Guido Hinz

| Kandidat Nordrhein-Westfalen
Guido Hinz
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Jahrgang
1966
Wohnort
Aachen
Berufliche Qualifikation
Dipl. Informatiker, Staatsexamen Evangelische Theologie u. Physik
Ausgeübte Tätigkeit
Lehrer
Wahlkreis

Wahlkreis 3: Aachen III

Wahlkreisergebnis: 0,5 %

Parlament
Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen

Es soll mehr Kameras an öffentlichen Plätzen geben.
Position von Guido Hinz: Neutral
Bei triftigen Gründen (Kriminalitätsrate oder besondere Veranstaltung) können Kameras (zeitweise) eine ergänzende Maßnahme sein, aber nicht generell und ohne konkrete Begründung. Die Auswertung der Daten muss restriktiv und nach eindeutigen Regeln erfolgen. Die persönliche Präsenz der Polizei ist als vorbeugende Maßnahme vorzuziehen.
NRW soll wieder grundsätzlich zurück zum Abitur nach 13 Jahren.
Position von Guido Hinz: Stimme zu
Die Regierung hat weder Lehrpläne oder Methoden noch das Schulleben so umgestaltet, dass G8 tragbar wäre. Viele Abiturienten sind nicht reif für ein Studium. Lernzeit sollte nicht komprimiert sondern bereichert werden, durch praktische, musische und soziale Schwerpunkte. Mehr Zeit für individuelle Förderung ist nötig, in jeder Hinsicht.
Aufklärung über sexuelle Vielfalt im schulischen Rahmen soll fest im Lehrplan verankert sein.
Position von Guido Hinz: Stimme zu
Über die Möglichkeit verschiedener Veranlagungen und deren Akzeptanz sollten Jugendliche soviel wissen, dass der Diskriminierung entgegen gewirkt und eine gesunde Entwicklung der Persönlichkeit ohne Schuldkomplexe gefördert wird. Das gehört zur geeigneten Zeit in den Rahmen der sexuellen Aufklärung.
Für den Ausbau von Radwegen dürfen keine Parkplätze oder Autospuren weichen.
Position von Guido Hinz: Lehne ab
Die Belastung durch Abgase, Lärm und Platzbedarf privater Pkw ist eine Zumutung und schränkt die Lebensqualität vieler Menschen ein. Wir müssen diese Art der Mobilität mittelfristig ersetzen, indem wir gesunde und sparsame Arten der Fortbewegung intelligent kombinieren. Lebenswerte Städte und Orte an Durchgangsstraßen brauchen ein neues Verkehrskonzept.
Für die Folgekosten des Braunkohleabbaus sollen die Konzerne aufkommen.
Position von Guido Hinz: Stimme zu
Das Verursacherprinzip ist hier – wie in vielen anderen Bereichen – konsequent anzuwenden. Nicht nur die direkten Folgekosten für Umsiedlung, Renaturierung, Bergschäden usw. sind einzubeziehen, sondern auch indirekte. Die Regierung soll Schäden im Wasserhaushalt, durch Luftschadstoffe, Klimawandel u.a. so bewerten, dass Konzerne und Energieverbraucher einen Ausgleich dafür zahlen.
Das Land NRW soll ausreisepflichtige Personen nach Afghanistan abschieben.
Position von Guido Hinz: Lehne ab
Zur Zeit ist die Lage in Afghanistan so unübersichtlich, dass man wohl kaum von einem sicheren Land sprechen kann. Wenn wir die Menschenrechte (und die deutsche Vergangenheit) ernst nehmen, müssen wir im Zweifelsfall befristet Schutz gewähren. In Afghanistan hat unsere Politik leider versagt.
Die Hürden für Volksentscheide auf Landesebene sollen deutlich herabgesetzt werden.
Position von Guido Hinz: Lehne ab
Demokratie meint nicht, dass die größere Gruppe ihre Interessen durchsetzt. Ziel von Demokratie ist die Einigung auf das, was dem Wohl aller dient. Der Mehrheitsentscheid ist insofern die Notlösung der Demokratie. Dafür sind die Hürden 2011 gesenkt worden. Mehr Bürgerbeteiligung ist wünschenswert als offene Diskussion mit Abgeordneten und Regierenden.
Eltern, die ihre Kinder zuhause erziehen, sollen ein Betreuungsgeld erhalten.
Position von Guido Hinz: Neutral
Die bisher unbezahlte Arbeit für Erziehung, Pflege und soziale Dienste allgemein braucht eine finanzielle Absicherung. Kritisch am Betreuungsgeld wäre, wenn Eltern wegen des finanziellen Vorteils ihre Kinder nicht in Einrichtungen gäben. Mit einem allgemeinen Grundeinkommen ließe sich das m.E. besser lösen.
Kitaplätze sollen künftig kostenlos sein.
Position von Guido Hinz: Stimme zu
Die gute Entwicklung der Kinder liegt in unser aller Interesse. Deshalb sollte der Staat die Möglichkeit zur qualifizierten Betreuung für alle Kinder sicherstellen. Über Steuern tragen dazu alle entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit bei, was allerdings Kapitaleinkünfte stärker belasten sollte.
