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Manuela Schwesig
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Frage von Heiko R. •

Wie setzen Sie sich dafür ein, dass die flexible Verhinderungspflege erhalten bleibt, um die häusliche Pflege durch Vertrauenspersonen zu sichern und teure Heimplätze zu vermeiden?

Sehr geehrte Frau Schwesig,

Die geplanten Änderungen bei der Verhinderungspflege (§ 39 SGB XI) im PNOG bedrohen die häusliche Pflege. Derzeit ermöglicht die flexible stundenweise Leistung, dass Pflegebedürftige von vertrauten Freunden und Bekannten betreut werden – Menschen, die mit Herz dabei sind. Das entlastet Angehörige und verhindert die frühzeitige Unterbringung in teuren Pflegeheimen oder der Kurzzeitpflege, was den Kassen Unsummen spart. Die Pflege zu Hause muss gestärkt statt abgedrängt werden. Dafür ist die Verhinderungspflege in jetziger Form unerlässlich. Ein Missbrauch liegt nicht vor, da das Jahresbudget begrenzt ist: Wer es unbedacht aufbraucht, schadet sich selbst, da für das restliche Jahr keine Mittel mehr bereitstehen. Die private Pflege zu Hause kostet die Pflegekasse nur einen Bruchteil im Vergleich zur stationären Unterbringung und gehört gefördert statt eingeschränkt. Bricht die private Pflege weg, steigen die Kosten für das System erst recht unkontrolliert an.

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