Frage an Nicolette Kressl von Arvy-U. Zrgmare bezüglich Wirtschaft

24. August 2005 - 08:47

Hallo Frau Kressl!

Das Thema Arbeit sollte der "Arbeitnehmerpartei" ja eigentlich am Herzen liegen. Allerdings finde ich, daß die Regierung "zu wenig" für die Arbeitnehrmer macht. Im gegenteil, die Arbeitgeber haben in den vergangenen Jahren von der Regierung mehr "Geschenke" bekommen als denen überhaupt zusteht.

Ich bin Handwerker mit Leib und Seele. Da ich zum 01.07.05 arbeitslos wurde, habe ich nach knapp 2 Monaten Arbeitslosigkeit wieder eine Stelle in meiner Berufssparte gefunden. Allerdings zu einem viel geringeren Preis wei vorher. Die Arbeitgeber wollen kein Geld mehr für "qualifieziertes Fachpersonal" ausgeben und drücken daher die Lohnkosten wo es geht. Dabei geht es den Arbeitgebern in Deutschland gar nicht schlecht. Sie können sich die Arbeitnehmer mittlerweile aussuchen, und die Preise auf dem Arbeitsmarkt selbst bestimmen. Die Arbeitnehmer ziehen auf jedenfall den Kürzeren.

Alles wird teurer, und seit Einführung des "Euro" sind die Preise für alles, außer für die Grundbedürfnisse, imens gestiegen. Nur die Entlohnung steigt nicht.

Die Firmen in der Baubranche holen sich "Billiglöhner" aus den Oststaaten und Entlassen ihr Fachpersonal. Die "Qualität" der Bauten zählt heute nicht mehr, sondern "Wer heute kostengünstig und schnell baut" bekommt den Zuschlag. Was aber hinterher an Kosten aufkommt, wird selten bekannt. Und die Garantie auf dem Bau verfällt nach 10 Jahren. Danach ist dann der Eigner auf sich gestellt.

In Deutschland gibt es eine Arbeitslosigkeit, die zuletzt in der "Weimarer Republik" vorhanden war. Heute wie Damals sind die Preise für das Leben astronomisch hoch und doch wird nichts dagegen getan, daß der "Wähler" wieder den Urnengang antritt. Nein, im Gegenteil. In der heutigen Zeit schaut jeder in seien Geldbeutel und muß feststellen, daß dort nichts mehr zu finden ist. Jeder ist sich selbst der nächste und so ist es auch in der Arbeitspolitik.

In den Zeitungen und im TV habe ich gelesen und auch gesehen, daß die Asylanträge und auch die Zuwanderung aus den Drittstaaten immer weniger wird. Komischerweise haben die Menschen wahrscheinlich kein interesse mehr, den "Sozialstaat Deutschland" aufzusuchen. Denn mit den Mitteln, die vor 10 Jahren noch zu haben waren, kann man heute nicht mehr rechnen. Das haben die schnell erkannt und bleiben weg. Doch durch diese Menschen sind wir erst dahin gekommen, wo wir heute stehen. Die Rentenkasse kann ab September ihre Rentner nicht mehr bezahlen, und obwohl die Krankenkassen ein Plus in den Kassen haben, werden die Beiträge erhöht statt gesenkt. Oder sie werden umgewandelt.

"Warum kümmert sich die Regierung nicht darum, daß der Wähler wieder einen Grund hat, um zur Urne zu gehen?"

Vielleicht gibt es Gründe, die ich hier nicht näher beschreiben sollte.
Aber dennoch ist es so, daß immer mehr "dagegen" statt "dafür" getan wird.

Ich habe in einem Forum folgendes gelesen:
"Trotz der massiven Steuererleichterungen für Unternehmen und den erreichten Gewinnen ( 11% im letzten Jahr ) in den vergangenen Jahren blieben die versprochenen Investitionen aus. Im Gegenteil sie gingen sogar um 13 Prozent zurück. Und der Stellenabbau hat sich in der gleichen Zeit sogar beschleunigt."(Quelle möchte ich HIER nicht nennen).

Der Stellenabbau steigt und die Arbeitslosigkeit auch.

Wie stehen Sie dazu, wenn Ihre Partei bei den Wahlen wieder gewinnt?

Frage von Arvy-U. Zrgmare
Antwort von Nicolette Kressl
25. August 2005 - 15:50
Zeit bis zur Antwort: 1 Tag 7 Stunden

Sehr geehrter Herr Neil-H. Metzner,

Sie haben von mir bislang drei umfassende und fundierte Antworten auf ihre Fragen hier bei kandidatenwatch.de erhalten. Ich verstehe mich als Abgeordnete aller Bürgerinnen und Bürger und bin im Wahlkampf jeden Tag von morgens bis abends unterwegs, meine zahlreichen Aktivitäten können Sie auf meiner preisgekrönten Website www.kressl.de verfolgen. Daneben bearbeite ich unter Mithilfe meines Büros die vielen ernsthaften Anfragen, die mich per Mail, Brief, Telefon oder durch Bürgergespräche erreichen. Ich bitte Sie um Verständnis, dass ich Ihre vierte Frage in Folge angesichts der Zeitknappheit im Wahlkampf und des Anspruchs aller Menschen in der Region Rastatt/Baden-Baden auf meine angemessene Beschäftigung mit ihnen nicht beantworten werde. Auch deshalb, weil Ihre Anfrage wenig substantiiert ist ganz überwiegend aus aneinandergereihten Phrasen besteht.

Ich finde es schön, dass Sie das Internet so begeistert nutzen. Neben Forumeinträgen gibt es jedoch dort auch die Möglichkeit, sich durch gezieltes Suchen die Antworten auf viele Fragen selbst zu erschließen. Versuchen Sie es doch einmal unter www.spd.de und www.bundesregierung.de.

Sie werden sehen: Meine Partei und Bundeskanzler Gerhard Schröder sind die Garanten dafür, dass es bei den notwendigen Reformen gerecht zu geht.

Mit freundlichen Grüßen

Nicolette Kressl, MdB