Holger Reich

| Kandidat Hessen
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Jahrgang
1968
Wohnort
Bad Camberg
Berufliche Qualifikation
Bauingenieurwesen
Ausgeübte Tätigkeit
Verkehrsplaner ÖPNV
Wahlkreis

Wahlkreis 22: Limburg-Weilburg II

Wahlkreisergebnis: 11,83 %

Liste
Landesliste, Platz 56
Parlament
Hessen

Hessen

In Hessen soll es mehr Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen geben.
Position von Holger Reich: Lehne ab
Die Bürger*innen Hessens sollen nicht unter Generalverdacht gestellt werden. Sollte Videoüberwachung dennoch zum Einsatz kommen, dann ist wichtig, dass solche weitgehenden Eingriffe anlassbezogen, verhältnismäßig, eng begrenzt und nach klar definierten Regeln und Gesetzen erfolgen.
Kinder sollen grundsätzlich an einer gemeinsamen Schule unterrichtet werden.
Position von Holger Reich: Neutral
Das gemeinsame lernen von behinderten und nicht behinderten Kindern, also die sogenannte Inklusion, ist sinnvoll. Allerdings soll das nicht zwangsweise erfolgen. Eltern sollen wählen dürfen, ob ihr Kind eine Förderschule oder eine Schule mit inklusiven Unterrichtsangebot besuchen soll.
Strafverfolgungsbehörden sollen Onlinedurchsuchungen durchführen und das Nutzungsverhalten von Privatpersonen im Internet überwachen dürfen ("Staatstrojaner").
Position von Holger Reich: Lehne ab
Die nötigen Grundrechtseingriffe für die Überwachung von verschlüsselten Kommunikationen sowie die Schwächung der IT-Sicherheit wiegen in der Regel schwerer als der Nutzen, der daraus gezogen werden könnte.
Am Bau der Stromtrasse Suedlink soll auch gegen den Widerstand der Bevölkerung festgehalten werden.
Position von Holger Reich: Stimme zu
Wer die Energiewende will, der muss auch die dafür nötigen Stromtrassen bauen. Wir brauchen den Windstrom aus Norddeutschland, um unseren Energiebedarf zu decken. In der Nähe von Siedlungen sollte die Trasse als Erdkabel verlegt und Bürger*innen an der Planung beteiligt werden.
Es soll ein verbindliches Lobbyregister geben, in dem u.a. Kontakte zwischen Interessenvertretern und Politikern veröffentlicht werden.
Position von Holger Reich: Stimme zu
Damit soll Transparenz über die Unternehmen, Verbände und Organisationen hergestellt werden, die auf die Willensbildung Einfluss nehmen. Hier soll auch ein legislativer Fußabdruck verwirklicht werden, um zu dokumentieren, welche Organisationen an Gesetzesvorhaben beteiligt werden.
Asylsuchende sollen eher Sach- statt Geldleistungen bekommen.
Position von Holger Reich: Neutral
Asylsuchende bekommen bereits überwiegend Sachleistungen wie Unterkunft, Kleidung und Verpflegung. Zusätzlich bekommen sie im Normalfall ca. 150 Euro im Monat z.B. für Bus-Tickets, Prepaid-Karten für Handys. Die Barleistungen sind jedoch ein wichtiger Baustein für die Mobilität der Empfänger.
Alle hessischen Schulen sollen die Betreuung ihrer Schülerinnen und Schüler bis in den späten Nachmittag gewährleisten können.
Position von Holger Reich: Stimme zu
Eltern sollen für ihre Kinder die Betreuungsangebote und Betreuungszeiten finden, die ihren Bedürfnissen entsprechen. Dafür sind ein weiterer Ausbau der Plätze, längere und flexiblere Öffnungszeiten und eine Vernetzung der Angebote erforderlich.
Menschen mit geringem Einkommen sollen weniger für kulturelle Einrichtungen zahlen.
Position von Holger Reich: Stimme zu
Um die Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit geringerem Einkommen zu verbessern, soll ein Hessen-Pass eingeführt werden der vergünstigte Eintritte in Freizeit-, Kultur-, Bildungs- und Sporteinrichtungen sowie vergünstigte Fahrpreise nach dem Modell einiger Städte (z. B. Frankfurt-Pass) anbietet.
