Jaroslav Curlisca
BAYERNPARTEI

Frage an Jaroslav Curlisca von Zvpunryn Xvefpuonhz bezüglich Recht

08. September 2005 - 20:47

Sehr geehrter Herr Curlisca,
ich unterstütze das Programm der BP in weiten Teilen. Allerdings muss ich realistischerweise feststellen, dass Sie wohl kaum eine Chance haben in den Bundestag einzuziehen. Mir stellt sich die Frage, warum Sie denn überhaupt antreten. Ist eine Stimme für die BP nicht grundsätzlich verschenkt?
Trotzdem viel Erfolg,
Michaela Kirschbaum

Frage von Zvpunryn Xvefpuonhz
Antwort von Jaroslav Curlisca
15. September 2005 - 07:49
Zeit bis zur Antwort: 6 Tage 11 Stunden

Sehr geehrte Frau Kirschbaum,

hiermit antworte ich auf Ihre Frage - Verschenkte Stimme?

Die Stimmen für die Bayernpartei sind niemals verloren!

Sie taucht immer wieder auf: Die Angst, man könne seine Stimme verschenken, sie ginge gar verloren. Weiter die Angst, man habe auf dem verwirrend großen Wahlzettel etwas falsch gemacht. Oder, daß die eigene Stimme in der Masse der Wähler keinen Einfluß hat. Nein, das Problem liegt woanders, und darum trifft man es im Wahlkampf für die Bayernpartei immer wieder an: Wenn ich eine kleine Partei wähle, die ohnehin keine 5% erreicht, ist meine Stimme weg. Verschenkt, verloren, für den Papierkorb. Die Bayernpartei wird aller Voraussicht nach im 16. Deutschen Bundestag, der jetzt gewählt wird, nur vertreten sein, wenn die Wähler keine Angst haben, Ihre Stimmen den Direktkandidaten zu geben. Um in Deutschland 5% der Stimmen zu erreichen, bräuchte sie ansonsten ein Ergebnis von 30 bis 35% in Bayern. Jede einzelne Stimme für die Bayernpartei-Direktkandidaten ist wirklich mehr wert, weil wir bei drei gewonnenen Direktmandaten von der 5%-Hürde befreit sind.
Worum es dem Wähler gehen sollte, ist, die Macht seiner Stimme auszunutzen.. Diejenigen, die an sich von den etablierten Parteien enttäuscht sind, würden am liebsten gar nicht zur Wahl gehen. Aber, so haben viele Menschen an den Info-Ständen der BP gesagt, dann hätten sie nichts gegen ein mögliches unerwünschtes Wahlergebnis getan. Stattdessen sollten sich die Wähler auch trauen, für eine kleine Partei zu stimmen, die vielleicht nicht über die 5%-Hürde kommen wird. Dann haben sie alles getan, was in ihrer Macht stand - sie haben ihre beiden Stimmen für das abgegeben, was ihnen richtig erscheint. Und wem ein Ja zu einem unabhängigen Bayern richtig erscheint, der soll die Bayernpartei auch wählen.

Mit treubayerischem Gruß

Jaroslav Curlisca
Stellvertretender Vorsitzender der Münchner Bayernpartei