Ina Sinterhauf

| Kandidatin Bayern
Ina Sinterhauf
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Jahrgang
1976
Wohnort
Coburg
Berufliche Qualifikation
Dipl.-Ing. Architektur
Ausgeübte Tätigkeit
Angestellte im Öffentlichen Dienst
Stimmkreis

Stimmkreis 404: Coburg

Stimmkreisergebnis: 13,87 %

Wahlkreisliste
Oberfranken, Platz 5
Parlament
Bayern

Bayern

In jedem Eingangsbereich einer bayerischen Behörde soll ein Kreuz hängen.
Ina Sinterhauf
Position von Ina Sinterhauf: Lehne ab
Die Gesellschaft ist auch in religiöser Hinsicht vielfältig. Die einseitige Bevorzugung einer Religion (gegenüber allen anderen wie gegenüber dem Nicht-Glauben) finde ich falsch. Ohnehin ist die Basis des Staates nicht (christliche) Religion, sondern das Grundgesetz. Ein Symbol dafür wäre passender.
Nach 35 Beitragsjahren sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Grundrente erhalten.
Ina Sinterhauf
Position von Ina Sinterhauf: Neutral
Wer viele Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt hat, soll im Alter von seiner*ihrer Rente leben können. Die Grünen setzen sich daher für eine Garantierente ein. Mit dem Begriff der Grundrente sind dagegen teilsauch andere Konzepte gemeint, z.B. eine Form der Grundsicherung.
Es soll an jeder bayerischen Grundschule eine verpflichtende Ganztagsbetreuung bis zum späten Nachmittag geben.
Ina Sinterhauf
Position von Ina Sinterhauf: Lehne ab
Wir Grüne setzen uns für mehr Angebote der Ganztagsbetreuung ein - aus Gründen der Bildungsgerechtigkeit und zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Diese soll jedoch nicht verpflichtend sein.
Menschen mit sehr hohem Einkommen zahlen derzeit ausreichend Steuern.
Ina Sinterhauf
Position von Ina Sinterhauf: Neutral
Wir brauchen mehr Steuergerechtigkeit und sollten darüber diskutieren, was gerecht ist - aber nicht nur über Steuern auf hohe Einkommen reden. Steuerhinterziehung ist z.B. auch bei mittleren oder niedrigen Einkommen ein Thema, außerdem die Einbeziehung aller Einkommen (Finanzgewinne, etc.).
In Bayern sollen weniger unbebaute Flächen versiegelt werden.
Ina Sinterhauf
Position von Ina Sinterhauf: Stimme zu
In Bayern verschwinden täglich 13 Hektar unter Asphalt und Beton, d.h. hier geht ganz real Natur verloren. Wir Grüne setzen uns für eine Begrenzung auf maximal 5 Hektar täglich ein. Dies lässt Freiraum für neue Bauvorhaben, setzt aber auch Anreize, vorhandene Flächen nachhaltiger zu nutzen.
Asylsuchende sollen an der bayerisch-österreichischen Grenze zurückgewiesen werden, wenn sie bereits in einem anderen EU-Land registriert sind.
Ina Sinterhauf
Position von Ina Sinterhauf: Lehne ab
Wir brauchen eine europäische Abstimmung in der Asylpolitik und werden uns dafür einsetzen. Die aktuellen Abkommen verteilen die Aufgaben ungleichmäßig und erzeugen nationale Alleingänge und Egoismen. Zurückweisungen an Grenzen sind reine Symbolpolitik, aber keine Lösung für die Herausforderungen.
Bayern soll Unternehmen fördern, die ihren Unternehmensstandort von Metropolregionen in den ländlichen Raum verlagern.
Ina Sinterhauf
Position von Ina Sinterhauf: Lehne ab
Die These in der Form finde ich zu kurz gegriffen: Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsförderung in Bayern müssen als Teil der Landesentwicklung verstanden werden, und die braucht ein langfristiges Konzept (keine kurzzeitigen Strohfeuer) und eher Strukturpolitik als direkte Unternehmensförderung.
Aufgrund der Ernteausfälle durch die Dürre in diesem Sommer sollen Bauern finanziell entschädigt werden.
Ina Sinterhauf
Position von Ina Sinterhauf: Neutral
Es gibt einen Zusammenhang zwischen der Dürre in diesem Sommer, dem Klimawandel und der aktuellen Form der Agrarwirtschaft. Eine finanzielle Entschädigung für Dürreausfälle ohne gleichzeitig den Strukturwandel anzugehen, ist verantwortungslos.
Es soll ein verbindliches Lobbyregister geben, in dem u.a. Kontakte zwischen Interessenvertretern und Politikern veröffentlicht werden.
Ina Sinterhauf
Position von Ina Sinterhauf: Stimme zu
Die Polizei soll Telefone auch ohne richterlichen Beschluss abhören dürfen.
Ina Sinterhauf
Position von Ina Sinterhauf: Lehne ab