Die Infrastruktur für Radfahrerinnen und Radfahrer in hessischen Innenstädten soll verbessert werden.
Position von Holger Reich: Stimme zu
Der Ausbau des Radverkehrs ist ein wichtiger Baustein zu einer nachhaltigen Mobilität, die darauf setzt, dass weniger Wege mit dem Auto zurück gelegt werden.
Das derzeitige Nachtflugverbot von 23 Uhr bis 5 Uhr am Flughafen Frankfurt soll beibehalten werden.
Position von Holger Reich: Stimme zu
Das Nachtflugverbot gehört zu den Bedingungen, unter denen der Ausbau des Frankfurter Flughafens genehmigt wurde. Das Nachtflugverbot soll auf den Zeitraum zwischen 22 und 6 Uhr ausgedehnt werden um Bürger*innen besser vor krankmachenden Fluglärm zu schützen und 8 Stunden Nachtruhe zu ermöglichen
Die Landesregierung soll den Bau von Sozialwohnungen vorantreiben.
Position von Holger Reich: Stimme zu
Soziale Gerechtigkeit bedingt den Bau von Sozialwohnungen. Die Fördersumme für den sozialen Wohnungsbau soll von 1,7 auf 2 Milliarden Euro angehoben werden und die Bindungsfristen auf mindestens 30 Jahre verlängert werden.
Die Mietpreisbremse soll verschärft werden.
Position von Holger Reich: Stimme zu
Der Bund muss die Wirksamkeit der Mietpreisbremse erhöhen und die Zahl der bisher bestehenden Ausnahmen verringern und er muss die im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD vereinbarte Absenkung der Modernisierungsumlage von elf auf acht Prozent gesetzlich umsetzen.
Die Kita-Betreuung soll ab Geburt grundsätzlich kostenlos sein.
Position von Holger Reich: Stimme zu
Langfristig ist Beitragsfreiheit das Ziel, jedoch nicht zu Lasten der Qualität der Betreuung. Die drei Bausteine sind: Ausbau, Verbesserung der Qualität und Beitragsfreiheit.
In Hessen soll es mehr staatlich geförderte Programme gegen Rassismus und Antisemitismus geben.
Position von Holger Reich: Stimme zu
Rechtsextreme sollen mit Landesprogramm bekämpft werden, dabei sind jedoch Freiheitsrechte und Sicherheitsbedürfnis abzuwägen und der bestehende Rechtsrahmen auszuschöpfen.
Afghanistan ist ein sicheres Herkunftsland, in das Abschiebungen möglich sind.
Position von Holger Reich: Lehne ab
Das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern muss eine gewissenhafte Überprüfung der Sicherheitslage in Afghanistan und anderen Krisengebieten gewährleisten (Frage der Bundes- und nicht der Landespolitik).
Menschen mit sehr hohem Einkommen zahlen derzeit ausreichend Steuern.
Position von Holger Reich: Stimme zu
Die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auseinander. Nur mit höheren Steuerabgaben für Reiche ist soziale Gerechtigkeit möglich (Frage der Bundes- und nicht der Landespolitik).
Zeitlich befristete Arbeitsverträge sind erforderlich, damit Unternehmen flexibel sein können.
Position von Holger Reich: Neutral
Das gilt für Belastungsspitzen und Elternzeitvertretungen, grundsätzlich sollten jedoch unbefristete Arbeitsverträge angeboten werden.
Es sollen verstärkt Pflegekräfte aus dem Ausland angeworben werden.
Position von Holger Reich: Stimme zu
Ein Baustein zur Behebung des massiven Pflegekräftemangels. Gesetzlich geregelte Zuwanderung (Bundespolitik) kann hier Abhilfe schaffen.
Dieselfahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß sollen nicht mehr in den Innenstädten fahren dürfen.
Position von Holger Reich: Stimme zu
Schadstoffbelastungen (Hauptursache Diesel) sind in einigen Städten gesundheitsgefährdend. Deswegen muss etwas passieren. Fahrverbote sind aber nur das letzte Mittel, erhöhen aber den Druck Maßnahmen zu ergreifen (Ausbau von ÖPNV und Radwegen, Einbau von Filtern).

