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Paul Raphael Wengert
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Frage von Elfriede W. •

Frage an Paul Raphael Wengert von Elfriede W. bezüglich Bildung und Erziehung

Sehr geehrter Herr Wengert,

wie sehen Sie die Zukunft der Kooperationsklassen in Bayern?
Laut Kultusministerium sind immer noch 30 Schüler pro Klasse in den Grundschulen Standart. Für Kooperationsklassen, also Klassen in denen Schüler mit und ohne Förderbedarf unterrichtet werden, 25. Bei dieser Klassenstärke sind bis zu 6 förderbedürftige Kinder möglich.
Zum Einen wünscht das Kultusministerium die Ausweitung der Kooperationsklassen, auf der anderen Seite soll dies stattfinden, ohne daß weitere Klassen gebildet werden dürfen, bzw. weitere Lehrerstellen geschaffen werden. Soll hier an Kindern, Lehrern und Eltern gespart werden, die sowie schon genügend Probleme haben?

Mit freundlichen Grüßen

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Antwort von
SPD

Liebe Frau Wechs-Lück,

die Einrichtung von Kooperationsklassen ist begrüßens- und unterstützenswert.
Kinder mit besonderem Förderbedarf können auf diese Weise mit anderen Kindern lernen und alle Kinder können vor allem voneinander lernen.

Gerade in Kooperationsklassen spielt aber die Klassenstärke eine besondere Rolle.
Und da ist die vom bayerischen Kultusministerium festgesetzte Zahl von 25 Schülerinnen und Schülern einfach zu hoch! Hier wird einmal mehr an der völlig falschen Stelle gespart und den Kindern Chancen für ihr ganzes künftiges Leben vorenthalten.

Die SPD strebt maximale Klassenstärken von 25 in den Regelklassen an; in Kooperationsklassen dürfen es nicht mehr als 20 Schülerinnen und Schüler sein. Dafür brauchen wir endlich mehr Lehrer, von denen den bayerischen Schulen infolge der verfehlten Bildungspolitik der CSU-Staatsregierung rund 5000 fehlen! Allein im Volksschulbereich wurden in den vergangenen Jahren 1.600 Lehrerplanstellen gestrichen. Seit 2005 hat der Freistaat 203 Mio. ¤ den Schulen weggenommen und eingespart.
Gerade daran wird besonders deutlich, wie weit Anspruch und Wirklichkeit bei der CSU auseinander liegen, die nicht müde wird, ihre Bildungspolitik über den Schellenkönig zu loben und jetzt kurz vor der Wahl ein Versprechen nach dem anderen macht, um nach der Wahl - wie 2003 - wieder zur Tagesordnung überzugehen.

Noch bei den Beratungen zum Nachtragshaushalt im Frühjahr hat die CSU alle Anträge der SPD, mehr Lehrer einzustellen, abgelehnt! Daher macht sie sich jetzt völlig unglaubwürdig, wenn sie behauptet, bis 2013 jährlich 1000 Lehrerinnen und Lehrer einstellen zu wollen.

Die bisherigen Bildungsreformen der CSU waren nichts anderes als Einsparprogramme.
Daher brauchen wir in Bayern den Wechsel, damit sich in Zukunftschancen der bayerischen Schülerinnen und Schüler nicht weiter verschlechtern.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Paul Wengert