In einem Rechtsstaat ist die notwendige rechtliche Legitimation von so weitgehenden Eingriffen wie dem Abhören von Telefonaten ein wesentliches Prinzip. Nur bei konkreten Verdachtsmomenten ist dies gerechtfertigt, und diese können und sollen von der Polizei belegt werden.
Lehrerinnen und Lehrer an bayerischen Schulen sollen grundsätzlich unbefristete beschäftigt werden.
Ina Sinterhauf
Position von Ina Sinterhauf: Lehne ab
Lehrer*innen an bayerischen Schulen brauchen mehr Beschäftigungssicherheit und z.B. keine Freistellung über die Sommerferien. Gute Bildung kann so nicht funktionieren. Eine grundsätzlich unbefristete Beschäftigung ist aus meiner Sicht dafür aber nicht notwendig.
Die dritte Startbahn des Flughafens München soll gebaut werden, obwohl der Bürgerentscheid sich dagegen ausgesprochen hatte.
Ina Sinterhauf
Position von Ina Sinterhauf: Lehne ab
Die dritte Startbahn ist für die Wirtschaftlichkeit des Flughafens unnötig. Auch aus Gründen der Nachhaltigkeit (Klimawandel!) ist es nicht sinnvoll, Flugverkehr auszubauen. Und letztlich verlieren Menschen das Vertrauen in die Politik, wenn solche Entscheidungen einfach nicht ernst genommen werden.
Dieselfahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß sollen nicht mehr in den Innenstädten fahren dürfen.
Ina Sinterhauf
Position von Ina Sinterhauf: Stimme zu
Eine simple Diskussion über Dieselfahrzeuge in der Form ist eher Symbolpolitik. Wir brauchen generell andere Mobilitätskonzepte, nicht nur in viel befahrenen Innenstädten - dort aber gäbe es das größte Potenzial für mehr ÖPNV, Radverkehr, etc. Daher Fahrverbote als Einstieg in Weiterentwicklung: ja.
Es ist richtig, dass der Freistaat Familien beim Hausbau und Immobilienkauf finanziell unterstützt (Baukindergeld Plus).
Ina Sinterhauf
Position von Ina Sinterhauf: Lehne ab
Finanzielle Leistungen wie das Baukindergeld sind letztlich eine Subvention von Besserverdienenden (denn nur diese können sich Immobilieneigentum leisten), daher sozial nicht gerecht. Besser wären strukturelle Maßnahmen, die allen Familien zugute kommen und Schaffung günstiger Wohnungen.
Asylsuchende sollen eher Geld- statt Sachleistungen bekommen.
Ina Sinterhauf
Position von Ina Sinterhauf: Stimme zu
Das Prinzip "Kein Bargeld an Flüchtlinge" ist ein Instrument von Ausgrenzung und Abschreckung und daher mit Grünen Prinzipien nicht vereinbar. Geldleistungen ermöglichen Asylsuchenden, selbst zu entscheiden, was sie am dringendsten benötigen.
Es soll in Bayern mehr Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen geben.
Ina Sinterhauf
Position von Ina Sinterhauf: Lehne ab
Videoüberwachung gibt nur vermeintliche Sicherheit - an Brennpunkten mit höherer Kriminalitätserwartung sollten besser präventive Maßnahmen ergriffen werden, z.B. Streetworker oder regelmäßige Polizeistreifen.
Es sollen mehr Pflegekräfte aus dem Ausland angeworben werden.
Ina Sinterhauf
Position von Ina Sinterhauf: Neutral
Den Fachkräftebedarf in der Pflege müssen wir auf verschiedenen Wegen angehen, der Einsatz von Pflegekräften aus dem Ausland ist einer davon, aber auch die Weiterqualifizierung von Hilfs- zu Fachkräften.
Die Staatsregierung soll sich dafür einsetzen, dass wieder mehr Jugendliche einen Ausbildungsberuf ergreifen statt ein Studium zu beginnen.
Ina Sinterhauf
Position von Ina Sinterhauf: Lehne ab
Eine langfristige Strategie und eine gute berufliche Orientierung für Jugendliche (aller Schularten) sind wichtig, nicht das Werben für Studium oder Ausbildung je nach "Wetterlage" und Fachkräftebedarf, außerdem die gesellschaftliche Anerkennung aller Berufe, nicht nur der akademischen.
Es soll in Bayern mehr staatlich geförderte Programme gegen Rassismus und Antisemitismus geben.
Ina Sinterhauf
Position von Ina Sinterhauf: Stimme zu
Programme GEGEN Rassismus und Antisemitismus sind Programme FÜR Menschenrechte, Demokratie und Teilhabe und kommen damit Allen zugute. Ein Staat, der nicht dafür Sorge trägt, dass alle Menschen sicher und gleichberechtigt leben können, versäumt eine wichtige Aufgabe.
Die Mietpreisbremse soll verschärft werden.
Ina Sinterhauf
Position von Ina Sinterhauf: Stimme zu
Die aktuelle Mietpreisbremse hat es nicht geschafft, die Entwicklung der Mietpreise zu stoppen - sogar im Gegenteil. Wir Grüne fordern unter anderem, die Ausnahmen bei Neubau und Modernisierung zurückzunehmen, um die Mietpreisbremse endlich wirksam zu machen.

