Otto Steigert
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Frage an Otto Steigert von Shqiprim A. bezüglich Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen

1. Wie stehen Sie zum Dialog der Religionen? Teilen Sie die Auffassung etwa auch von Papst Benedikt XVI., dass der interreligiöse Dialog für unsere gemeinsame Zukunft eine vitale Notwendigkeit ist, um das friedliche Zusammenleben zu gestalten, die Religionsfreiheit zu sichern und jede Form von Hass und Intoleranz zu überwinden?

2. Warum findet Ihres Erachtens bisher so wenig Dialog zwischen Muslimen und der Politik statt? Werden Sie nach erfolgreichem Einzug in den Landtag Kontakt zu Muslimen aus Ihrem Wahlkreis aufnehmen? Wann haben Sie selbst das letzte Mal eine Moschee in Ihrem Wahlkreis besucht und mit den Menschen - Ihren Bürgern und Wählern - gesprochen? Wenn noch nie – warum nicht?

3. Sehr viele Muslime haben inzwischen das Gefühl, von der deutschen Politik unter Generalverdacht gestellt und teilweise offen diskriminiert zu werden. Können Sie diese Empfindung nachvollziehen - und wie stehen Sie dazu?

Frage von Shqiprim A. am
Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 2 Tage 7 Stunden

Sehr geehrter Herr Shqiprim Arifi,
sicherlich ist ein Dialog der Religion wichtig. Gerade die Religionen sind es, die uns Menschen bewegen.
Wir und ebenso meine Wenigkeit sind selbstverständlich für ein friedliches Zusammenleben der Menschen in Deutschland.Wir haben hier in Deutschland eine Trennung von Kirche und Staat. Diese Trennung beruht auf dem Erbe unserer christlichen Kultur.Daher ist es nicht vollkommen unverständlich,wenn wir unsere kirchlichen Einrichtungen bevorzugen und sie in Hinblick auf die Kirchensteuer fördern.Gerade unsere Geschichte ist es ,die den Kontakt mit den Muslime schwierig macht.Seit dem dreizehnten Jahrhundert stießen die Türken unaufhaltsam nach Westen vor und stellten damit eine Gefahr für unsere christliche Werte- Kultur da.
So wie die Muslime auf ihre Vergangenheit und ihre religiöse Unversehrtheit bedacht sind, so müssen Sie verstehen,wenn wir uns in Deutschland für eine Sicherstellung der christlichen Gemeinden aussprechen.Die Schari`lässt eine Trennung von Kirche und Staat nicht zu und daher ist selbstverständlich die Angst da,dass die von uns ausgehende Toleranz nicht im umgekehrten Sinne toleriert wird. Leider trifft diese Tatsache zu,daß die muslimische Menschen unter einem Generalverdacht gestellt werden.
Diese ,,deutsche" Politik liegt jedoch im politischen Kalkül der Vereinigten Staaten von Amerika.Als Helferstaat dieser politischen Macht sind wir verpflichtet Gesetze zu erlassen, die den Terrorismus bekämpfen.

Wenn wir einen erfolgreichen Einzug in den Landtag erreicht haben, dann ist es selbstverständlich, dass wir politische Kontakte zu Muslime aufnehmen.So wie Papst BenediktXVI den Dialog gefordert hat,so werden wir diesen auch aufnehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Otto Steigert