Wird die beitragsfreie Mitversicherung für Ehegatten in der Krankenversicherung tatsächlich abgeschafft?
Sehr geehrte Frau Warken, Spiegel Online schreibt in der heutigen Ausgabe sehr konkret, dass die Koalition plant, die beitragsfreie Mitversicherung von Ehegatten in der gesetzlichen Krankenversicherung abzuschaffen. Ausnahmen soll es hier zwar für erziehende oder pflegende Ehepartner geben, ein großer Teil der bestehenden kostenfreien Mitversicherungen würde jedoch abgeschafft und damit tief in die finanziellen Verhältnisse von Familien eingegriffen. Familien, die in der Vergangenheit ihre Arbeitsstellen aufgegeben, Kinder erzogen oder inzwischen verstorbene Angehörige gepflegt haben. Familien, die hier auf die Verlässlichkeit staatlicher Fürsorge gebaut haben, die nun zum Einsturz gebracht werden soll. Sollen Minijobbern, deren Arbeitgeber doch Krankenkassenpflichtbeiträge entrichten, tatsächlich der Krankenversicherungsschutz über die Familienversicherung entzogen werden? Oder wäre es zumindest nicht denkbar, Minijobs in die gesetzliche KV aufzunehmen? Als Zeichen des Respekts?