Die politischen Ziele von Ina Sinterhauf

Ich setze mich ein für eine ökologisch und sozial gerechte Politik. Das bedeutet, dass für mich nicht nur der kurzfristige Blick wichtig ist, sondern ein Blick über die Grenzen und die Wahrnehmung von Verantwortung für die Zukunft.

Prägende Erfahrungen meiner Kindheit waren der GAU in Tschernobyl und die Bedrohung unserer Lebensressourcen durch Sauren Regen, die Verschmutzung der Flüsse, etc. Die Welt ist verletzlich, und durch unsere Lebensgestaltung haben wir sie bereits entscheidend verändert. Wir tragen Verantwortung für den Erhalt einer lebenswerten Umwelt, weltweit und für die nachfolgenden Generationen. In Zeiten des globalen Klimawandels mit seinen heute schon sichtbaren Auswirkungen gilt das mehr denn je, und doch wird Klima- und Naturschutz immer wieder hinter andere Interessen zurückgestellt. Hier sind die Grünen auf allen Ebenen weiter gefordert, denn keine andere Partei wird Prioritäten zum Erhalt unserer Lebensgrundlagen setzen.

Durch meine beruflichen Erfahrungen ist in den letzten Jahren ein zweites Thema für mich wichtig geworden: Ich erlebe unser Bildungssystem als hochgradig selektiv und Chancen verhindernd, dabei sehe ich täglich, wie viele Potenziale in Menschen stecken, die aber nicht zur Entfaltung kommen dürfen. In meiner Vorstellung ist Bildung nicht die Vermittlung von Wissen, sondern die Befähigung zu aktiver Lebensgestaltung, zu Teilhabe und demokratischer Mitbestimmung, zu Mitgefühl und Werteorientierung. Unser Bildungssystem kann mehr, und es kann besser werden.

Als Landtagsabgeordnete möchte ich mich für diese und andere Grüne Themen und Inhalte einsetzen und Oberfranken im bayerischen Parlament vertreten.

Über Ina Sinterhauf

Biografie:

geb. 01.02.1976
1995 Abitur in Schweinfurt
1995-2002 Architekturstudium in Dresden

seit 2002 an der Hochschule Coburg (oberfrankenweite Nachwuchsförderung im MINT-Bereich „MUT – Mädchen und Technik“, Beratung für Studierende mit Schwierigkeiten, interkulturelle Seminare)

2014-2018 Weiterbildung als Systemische Beraterin und Systemische Therapeutin
seit 2017 freiberufliche Praxis zur Beratung und Begleitung von Menschen in schwierigen Situationen

Ehrenamtliche Tätigkeiten:

Vorschulprojekte zu Architektur und Naturwissenschaften in KiTa’s
Mitarbeit bei sozialen und familienbezogenen Angeboten

Politisches Engagement:

seit 2011 Mitglied
2012-2014 Kassierin im KV Coburg-Stadt
2014 Stadtratskandidatur für Coburg
2014-2015 Vorstandssprecherin für den KV Coburg-Stadt
2014-2016 Kassierin im Bezirksverband Oberfranken
seit 2016 Kassierin im KV Coburg-Stadt und Delegierte für die BDK

Alle Fragen in der Übersicht

(...) Betrifft Elekrtoautos: Wäre das tatsächlich eine umweltfreundlichere Alternative? (...)

