Wie engagieren Sie sich im Kontext der derzeitigen Absenkung psychotherapeutischer Honorare?
Sehr geehrte Frau Strauss-Köster,
wie Sie sicher mitbekommen haben, wurde diese Woche eine Absenkung psychotherapeutischer Honorare beschlossen. Dies erschreckt nicht nur psychotherapeutisch arbeitende Personen und solche, die es bisher werden wollten, sonern auch Personen, die psychotherapeutischer Behandlung dringend bedürfen.
Wie engagieren Sie sich in diesem Kontext?
Beispiel-Quelle: https://www.ptk-nrw.de/fileadmin/user_upload/downloads/06_presse/pressemeldungen/2026/13_03_26_PM_Honorarkuerzung_end.pdf
Vielen Dank schon im Vorhinein für Ihre Aufmerksamkeit!
Sehr geehrter Herr L.,
vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Engagement zu einem Thema, das aktuell viele Menschen im Gesundheitswesen und darüber hinaus bewegt.
Die im Erweiterten Bewertungsausschuss beschlossene Absenkung der Vergütung psychotherapeutischer Leistungen hat auch bei mir Aufmerksamkeit und Nachfragen ausgelöst. Die Entscheidung, die maßgeblich unter Beteiligung des GKV-Spitzenverband zustande gekommen ist, wird in Fachkreisen und von Interessenvertretungen wie der Psychotherapeutenkammer Nordrhein-Westfalen kritisch diskutiert.
Ein zentrales Anliegen ist es für mich, dass sich die Versorgungssituation für Patientinnen und Patienten nicht verschlechtert. Psychotherapeutische Leistungen sind ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Gesundheitssystems, und es muss gewährleistet bleiben, dass Menschen unabhängig von ihrer Versicherungsform Zugang zu qualifizierter Behandlung haben.
Darüber hinaus sehe ich es als wichtige Aufgabe, die bestehenden Rahmenbedingungen regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen anzustoßen, wenn sich negative Effekte auf die Versorgung abzeichnen. Dies betrifft sowohl die Vergütungsstrukturen als auch grundsätzliche Fragen der Bedarfsplanung und der Ausgestaltung ambulanter Leistungen.
Ich nehme die geäußerten Sorgen sehr ernst und werde die weitere Entwicklung aufmerksam begleiten.
Vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Engagement.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Katja Strauss-Köster

