. Die SPD setzt sich dafür ein, den Einsatz von Glyphosat in der Landwirtschaft einzuschränken und mittelfristig die Anwendung von Glyphosat zu beenden.
Der Besitz und Konsum von Cannabis soll legalisiert werden.
Position von Petra Köpping: Stimme zu
Die Entkriminalisierung ist vernünftig, weil so der kriminelle Handel bekämpft werden kann. Staatliche Kontrolle und Besteuerung ist der bessere Weg. Die Mittel daraus und aus den eingesparten Kosten für die Strafverfolgung müssen in Prävention und Therapie gesteckt werden.
Der sächsische Verfassungsschutz wird aktuell seinen Aufgaben nicht gerecht.
Position von Petra Köpping: Lehne ab
Der sächsische Verfassungsschutz erfüllt seine Aufgaben, in den Bereichen Extremismus genauso wie Spionageabwehr. Aber er kann besser werden: so sollte die Beratungstätigkeit verstärkt werden, um bspw. die Kommunen im Umgang mit der Reichsbürgerbewegung besser zu unterstützen.
Beim Ausbau von WLAN-Netzwerken und beim Breitbandausbau sollen Unternehmen Vorrang vor Privatpersonen haben.
Position von Petra Köpping: Lehne ab
Für uns gehört die Netzinfrastruktur zum Bereich der Daseinsvorsorge. Wir werden dafür sorgen, dass der Breitbandausbau weiterhin hohe Priorität hat und so der Zugang zu schnellem Internet überall im Freistaat Sachsen gewährleistet ist.
Die Wiederansiedelung des Wolfs ist ein Erfolg für den Naturschutz in Sachsen, er sollte deshalb auch weiterhin nicht abgeschossen werden dürfen.
Position von Petra Köpping: Stimme zu
Der Wolf ist eine geschützte Tierart. Dem Schutz des Wolfes ist genauso Rechnung zu tragen wie den damit verbunden Aspekten der Sicherheit für Mensch und Weidetier. Die neue Wolfsmanagementverordnung bringt Rechtssicherheit bei Vergrämung und Abschuss sowie Unterstützung für Weitertiertierhalter.
Kitagebühren sollen vollständig abgeschafft werden.
Position von Petra Köpping: Stimme zu
Wir wollen Grundschule, Hort und Ganztagsangebote näher zusammenbringen und so eine wirkliche Ganztagsgrundschule leben. Um alle an diesem Angebot teilhaben lassen zu können, sollen die Hort-Gebühren als erstes wegfallen. Langfristig arbeiten wir daran, dass alle Kita-Gebühren abgeschafft werden.
Menschen mit besonders großem Vermögen sollen mehr Steuern zahlen (Vermögenssteuer).
Position von Petra Köpping: Stimme zu
Eine Vermögungssteuer hilft bei der Herstellung von Steuer- und Beitragsgerechtigkeit. Fallen die Kita-Gebühren weg, entlasten wir alle Familien. Diejenigen mit großen Einkommen oder Vermögen können über eine Steuer beteiligt werden. So erhalten wir unseren Sozialstaat.
Alle Fragen in der Übersicht

Sehr geehrte Frau Köpping, bei den folgenden beiden Fragen interessiert mich Ihre persönliche Meinung und nicht die der übergeordneten Instanzen Ihrer Partei. (...)

Von: Nezva Xöuyre

Antwort von Petra Köpping
SPD

(...) Ich bin der Meinung, dass besonders die Strukturbrüche nach der Wiedervereinigung, die mangelnde Anerkennung der Lebensleistung vieler Ostdeutscher sowie die gefühlte Distanz zwischen politischen Entscheidungsträgern und den Bürgerinnen und Bürgern nach verschiedenen Verwaltungsreformen auf der kommunalen Ebene, das Phänomen der AfD-Wahl "aus Protest" erklären können. Ich gebe mir größte Mühe "von Mensch zu Mensch" zuzuhören und die Sächsinnen und Sachsen selbst erklären zu lassen, was sie in ihrer gegenwärtigen Lage stört. Oftmals hörte ich so in der Vergangenheit die Erzählung von nicht anerkannten Rentenanwartschaften während der DDR-Zeit, Identitäts- und Berufsbrüchen, einer Zunahme des Individualismus sowie seit den 2000ern von soziale Abstiegsängsten - obwohl die finanzielle Situation persönlich noch nie besser war. (...)

Waren sie SED Mitglied? Studium Staat und Recht in der DDR? Welche Funktion haben sie beim Rat des Kreises ausgeübt?

Von: Ibyxre Fpuzvqg

Antwort von Petra Köpping
SPD

(...) Von 1986 bis zum Juni 1989 war ich Mitglied der SED. Diese Frage wird mir regelmäßig gestellt, warum ich Sie auch schon 25 Jahre lang beantworte. Ab Juli 1989 bis Juli 2002 war ich parteilos. (...)

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