Das Schließen von Schwimmbädern oder Museen darf bei schwieriger Finanzlage kein Tabu sein.
Position von Guido Hinz: Lehne ab
Nicht die Finanzlage darf das Kriterium sein, sondern der Bedarf. Die Entfaltung unserer musischen Begabungen und die Freude an der Bewegung sind Grundlage von Lebensqualität - mehr als Konsum und bequeme Mobilität. Für so wichtige Güter sollte der Staat bei Bedarf die Einnahmen erhöhen, anstatt sie aufzugeben.
Finanzschwache Menschen sollen ein kostenloses ÖPNV-Ticket erhalten.
Position von Guido Hinz: Lehne ab
Für Bedürftige gibt es schon einige Vergünstigungen. Mobilität kostet Ressourcen, die wir uns als Menschheit gut einteilen müssen. Ein kostenloses Angebot trägt dem nicht Rechnung. Günstigere ÖPNV-Tickets für alle könnten der Dominanz privater Pkw entgegen wirken, die für Menschen ohne Pkw Nachteile und Ausgrenzung bringt.
Es ist in Ordnung, dass Bevölkerungsgruppen aufgrund ihres Aussehens von der Polizei kontrolliert werden.
Position von Guido Hinz: Lehne ab
Allein das Aussehen einer Person darf nicht der Grund sein, denn das führt zur Diskriminierung wegen Herkunft oder kultureller Zugehörigkeit. Entweder eine Kontrolle betrifft alle gleich oder das Verhalten einer Person gibt dafür den Anlass.
Politiker sollen keine Posten in den Gremien der öffentlich-rechtlichen Sender besetzen dürfen.
Position von Guido Hinz: Lehne ab
Gemäß Grundgesetz darf die Politik auf die ö.-r. Medien keinen beherrschenden Einfluss haben. Dennoch sollte die Politik in Gestalt der Fraktionen (nicht der Regierung) Vertreter stellen. Die deutliche Mehrheit muss aber aus der organisierten Zivilgesellschaft kommen, also aus Verbänden, Religionsgemeinschaften und Kulturbetrieben.
Die Landesregierung soll wichtige Dokumente wie zum Beispiel Verträge der öffentlichen Hand und Gutachten im Internet veröffentlichen (Transparenzgesetz).
Position von Guido Hinz: Stimme zu
Wenn Verträge geschlossen oder Gutachten mit staatlichen Mitteln finanziert wurden, hat die Öffentlichkeit ein Recht, davon zu erfahren. In besonderen Fällen gilt das auch für Entwürfe und erteilte Aufträge. Nur so können wir den Lobbyismus in Schranken halten. Ein Lobby-Register sollte ebenfalls öffentlich geführt werden.
Es braucht einen Solidarpakt West, um zum Beispiel die Kommunen im Ruhrgebiet finanziell zu unterstützen.
Position von Guido Hinz: Neutral
Die Kommunen sind unterschiedlich belastet, wozu soziale Verhältnisse und Strukturwandel viel beitragen. Wir dürfen beim Ausgleich aber nicht Ost gegen West oder Nord gegen Süd ausspielen. Entweder alle Beteiligten eines Gebiets einigen sich oder eine übergeordnete Stelle regelt den Ausgleich mit maximaler Transparenz.
Arbeitsplätze müssen Vorrang vor Umweltschutz haben.
Position von Guido Hinz: Lehne ab
Der Schutz der Lebensgrundlagen ist langfristig der einzige Garant für Arbeitsplätze. Nur kurzsichtige Politik und kurzfristiger Profit machen daraus einen Gegensatz. Die Erwerbs­arbeit zur nachhaltigen Versorgung aller muss gerechter verteilt werden. Wo das nicht geht, ist das Einkommen teilweise unabhängig von solcher Arbeit zu verteilen.
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Wie stehen Sie zur Legalisierung von Cannabis?

Von: Xney Crgref

Antwort von Guido Hinz
ÖDP

Die ÖDP setzt sich dafür ein, den Konsum von Drogen generell zurück zu drängen. Das betrifft auch "legale" Drogen wie Alkohol, der zumindest in der hochprozentigen Form ähnliche Risiken birgt wie Cannabis, vielleicht sogar noch höhere. (...)

# Kultur 30März2017

(...) ich vermisse das Politikfeld "Religion und Ethik". Wie stehen Sie bzw. (...)

Von: Pbaal Uüggvt

Antwort von Guido Hinz
ÖDP

(...) Dafür sind Bildung, "Zeit-Wohlstand" und bewusster Konsum wichtiger als materieller Reichtum. Unsere einseitig auf materielles Wachstum gerichtete Wirtschaft und Lebensweise missachtet dagegen die Würde vieler Menschen in eklatanter Weise und wird so auch unserer eigenen Würde nicht gerecht. (...)

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