Klaus-Peter Hesse
CDU

Frage an Klaus-Peter Hesse von Qbebgurn Fpuzvqg-Ynxr bezüglich Verkehr und Infrastruktur

11. Januar 2011 - 06:58

Sehr geehrter Hr. Hesse,

wie kann es sein, dass Hamburg "Umwelthauptstadt" sein will, aber noch immer keine Umweltzone für Autos eingerichtet hat? 2010 wurde der Feinstaubgrenzwert an der Habichtstraße an 26 Tagen überschritten. (Qu: Umweltbundesamt, PM-10-Feinstaub). Andere Städte (London, Stockholm, Mailand, Düsseldorf, Osnabrück, Wuppertal) haben solcheine Umweltzone.

Wie gewichten Sie Ihre Prioritäten zwischen Gesundheit der Bürger und Individualverkehr? Und wie sehen Sie die Zukunft innerstädtlischen Verkehrs unter Berücksichtigung der vielfältigen Interessen?

Grüsse,

Dorothea Schmidt-Lake

Frage von Qbebgurn Fpuzvqg-Ynxr
Antwort von Klaus-Peter Hesse
11. Januar 2011 - 10:00
Zeit bis zur Antwort: 3 Stunden 2 Minuten

Sehr geehrte Frau Schmidt-Lake,

vielen Dank für ihre Anfrage zur Umweltzone. Die GAL geführte BSU hat sich in den letzten Jahren sehr intensiv um dieses Thema gekümmert und eine Einführung nicht betrieben. Dies lässt darauf schließen, dass auch die GAL eingesehen hat, dass Aufwand und Nutzen in keinem vernünftigem Verhältnis zueinander stehen und es bessere Maßnahmen als eine Umweltzone gibt. Auch ich halte eine Umweltzone eher für symbolische Politik, die lediglich zur Schikane einer immer geringer werdenden Autofahrergruppe dient und weniger dem Umweltschutz. Wir gewichten die Gesundheit der Anwohner sehr hoch und fördern daher den Ausbau von Bussen und Bahnen sowie den Radverkehr. Die steigenden Nutzerzahlen im HVV geben uns Recht.

Mit freundlichem Gruß

Klaus-Peter Hesse MdHB