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Frage von Konrad H. •

Frage an Lothar Binding von Konrad H. bezüglich Gesundheit

Stimmt es, dass an den meisten Schulen das Rauchen abgestellt ist?

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Antwort von
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Sehr geehrter Herr Hagendorn,

vielen Dank für Ihre Frage zum Thema Rauchverbot in Schulen. In einigen Bundesländern ist das Rauchen in den Schulen und auf dem Schulgelände bereits seit mehreren Jahren verboten. Diese Bundesländer haben die Notwendigkeit gesetzlicher Regelungen in Schulen erkannt und entsprechende Erlasse auf den Weg gebracht. Mit Wirksamkeit der Nichtraucherschutzgesetze in den Bundesländern ist das Rauchen mittlerweile an allen Schulen in Deutschland verboten. Das Rauchverbot umfasst in der Regel nicht nur die Schulgebäude, sondern auch das dazugehörige Schulgelände. Gesetzliche Regelungen sind ganz besonders wichtig, weil die Schule ein Ort ist, an dem Kinder und Jugendliche für ihr Leben prägende Erfahrungen sammeln. Lehrer und Mitschüler gelten häufig als Vorbilder. Zudem sind die Gesundheitsgefahren des Rauchens und Passivrauchens groß. Ich denke daran zurück, wie viele Schüler noch vor wenigen Jahren ganz selbstverständlich ihre Lehrer im völlig zugequalmten Lehrerzimmer aufgesucht haben. Heute sind wir einen großen Schritt weiter: Vielen Menschen sind die Gefahren des Rauchens und Passivrauchens bewusst. Ich kenne viele rücksichtsvolle Raucher, die kurz den Raum verlassen, wenn sie das unstillbare Verlangen haben, eine rauchen zu müssen. Die Rauchverbote an Schulen gelten daher als eine der wichtigsten Maßnahmen, um den Einstieg ins Rauchen zu verhindern und somit den gesundheitlichen Risiken durch den Tabakkonsum für sich selbst und für sein Umfeld vorzubeugen. Rauchverbote haben alleine allerdings noch keine nachhaltigen Wirkungen auf das Rauchverhalten der Schüler. Aus diesem Grund sind Projekte, Unterrichtseinheiten und Arbeitsgruppen zum Thema an Schulen unerlässlich. Es gibt tolle Projekte und Aktivitäten wie beispielsweise das von SmokeOut - Schule zum Durchatmen e.V., das Netzwerk Rauchfreie Schulen e.V., das Projekt „ohne Kippen“ der Thorax-Klinik am Universitätsklinikum Heidelberg, um nur einige zu nennen. Es ist längst aufgedeckt: Unseren Kindern gilt die besondere Aufmerksamkeit der Tabakindustrie. Denn sie sind die Kunden der Zukunft, die für den Zigarettenkonsum und für den Unternehmensgewinn sorgen müssen. Mit zunehmendem Alter fangen bekanntlich immer weniger Menschen mit dem Rauchen an. Den jungen Menschen die Hinterlist der Tabaklobby aufzuzeigen und sie vor dem Rauchen zu schützen, indem sie stark gemacht werden zu durchschauen, wer da an ihr Taschengeld will, ist wichtig. Der schlechte Atem, die stinkenden Klamotten, die gelben Zähne, das immer klamme Portemonnaie und der starke Drang, wieder eine rauchen zu müssen, sind unangenehme Begleiterscheinungen, denen sich leider auch schon junge Menschen stellen müssen, wenn sie tabaksüchtig sind. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass es erst gar nicht soweit kommt. In der Hoffnung, Ihre Frage konstruktiv aufgegriffen zu haben, verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
Lothar Binding