Die politischen Ziele von Holger Reich

Für den Fall meiner Wahl werde ich mich für folgende Verbesserungen in meinem Wahlkreis einsetzen:

VERKEHR
Abseits der Bahnstrecken ist das ÖPNV-Angebot schlecht. Ich will den Ausbau des Busangebotes voranbringen, dieses soll ergänzt werden durch alternative  Bedienungsformen wie Bürgerbusse und Anrufsammeltaxen, aber auch durch E-Carsharing und den Verleih von E-Bikes.
Viele Straßen und Bürgersteige im Kreisgebiet sind in einem schlechten Zustand. Ich möchte erreichen, dass für deren Sanierung mehr Finanzmittel eingesetzt werden.

NAHVERSORGUNG
Gerade in kleinen Orten und Ortsteilen fehlt es inzwischen an Geschäften und Arztpraxen. Ich will entsprechende Anreize und Fördermöglichkeiten zur Nahversorgung erreichen, hier kommen auch mobile Angebote wie rollende Arztpraxen und Verkaufswagen in Frage. Gleichermaßen will ich die barrierefreie Erreichbarkeit von Infrastruktureinrichtungen wie Bahnhöfen und Bürgerhäusern voranbringen. Ein leistungsfähiges Internet ist alternativlos, hier möchte ich neben dem eigentlichen Ausbau die Zusammenarbeit zwischen Politik, Telekommunikationsunternehmen und Wirtschaft verbessern.

 

WIRTSCHAFT

Den bestehenden Fachkräftemangel möchte ich durch Fortführung und Ergänzung der bereits bestehenden Förderangebote zur Fachkräftesicherung eindämmen.  Ferner will ich dem Fachkräftemangel durch gute Bildungsangebote und dem Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft entgegenwirken. Unter den zu uns eingewanderten oder geflüchteten Menschen sind viele gut qualifizierte. Diese sollen in Arbeit und Gesellschaft integriert werden z.B. durch beruflich orientierte Sprachkurse. Aber auch die Unternehmen selbst können aus meiner Sicht mit gutem Beispiel vorangehen und beispielsweise mit flexiblen Arbeitszeitmodellen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern und damit Fachkräfte halten und anwerben.

 

UMWELTSCHUTZ
Der Kreis zeichnet sich durch eine starke landwirtschaftliche Nutzung aus, Biolandwirte gibt es aber trotz bereits bestehender Fördermöglichkeiten zu wenig. Auch vor dem Hintergrund der Nitratbelastung des Grund- und Trinkwassers will ich mich für den Ausbau von ökologischer Landwirtschaft einsetzen. Auch die Windkraft sollte weiter ausgebaut und Vorbehalte dagegen abgebaut werden.Ein wichtiges Anliegen für mich ist, gerade die in unserem Landkreis besonders hochwertigen, landwirtschaftliche Böden zu schützen. Daher möchte ich langfristig bis 2030 erreichen, dass der Flächenverbrauch auf unter 2 ha pro Tag reduziert wird. Vorrangig ist daher für mich die Nachverdichtung, z.B. durch den Bau- oder Umbau von Wohn und Geschäftshäusern und die Ergänzung vorhandener Wohn- und  Gewerbegebiete. Durch den Einsatz von Rasenlochsteinen auf Parkflächen sowie durch Dach- und Fassadenbegrünungen und Fotovoltaikanlagen können die ökologischen Folgen des Flächenverbrauchs reduziert werden.

