Matthias Hördt
DIE LINKE

Frage an Matthias Hördt von Ryyn Thyqra

07. März 2016 - 21:48

Hallo Matthias, wie stehst du zur Ganztagesschule ihre Betreuung, mehr Lehrerinnen, kleinere Klassen, Inklusion und zur Lernmittelfreiheit?

Frage von Ryyn Thyqra
Antwort von Matthias Hördt
08. März 2016 - 15:21
Zeit bis zur Antwort: 17 Stunden 32 Minuten

Liebe Ella,

grundsätzlich muss mehr in die Bildung investiert werden.

Bildung darf nicht am Geldbeutel scheitern. An Standards wie wir sie aus Privatschulen kennen, müssen sich öffentliche Schulen orientieren. Lehr- und Lernmittel müssen kostenfei zur Verfügung gestellt werden. Ebenso ein gutes, gesundes Mittagessen.

Grundsätzlich halte ich eine Ganztagsschule - bis 16 Uhr - für sinnvoll. Der Pflichtunterricht sollte bis 13 Uhr erledigt sein. Am Nachmittag sollen Arbeitsgemeinschaften, zusätzlicher Sport, Förderunterricht und Hausaufgaben gemacht werden. Denn Kinder die lieber nachmittags zuhause sind, sollen das machen können. Besonders wenn es Eltern gibt, die sich auch selbst um die Erziehung ihrer Kinder kümmern wollen.

Schule soll Spaß machen. Ohne Versagensängste, ohne unnötigen Druck, ohne Mobbing.

Kleinere Klassen, mehr orientiert auf den Erfolg des Kindes. Es müssten immer zwei Pädagogen in der Klasse sein, damit nicht hinter dem Rücken der Lehrkraft andere geärgert werden und, damit die Lehrkräfte auch mitkriegen, ob alle im Unterricht mitkommen.

Es müsste wieder G9 - besser G10 - eingeführt werden. Jugendliche sollen die Schule erst verlassen, wenn sie wirklich reif für eine Ausbildung bzw. ein Studium sind. Damit sie nicht Warteschleifen in Berufsvorbereitungsjahren oder ähnlichem zwischengeparkt werden.

Inklussion sollte mit den Kindern gemacht werden, die dazu in der Lage sind. Aber nur, wenn es dem behinderten Kind gut tut. Mehr Personal ist dafür notwendig.

Nicht alle Kinder können an einer Regelschule inkludiert werden. Kinder mit besonders schweren Behinderungen müssen in entsprechende Sonderschulen.

Viele Grüße
Matthias