DIE VIOLETTEN

Frage an Gudula Blau von Znepry Wüetrafra bezüglich Bildung, Kultur, Forschung und Technologie

04. Mai 2009 - 23:08

Hallo Frau Blau,

im Programm Ihrer Partei steht "Kirche und Staat sind vollkommen getrennt.", gleichzeitig setzt sich Ihre Partei für "spirituelle Politik" ein. Für mich klingt das nach einem gewissen Widerspruch. Was ist Ihrer Ansicht nach der Unterschied zwischen Religion(en) und der "Spiritualität", die Sie verbreiten möchten? Inwiefern würde sich das auf die-violetten.de zu lesende Weltbild auf Ihre Politik auswirken? Setzen Sie sich beispielsweise für die Verbreitung der dort vertretenen Lehren im Schulunterricht ein?

MfG,
Thies Wilkening

Frage von Znepry Wüetrafra
Antwort von Gudula Blau
05. Mai 2009 - 13:57
Zeit bis zur Antwort: 14 Stunden 49 Minuten

Vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Partei und Ihre Fragen, die ich Ihnen gerne im Einzelnen beantworte:

Was ist Ihrer Ansicht nach der Unterschied zwischen Religion(en) und der "Spiritualität", die Sie verbreiten möchten?

*Spiritualität ist eine grundlegende Dimension des Menschseins* und nicht von einer bestimmten Religion abhängig oder anders gesagt, Spiritualität bedeutet: achtsamer Umgang mit allem und jedem, auch mit sich selbst. Diese Haltung erfordert ein ganzheitliches Bewusstsein. Von daher kann selbstverständlich jede Religion auch ein Weg zur Entfaltung der eigenen Spiritualität sein, denn jede Religion, stellt bestimmte Hilfsmittel zur Verfügung, die uns die Möglichkeit bieten, unseren Geist zu schulen und damit zu verändern. Der letztendliche Sinn aller Religionen war und ist es, den Menschen zu dienen und ihr Wohl zu fördern. Um aber ein achtsamer Mensch zu sein, muss man nicht zwingend einer Religion angehören. "An den Früchten sollt ihr sie erkennen" sagte Jesus.

*Inwiefern würde sich das auf die-violetten.de zu lesende Weltbild auf Ihre Politik auswirken?

Ganzheitliche Lösungen für die elementaren Bedürfnisse aller Bürger mit zu gestalten, ist unser erklärtes Ziel. Eine lebenslange Grundabsicherung für alle Bürger gehört dazu ebenso wie die direkte Demokratie, denn wichtige Entscheidungen, die Land und Volk betreffen, können nur vom Volk getroffen werden. Der Gedanke an das Wohl aller muss für einen spirituell orientierter Politiker grundsätzlich vordergründig sein.

*Die Umsetzung der Spiritualität in der Politik lässt sich immer daran messen, wie achtsam mit den Bedürfnissen der Menschen und den Ressourcen unserer Erde umgegangen wird.* Vor einigen Jahrzehnten hat sich z.B. noch niemand um die Umwelt gekümmert. Man glaubte die Schätze der Erde seien unerschöpflich. Diese Annahme erwies sich als falsch, eine Bewusstseinserweiterung fand dadurch automatisch statt und heute haben bereits alle Parteien den Umweltschutz in ihr Programm aufgenommen. Ein spiritueller Politiker muss die Werte, die zu dauerhaftem Frieden führen, verinnerlicht haben und selbst leben, sonst kann er eine solche Politik nicht betreiben. Das ist der Grund, warum wir uns aktiv für die Einbeziehung der Spiritualität in die Politik einsetzen.

Setzen Sie sich beispielsweise für die Verbreitung der dort vertretenen Lehren im Schulunterricht ein?

Im Bildungs- und Erziehungswesen streben wir ein neues ganzheitliches Schulsystem an, das der seelischen Verrohung und dem Verfall von Sprachkultur und Bildung entgegenwirkt. Dazu gehört bereits in der Grundschule *ein Lehrplan, der das Leben im Einklang mit der Natur und dem sozialen Umfeld mit einbezieht *und Methoden lehrt, die die Kunst des friedlichen Zusammenlebens fördert. Einen solchen Lehrplan können nur qualifizierte Pädagogen erstellen, die nach ethischen Grundsätzen ausschließlich zum Besten und im Interesse der Kinder und Jugendlichen handeln. Wirtschaft und Politik sollten das Bildungswesen nicht länger durch zahllose bürokratische Vorschriften und Verwaltungsmaßnahmen einschränken.

Nochmals vielen Dank und herzliche Grüße

Gudula Blau