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Paul Bahlmann
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Frage von Maik A. •

Herr Bahlmann, die Verkehrssituation in Schöneweide nervt mich als Anwohner inzwischen gewaltig. Was wollen Sie konkret tun, damit sich hier etwas verbessert?

Ich wohne in Treptow-Köpenick und erlebe die Situation jeden Tag. Stau, volle Straßen und die ganzen Baustellen gehören inzwischen einfach zum Alltag. Besonders ärgerlich ist, dass man oft das Gefühl hat, dass die Probleme zwar bekannt sind, sich aber trotzdem nichts grundlegend verbessert.

Mir ist dabei wichtig, dass nicht ständig Auto gegen Fahrrad gegen ÖPNV ausgespielt wird. Ich möchte einfach, dass Verkehr hier nicht in der Stadt-Mitte vernünftig funktioniert und die Anwohner nicht ständig die Leidtragenden sind.

Deshalb meine Frage an Sie: Was würden Sie anders machen, wenn Sie die Möglichkeit dazu bekommen? Und was davon könnten Sie tatsächlich in absehbarer Zeit umsetzen?

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Antwort von SPD

Hallo Maik A.

 

das geht mir als Nachbar ganz genauso. Ich bin auch auf die S-Bahn in Schöneweide angewiesen und muss gerade für den Weg zur Kita und dann zur Arbeit mehr Zeit einplanen. Als Bezirkspolitiker versuchen wir immer wieder, mit der Deutschen Bahn wenigstens für gute Informationen zu sorgen: Leider ist das wie gegen Windmühlen kämpfen. 

 

Lösung: Lückenschluss der Straßenbahn

Deshalb benötigen wir mehrere gute Verkehrsanbindungen. Ich setze mich seit Jahren für die Lückenstraße der Straßenbahn zum Blockdammweg ein. Das sind nur knapp 1,8 Kilometer und es gäbe eine Verbindung von 15 Minuten zwischen Oberschöneweide und Ostkreuz. 

Das wäre nicht nur gut, wenn wieder an der S-Bahn gebaut wird. Sondern würde auch die Fans und Besucher bei den 1. FC Union Berlin-Spielen entlasten. Die Studierenden könnten morgens besser zur HTW pendeln und wir wären insgesamt besser an das Straßenbahnnetz hier in Treptow-Köpenick angebunden. 

 

Ich bin seit Jahren dafür aktiv: 

Ich entdecke nicht erst im Wahlkampf den Bezirk. Als Kommunalpolitiker und als Nachbar hier vor Ort setze ich mich seit Jahren konkret und nachprüfbar für das Thema ein: 

  • Ende 2019 habe ich einen Antrag in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) eingebracht. 
  • Ich habe für die Mehrheiten organisiert und er ist 2020 beschlossen worden.
  • 2021 hat der Senat mit einer Verkehrssenatorin der Grünen geantwortet, es gäbe keinen Bedarf. 

 

Kein Bedarf? Das ist realitätsfern! Und es ärgert mich, dass der Stadtrand beim ÖPNV-Ausbau vernachlässigt wird, während man gleichzeitig über eine Stadt mit weniger Autos spricht. 

Treptow-Köpenick ist als Bezirk um fast 70 000 Einwohnerinnen und Einwohner gewachsen. Die gemeinsame Infrastruktur des ÖPNV hier bei uns ist nicht gewachsen. Die Senatsverwaltung mit einer CDU‑Verkehrssenatorin hat im März 2026 einen Plan für Verkehr vorgelegt. Dieser sieht keine einzige neue Linie für uns bis 2031 vor. Aber fantasiert dafür von Magnetschwebebahnen. 

Ich lebe und engagiere mich seit über 20 Jahren in Schöneweide. Ich weiß, dass wir hier zu abhängig von einer S-Bahn-Linie sind. Und ich werde mich  weiter für den Lückenschluss der Straßenbahn einsetzen. 

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