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Nikolaus Kramer
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Frage von Niels B. •

Halten Sie die Abschaffung von Förderschulen in 2035 mit dem Schwerpunkt Lernen für richtig?

Ich finde es verantwortungslos der aktuellen Regierung, dass Schüler mit einem Fördebedarf zusammen mit Schülern ohne Förderbedarf beschult werden sollen. Hierbei sehe ich die Enteicklung der Schüler mit Bedarf gefährdet. Sowie sind Lehrer überfordert. Lernprojekte sehe ich als zielführende Maßnahme, die zusammen durchgeführt werden können.

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Antwort von AfD

Sehr geehrter Herr B.,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Ihre Sorgen kann ich gut nachvollziehen.

Die AfD Mecklenburg-Vorpommern hält die Abschaffung der Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen für den falschen Weg. Für uns muss das Wohl des einzelnen Kindes im Mittelpunkt stehen – und nicht eine politisch vorgegebene Vorstellung von Inklusion. Und genau so steht es in unserem Regierungsprogramm, verbunden mit der Forderung, diese Förderschulen dauerhaft zu erhalten und weiterzuentwickeln. 

Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf benötigen häufig kleinere Klassen, speziell ausgebildete Lehrer, besondere Unterrichtskonzepte und vor allem mehr individuelle Betreuung. Genau dafür sind Förderschulen da.

Gleichzeitig sehen wir die zunehmende Belastung der Lehrer an den Regelschulen. Schon heute kämpfen viele Schulen mit Lehrermangel, Unterrichtsausfall und sehr unterschiedlichen Leistungsständen innerhalb einer Klasse. Unter diesen Bedingungen immer weitere Aufgaben auf die Regelschulen zu verlagern, hilft am Ende niemandem – weder den Schülern mit Förderbedarf noch den anderen Schülern.

Deshalb setzen wir uns als AfD dafür ein, Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen dauerhaft zu erhalten und weiterzuentwickeln. Das Jahr 2035 darf nicht lediglich ein neues Datum für ihre spätere Abschaffung sein.

Das bedeutet aber nicht, dass Kinder mit und ohne Förderbedarf voneinander getrennt bleiben müssen. Ihren Vorschlag gemeinsamer Lernprojekte halte ich beispielsweise für sinnvoll. Auch gemeinsame Veranstaltungen, Sport, Arbeitsgemeinschaften oder andere Projekte können Begegnungen schaffen, ohne die unterschiedlichen pädagogischen Bedürfnisse der Kinder zu ignorieren.

Entscheidend ist für uns außerdem die Wahlfreiheit der Eltern. Wenn eine inklusive Beschulung für ein Kind geeignet ist und die Eltern dies wünschen, soll sie möglich sein. Genauso muss aber eine spezialisierte Förderschule zur Verfügung stehen, wenn diese für die Entwicklung des Kindes der bessere Weg ist.

Unser Grundsatz lautet daher:

Nicht das Kind muss sich einem politischen Konzept von Inklusion anpassen – das Bildungsangebot muss sich an den Bedürfnissen des Kindes orientieren.

Deshalb: Förderschulen erhalten, individuelle Förderung stärken und den Eltern echte Wahlfreiheit geben.

Mit freundlichen Grüßen

Nikolaus Kramer


 

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