Wie stellt sich das BSW eine bessere und gerechte Bildungspolitik vor?
Liebe Frau E.,
im Anhang meine Antwort.
Viele Grüße!
Das BSW will eine Bildungspolitik, bei der der Bildungserfolg eines Kindes nicht vom Geldbeutel der Eltern oder vom Wohnort abhängt. Gerade in Sachsen-Anhalt sehen wir seit Jahren, wohin falsche Prioritäten führen: Unterricht fällt aus, Lehrkräfte fehlen und auf dem Land stehen kleine Schulen immer wieder vor dem Aus.
Wir wollen deshalb mehr in unsere Schulen und Lehrkräfte investieren. Dazu gehören zusätzliche Studienplätze für das Lehramt, bessere Arbeitsbedingungen und Anreize wie ein Landlehrerstipendium, damit junge Lehrer auch dort arbeiten, wo sie dringend gebraucht werden. Wohnortnahe Grundschulen wollen wir erhalten, statt Kinder immer weitere Wege zur nächsten Schule fahren zu lassen.
Gleichzeitig wollen wir das frühe Aussortieren der Kinder überwinden. Kinder sollen länger gemeinsam lernen. Dafür wollen wir das gegliederte Schulsystem schrittweise zu mehr Gesamt- und Gemeinschaftsschulen weiterentwickeln. Nicht die Herkunft eines Kindes darf über seinen Bildungsweg entscheiden, sondern seine Fähigkeiten und sein Fleiß.
Und für uns gehört zur Wahrheit auch: Gute Bildung muss wieder Wissen und Können vermitteln. Wer die Schule verlässt, soll ordentlich lesen, schreiben und rechnen können und gut auf Ausbildung, Studium und Beruf vorbereitet sein. Wir brauchen weniger Bildungsbürokratie und mehr Zeit für guten Unterricht.
Kurz gesagt: mehr Lehrer, weniger Unterrichtsausfall, längeres gemeinsames Lernen, Schulen auch auf dem Land erhalten und endlich wieder eine Bildung, auf die sich Kinder, Eltern und Betriebe verlassen können.