Von: Orggvan Uüyß

Antwort von Ina Sinterhauf
DIE GRÜNEN

(...) Nicht nur für die Speisung von E-Autos, sondern auch generell als Maßnahme für den Klimaschutz setze ich mich für einen Ausbau der Erneuerbaren Energien auf 100 % ein. Im Jahr 2017 betrug der Anteil an der Stromerzeugung in Deutschland insgesamt laut Bundeswirtschaftsministerium 36 %. (...)

# Wirtschaft 9Okt2018

(...) zu fördern? Haben Sie konkrete Verbindungen zu Unternehmungen der Industrie? Inwiefern oder überhaupt wären Sie kompromissbereit im Hinblick auf Ihre gesetzten Ziele? (...)

Von: Orggvan Uüyß

Antwort von Ina Sinterhauf
DIE GRÜNEN

(...) Die Wirtschaft bzw. der unternehmerische Markt kann sehr gut zwei Dinge (welche der Staat nicht kann): Innovation und Effizienz. (...)

# Sicherheit 8Okt2018

(...) Vorkehrungen erfolgen? Und hinsichtlich Überwachung: ab wann stufen sie Personen als "Gefährder" ein? (...)

Von: Orggvan Uüyß

Antwort von Ina Sinterhauf
DIE GRÜNEN

(...) ich bin mir nicht sicher, ob ich Ihre Frage richtig verstehe, versuche aber, sie möglichst weitreichend zu beantworten: Zum Thema Sicherheit gehört (nicht notwendigerweise als Gegenpol, aber doch oftmals in einem Spannungsfeld) das Thema Freiheit. Wieviel Freiheit sind wir bereit aufzugeben, um wieviel Sicherheit zu gewinnen? (...)

(...) Liebe Ina, welche konkreten Ideen hast du zum Thema "Qualität" in bayrischen Kitas? Ich bin immer wieder verärgert, verwundert, erstaunt, warum das scheinbare Bildungsland Bayern in der frühkindlichen Bildung im Bereich Qualität so schlecht abschneidet.

Von: Fgrcul Orpx

Antwort von Ina Sinterhauf
DIE GRÜNEN

Sehr geehrte Frau Orpx, liebe Stephy,

in den vergangenen Jahren wurde in Bezug auf Kindertagesstätten viel...

# Familie 23Sep2018

(...) Welchen ich natürlich erst nach der Eingewöhnung in der Kita beginnen kann. Dann vom Arbeitsamt eine Sperre bekomme, weil ich selbst gekündigt habe???? Ich, der Vater, der Richter, die Beistandschaft - alle waren der Meinung, das zum Wohle der Kinder wir auseinander ziehen sollen. (...)

Von: Xrefgva Fgrvaryg

Antwort von Ina Sinterhauf
DIE GRÜNEN

(...) - Wohnungssituation in Ballungsräumen: Hier hat der Staat es versäumt, seiner Verantwortung nachzukommen und dafür zu sorgen, dass Wohnraum für alle Menschen bezahlbar bleibt. Wir Grüne möchten dies nachholen und in Bayern massiv in den Sozialen Wohnungsbau investieren. (...)

# Umwelt 5Sep2018

(...)

Von: Fira Xhfxn

Antwort von Ina Sinterhauf
DIE GRÜNEN

(...) klares politisches Ziel der Grünen ist die Energiewende und der Ausbau der Enerneuerbaren Energien auf 100 %. Eine rein dezentrale Energieversorgung wird nicht genügend Versorgungssicherheit schaffen, d.h. (...)

Straßenausbaubeitragssatzung ist auf Drängen der Bürger abgeschafft worden – rückwirkend zum 01.01.2018. (...)

Von: Zvpunry Enpx

Antwort von Ina Sinterhauf
DIE GRÜNEN

(...) Eine Rückzahlung ALLER bisher gezahlten STRABS-Beiträge (rückwirkend bis 1974) halte ich für unverhältnismäßig. Richtig ist aber, dass über die Festsetzung eines (früheren) Stichtags, bis zu dem STRABS-Bescheide noch zu Zahlungen führen, erneut verhandelt werden muss, und dann auch entsprechend Rückzahlungen vorgenommen werden müssen. (...)

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