Henning Höne
FDP
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Frage von Fnenu Ynasre an Henning Höne bezüglich Bildung

# Bildung 29. Apr. 2010 - 12:57

Was ist Ihre genaue Meinung zu der Bildungspolitik der FDP?

Von: Fnenu Ynasre

Antwort von Henning Höne (FDP) 29. Apr. 2010 - 19:40
Dauer bis zur Antwort: 6 Stunden 42 Minuten

Sehr geehrte Frau Lanfer,

vielen Dank für Ihre Frage. Bildungspolitik ist sicherlich eines der zentralen Themen dieser Landtagswahl. Die FDP steht für eine engere Kooperation zwischen Kindergärten und Grundschulen sowie für das gegliederte Schulsystem. Regional soll es dann - um Schulstandorte zu sichern - Zusammenschlüsse von Haupt- und Realschulen geben ("regionale Mittelschule"). Diese Zusammenschlüsse sollen aber auf Initiative und nur bei Zustimmung der betroffenen Schulen geschehen. Schließlich wissen die Akteure vor Ort besser wo der "Schuh drückt" als das Ministerium in Düsseldorf. Gleichzeitig sind wir der Meinung, dass die Durchlässigkeit - insbesondere nach oben - im Schulsystem noch verbessert werden muss. Daran wollen wir durch kleinere Klassen mit individueller Schülerförderung arbeiten.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass sich durch das Abschaffen von Schulformen (wie durch die jetzige Opposition geplant) nicht die Probleme der Schule oder der betroffenen Schüler abschaffen lassen. Viel mehr würden Probleme lediglich verlagert.

Im Bereich der Hochschulen steht die FDP für die Beibehaltung der Studienbeiträge, allerdings nur im jetzigen NRW-Modell. Das heißt, die Hochschulen können über den Bedarf und die Höhe selbst bestimmen. Persönlich glaube ich, dass die Verwendung der Studienbeiträge noch genauer definiert werden muss, um diese wirklich zu 100% der Verbesserung von Studienbedingungen zuführen zu können. Auch halte ich persönlich zinsfreie Studienkredite für den gerechtesten Weg der Studienfinanzierung.

Wichtig sind mir in diesem Zusammenhang zwei Fakten:
1. Die Studienbeiträge bringen pro Jahr ca. 230 Millionen Euro an zusätzlichen Finanzmitteln. Die Hochschulen haben aber insgesamt gut 600 Millionen Euro pro Jahr mehr zur Verfügung als noch 2005. Das heißt, dass die Landesregierung ihre Mittel für die Hochschulen ebenfalls erhöht hat.
2. Viele Menschen, die sich im Handwerk weiterbilden (z.B. Meisterschule) müssen auch Gebühren und Beiträge zahlen - dies von Studenten zu verlangen, ist also keine große, neue Ungerechtigkeit. Viel mehr ist es ein kleiner Teilbeitrag zu den Gesamtkosten.

Ich hoffe, dass ich Ihnen einen kurzen Überblick über unsere Positionen geben konnte. Bei weiteren Fragen stehe ich natürlich gerne zur Verfügung.

Freundliche Grüße,
Henning Höne