 

TOURISMUS UND FREiZEIT

Die Förderung und Ausbau eines nachhaltigen Tourismus sind mir wichtig. Hierzu will ich mich besonders für die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und Kreisen einsetzen. Gerade die schönen Landschaften im Taunus und entlang der Lahn bieten noch weiteres Potenzial für umweltfreundliche Sportarten wie Wandern, Nordic-Walking, Fahrrad- und Kanufahren.

Über Holger Reich

Mein Alter? - 50

Mein Geburtsort? - Hannover

Mein Beruf? - Verkehrsplaner (ÖPNV)  bei traffiQ (Lokale Nahverkehrsgesellschaft der Stadt Frankfurt)

Meine vorherigen beruflichen Stationen?

Verkehrsplaner (ÖPNV)  bei VGF (Verkehrsgesellschaft Frankfurt)

Verkehrsingenieur bei Fa. UVT Mainz

Bauingenieurstudium mit Vertiefungsrichtung Verkehrswesen an der Ruhr-Universität Bochum

 

Wer oder was anderes hätte ich gerne sein mögen?

Schiffskapitän

 

Mein Lieblingshobby?

Lego für Erwachsene

 

Meine größte Tugend?

Humor

 

Mein größter Fehler?

Das bleibt meine private Angelegenheit.

 

Welche natürliche Gabe möchte ich gerne haben?

Innere Gelassenheit

 

Mein Traum vom Glück?

Die Welt bereisen

 

Was wäre das größte Unglück für mich?

Mit dem selbigen nicht umgehen zu können.

 

Welchen Fehler an anderen Menschen entschuldige ich am leichtesten?

Fast jeden, wenn er seine Fehler zugibt.

 

Welche Charaktereigenschaft schätze ich  am meisten?

Ehrlichkeit

 

Was gefällt mir besonders gut an der Region Limburg-Weilburg?  / an meinen Wahlkreis?

Viel Natur, bodenständige Menschen

 

Was missfällt mir an der Region Limburg-Weilburg?  / an Ihrem Wahlkreis?

Zu wenig Biolandwirte, schlechter Nahverkehr außerhalb der Bahnstrecken.

 

Meine Lieblingsgestalt in der Geschichte?

Michail Gorbatschow

 

Mein Lieblingsschriftsteller

Walter Moers

 

An welchem großen Projekt arbeite ich derzeit beruflich?

Fortschreibung des Nahverkehrsplanes der Stadt Frankfurt am Main.

 

An welchem großen Projekt arbeite ich derzeit privat?

Kandidatur für den Landtag

 

Mein Motto?

Ich bin OK, du bist OK.

Alle Fragen in der Übersicht
# Soziales 9Okt2018

(...) Zu den in diesem Konzept aufgelisteten Mietpreisen sind auf dem Wohnungsmarkt aber gar keine Mietwohnungen zu finden. Das bewirkt, dass Hartz IV-Empfänger vom Jobcenter die Kosten der Unterkunft oft eben nur zu einem Teil erstattet bekommen, einen Restbetrag aber selbst schultern müssen. Finden Sie das richtig? (...)

Von: Hyevpu Fpuäsre

Antwort von Holger Reich
DIE GRÜNEN

(...) Landespolitik: Weiterhin ist es sinnvoll, wenn wieder mehr preiswerter Wohnungsraum zur Verfügung stehen würde. Da die Mietpreise weitgehend dem freien Markt überlassen sind und bei hoher Nachfrage entsprechend hohe Mieten möglich sind kann hier der staatlich geförderte Wohnungsbau Abhilfe schaffen. Wir GRÜNE haben in der Landesregierung in den letzten Jahren die Mittel für den sozialen Wohnungsbau erhöht und ein Programm aufgelegt das bis 2020 die Rekordsumme von 1,7 Milliarden Euro für Sozialwohnungen bereitstellt. (...)

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