Wie stehen Sie zur integrativen Medizin? Wollen Sie sie fördern?
Sehr geehrte Frau Heidbreder,
Im Grünen-Wahlprogramm steht nichts zur integrativen Medizin. Wie stehen Sie dazu?Die Grünen wollten Homöopathie abschaffen!? Ich war geschockt.
Mir ist das sehr wichtig. Ich kenne persönlich viele Menschen, die alternative Heilmethoden und die integrative Medizin schon lange nutzen. Wir möchten nicht nur Schulmedizin.
Natürlich will ich optimal versorgt werden (neueste Methoden, Materialien beim Zahnarzt, Hörgerät nach neuester Technik, usw.), dafür bin ich dankbar.
Aber ich möchte die Wahl haben. Ich will auch Homöopathie, Naturheilkunde und anthroposophische Medizin nutzen können.
Was möchten Sie dafür tun, dass (sehr viele) Menschen wie ich, das nicht nur weiterhin nutzen können, sondern die integrative Medizin (die die meisten wollen, denke ich) auch in Forschung, Ausbildung und Beratung der Patienten einen noch größeren Platz und mehr (Forschungs)Gelder erhält?
Dankeschön.
Mit freundlichen Grüßen
Nora C.
Sehr geehrte Frau C.,
haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage. Alternative Heilmethoden können neben der Schulmedizin einen sinnvollen Beitrag für die Gesundheit von Patient:innen leisten, dazu zählen natürlich auch pflanzliche Arzneimittel, deren Wirksamkeit vielfach bestätigt wurde. Darum sind wir auch weiterhin dafür, dass die Solidargemeinschaft über die gesetzlichen Krankenkassen für solche Behandlungen aufkommt.
Wir respektieren die Autonomie der Patient:innnen und wollen Homöopathie und anthroposophische Präparate nicht abschaffen. Wer diese Methoden nutzen möchte, soll dies auch weiterhin tun können. Allerdings sehen wir hier nicht die Solidargemeinschaft in der Pflicht, für diese Angebote aufzukommen. Der Fokus bei Forschung und Finanzierung soll auf Therapien liegen, deren Wirksamkeit wissenschaftlich deutlich belegt ist.
In Rheinland-Pfalz setzen wir uns besonders für die Förderung von Ärzt:innen auf dem Land und in unterversorgten Gebieten ein.
Mit freundlichen Grüßen
Lea Heidbreder

