Wie soll eine Termingarantie bei Leistungskürzungen realistisch umsetzbar sein? Fokus: Psychotherapie
Sehr geehrter Herr Lauterbach,
Ich bin Psychotherapeutin mit halbem Kassensitz. Durch das von Ihnen unterstützte Beitragsstabilisierungsgesetz KANN und DARF ich jetzt nicht mehr bis zu 30 gesetzlich versicherte Patient*innen in der Woche behandeln, sondern maximal 18 und das in 43 Wochen im Jahr, wenn dieses so durchgeht wie geplant. Alles über die zukünftig budgetierten Leistungen wird mir nicht bezahlt. Wie soll ich Termine garantieren, wenn diese nicht mehr in mein Budget passen?! Alte Patient*innen nicht mehr sehen, nur um einem weiteren Menschen auf der dringenden Suche nach einem Therapieplatz nach Erstgespräch und Diagnostik sagen zu müssen, dass eine Aufnahme nicht möglich ist oder noch lange dauern wird? Umsonst arbeiten? Würden Sie das tun? Jetzt die Schuld den Behandelnden zuzuschieben, die für ihre Patient*innen da sein WOLLEN, finde ich äußerst problematisch und sehe ich als Umkehr der Verantwortung. Ich würde mich über eine Erklärung sehr freuen. Mit freundlichen Grüßen

