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Matthias Gastel
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Frage von Eva-Maria C. •

Bitte nennen Sie konkrete Zahlen & Quellen zu den angeblichen Einsparungen des Digitalvertriebs. Warum erhalten manche Gruppen Sondertarife während andere Reisende aus Kostengründen exkludiert werden?

Sie begründen die Digitalisierung mit geringeren Kosten. Bitte nennen Sie dazu Zahlen und Quellen:

Wie hoch sind die jährlichen Einsparungen durch den Digitalvertrieb?

Wie hoch wären die Mehrkosten eines Papier-Deutschlandtickets?

Wie hoch sind die Investitions-und Betriebskosten der Digitalisierung?

Wie hoch sind die Verluste durch Personen, die das Deutschlandticket deshalb nicht erwerben?

Auf welche Studie stützt sich Sie die Aussage, der Papiervertrieb sei der teuerste Vertriebsweg?

Welchen Reisenden wird das D-Ticket aus Kostengründen noch vorenthalten?

Weshalb erhalten bestimmte Gruppen (Studierende, Beschäftigte) vergünstigte D-Tickets während für Menschen mit Zugangshürden kein alternativer Vertriebsweg geschaffen wird?

Sollte bei begrenzten Mitteln nicht zunächst ein gleichberechtigter Zugang für alle sichergestellt werden bevor einzelne Gruppen zusätzliche Privilegien erhalten?

Bitte nennen Sie konkrete Eurobeträge, Rechnungen & Veröffentlichungen statt pauschale Theorien.

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Antwort von BÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN

Sehr geehrte Frau P.,

für dieses Thema bin weder ich in meiner Fraktion zuständig noch handelt es sich um Entscheidungen des Bundes. Welche Vertriebsformen angeboten werden, entscheiden die Tarifverbünde. 

In den vergangenen Jahren ist der Verkauf von Tickets über Fahrkartenautomaten kontinuierlich zurück gegangen. Gleichzeitig sind diese Automaten sehr wartungsanfällig, benötigen Softwareupdates und sind immer wieder von Vandalismus betroffen. All das kostet Geld, während das Deutschlandticket ein sehr beliebtes und, trotz überzogenen Preiserhöhungen, attraktives Angebot darstellt. Bei digitalen Vertriebswegen fallen kaum hardwarebedingte Kosten an.

Aufgrund der Vielzahl an Verkehrsverbünden, die den Vertrieb von Tickets auf unterschiedlichste Weise durchführen und hierbei unterschiedliche Wege gehen, lassen sich konkrete Summen von Kosten nicht beziffern. Mir liegen jedenfalls keine aufsummierten Kosten vor.

Ich sehe keine Problematik durch entgangene Einnahmen aufgrund digitaler Vertriebswege. Es wurden Abos gekündigt wegen der Tariferhöhungen. An den Vertriebswegen wurden ja kaum Änderungen vorgenommen, weshalb diese nicht ursächlich für Kündigungen in größerer Anzahl gewesen sein können.

Deshalb setzen wir uns für eine faire Preisgestaltung ein. Als Grüne schlagen wir ein Deutschlandticket für 49 € im Jahresabo vor. Neben Vergünstigungen für Studierende oder Beschäftigte setzen wir uns auch dafür ein, dass künftig noch mehr Menschen in Form eines Sozialtickets vom Deutschlandticket profitieren können.

Vergünstigte D-Tickets resultieren aus tariflichen Bestimmungen, Tarifverträgen, Unterstützung durch die Arbeitgeber/Jobtickets oder politischen Beschlüssen und Zielsetzungen in den jeweiligen Verkehrsverbünden und Regionen. Damit wird ein wichtiger Beitrag für eine zunehmende Nutzung des öffentlichen Verkehrs erreicht und die Attraktivität des Deutschlandtickets gesteigert. Wir Grüne setzen uns zudem für ein Sozialticket ein.

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