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Marion Schneid
CDU

Frage an Marion Schneid von Yhvtv Nepnatvbyv bezüglich Gesundheit

22. Februar 2021 - 14:20

Sehr geehrte Frau Schneid,

in der "Maudach aktuell" gehen Sie kurz darauf ein, dass Sie mehr Medizinstudienplätze in Rehinland-Pfalz schaffen möchten. Das finde ich gut. ich frage mich jedoch, wie Sie die Studenten dazu bewegen wollen nach ihrem Studium zum einen ihren Beruf in Rheinland-Pfalz auszuüben und zum anderen vor allem auch eine Praxis in den ländlichen Regionen zu eröffnen. Möchte die CDU hier Anreize schaffen? Wenn ja, welche?

Ich bedanke mich bereits vorab für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Yhvtv Nepnatvbyv

Frage von Yhvtv Nepnatvbyv
Antwort von Marion Schneid
22. Februar 2021 - 21:15
Zeit bis zur Antwort: 6 Stunden 54 Minuten

Sehr geehrter Herr Arcangioli,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage. Ja, wir möchten 200 weitere
Medizinstudienplätze einrichten. Wir wollen die Unimedizin auf bessere
finanzielle Füße stellen und bessere Bedingungen für die Medizinstudierenden
schaffen.

Meine Anfrage an die Landesregierung bezüglich Ludwigshafen hat ergeben,
dass wir allein in Ludwigshafen lt. kassenärztlicher Vereinigung im Jahr
2025 einen Nachbesetzungsbedarf bei Hausärzten von 64,1% und bei Fachärzten
von 56,4% haben werden. Das zeigt, wie wichtig weitere Studienplätze sind,
denn der Nachbesetzungsbedarf im ländlichen Bereich ist noch höher. Im
Wintersemester 2020/2021 konnten immerhin 13 weitere Studienplätze im Rahmen
der Landarztquote und 3 weitere Studienplätze für den öffentlichen
Gesundheitsdienst im Rahmen der Landarztquote geschaffen werden.

Um Ärzte in RLP besonders für den ländlichen Bereich zu gewinnen, haben wir
die Landarztquote gefordert, die dann auch im Parlament festgelegt werden
konnte. BewerberInnen bekommen bevorzugt einen Studienplatz, wenn sie sich
verpflichten, im ländlichen Bereich für 10 Jahre tätig zu sein. Diese
Landarztquote wollen und müssen wir erweitern. Der Bedarf und die Nachfrage
sind da. Wir wollen zudem bei der Rückzahlung von Bafög-Schulden helfen. In
den Städten ist die Nachbesetzung momentan noch etwas einfacher. Hier bieten
auch Ärztehäuser und Gemeinschaftspraxen guten Arbeitsbedingungen für jungen
Ärzte und Ärztinnen.

Beste Grüße

Marion Schneid

Mitglied des Landtags RLP