Hubert Rothfeld
ÖDP

Frage an Hubert Rothfeld von Znevr-Gurerf Penzre bezüglich Wirtschaft

24. Februar 2011 - 21:40

Welcher Perspektiven haben Behinderte auf dem Arbeitsmarkt?

Frage von Znevr-Gurerf Penzre
Antwort von Hubert Rothfeld
28. Februar 2011 - 19:37
Zeit bis zur Antwort: 3 Tage 21 Stunden

Sehr geehrte Frau Cramer,

in Deutschland leben Millionen Menschen mit Behinderung (nur ca. 4% davon haben ihre Behinderung bereits seit der Geburt) mit denselben Rechten und Pflichten wie alle Bürgerinnen und Bürger. In unserer Leistungsgesellschaft zählen Menschen mit Behinderung und ihre Interessen aber nur wenig. So sind sie oft von gesellschaftlicher Ausgrenzung bedroht, weil ihre Fähigkeiten und Bedürfnisse nicht ernst genommen werden.

Neben guten Ansätzen, die es in der Förderung von behinderten Menschen bereits gibt, meinen wir, dass der Staat darauf hinwirken sollte, dass behinderte Menschen ihre Arbeitskraft optimal einsetzen können. Es müssen Möglichkeiten gefunden werden, die den individuellen Erfordernissen der unterschiedlichen Behinderungen besser gerecht werden.

In einzelnen Arbeitsagenturen gibt es bereits Pilotprojekte, in denen versucht wird, die besonderen Stärken von behinderten Menschen zu erforschen. Damit kann man auf sie zugeschnittene Arbeitsstellen finden. Bestenfalls sogar behinderten-gerechte neue Arbeitsplätze entwickeln, die den besonderen Stärken und Fähigkeiten benachteiligter Menschen entsprechen. Dieser erfreuliche Ansatz ist auszubauen und zu stärken.

Wir fordern daneben eine bessere Berücksichtigung der Wünsche und Interessen der Menschen mit Behinderung in der Frage ihrer Arbeits- bzw. Berufswahl. Deshalb sollte, eine finanzielle Unterstützungen an die Person des Menschen mit Behinderung und nicht an eine Institution gekoppelt sein.. Dies ermöglicht Hilfestellungen genau dort, wo sie diese Menschen es selbst wünschen.

Daneben glaube ich, dass die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt so ist, dass die Gesellschaft es sich zukünftig kaum leisten kann auf die Arbeitsmöglichkeiten von behinderten Menschen zu verzichten.

Mit freundlichen Grüßen
Hubert Rothfeld