Gabriele Katzmarek

| Kandidatin Bundestag
Gabriele Katzmarek
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Jahrgang
1960
Berufliche Qualifikation
Gewerkschaftssekretärin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wahlkreis

Wahlkreis 273: Rastatt

Wahlkreisergebnis: 19,0 %

Liste
Landesliste Baden-Württemberg, Platz 11
Parlament
Bundestag

Bundestag

Dieselfahrzeuge sollen wegen ihres hohen Schadstoffausstoßes aus den Innenstädten verbannt werden.
Position von Gabriele Katzmarek: Lehne ab
Menschen, die vor einigen Jahren ein Dieselfahrzeug gekauft haben, aus den Innenstädten zu verbannen, ist nicht die Lösung. Die Automobilhersteller sind in der Verantwortung. Die Politik muss den Drück erhöhen, damit effektiv nachgerüstet wird – natürlich auf Kosten der Hersteller!
Die Politik soll festlegen, wie viele Flüchtlinge Deutschland jedes Jahr aufnimmt.
Position von Gabriele Katzmarek: Lehne ab
Wenn Menschen aus Kriegsgebieten oder wegen politischer Verfolgung flüchten, hilft keine Obergrenze. Die Fluchtursachen müssen bekämpft werden. Die Verteilung der Flüchtlinge muss auf europäischer Ebene geklärt werden. Bei dieser Frage besteht enormer Nachholbedarf.
Massentierhaltung muss reduziert werden, auch wenn das höhere Fleischpreise bedeutet.
Position von Gabriele Katzmarek: Neutral
Wir brauchen bessere Bedingungen für die Tiere. Auch Großbetriebe können die hohen Standards zum Schutz der Tiere einhalten. Nicht die Größe der Betriebe oder die Anzahl der Tiere in einem Betrieb ist entscheidend, sondern die Kontrollen durch die Behörden. Hier müssen wir besser werden!
Zur Vermeidung von Altersarmut müssen die Renten deutlich erhöht werden.
Position von Gabriele Katzmarek: Stimme zu
Die Altersarmut wird zunehmen. Wir müssen deshalb das Rentenniveau stabilisieren und eine Solidarrente einführen, damit nicht immer mehr Menschen im Alter arm und auf Unterstützung der Allgemeinheit angewiesen sind. Das können wir uns leisten! Die Rente mit 70 ist keine Alternative!
Vermieter sollen ohne eine staatliche Mietpreisbremse entscheiden können, wie viel Miete sie verlangen.
Position von Gabriele Katzmarek: Lehne ab
Faire, bezahlbare Mieten sind existentiell für das Leben vieler Menschen. Wie in vielen anderen Bereichen haben Gesellschaft und Politik hier das Recht und die Aufgabe, den Markt zu kontrollieren und Leitplanken einzuziehen. Mieten dürfen steigen – aber nur in einem klaren Rahmen.
Es muss ein verbindliches Lobbyregister geben, in dem u.a. Kontakte zwischen Interessenvertretern und Politikern veröffentlicht werden.
Position von Gabriele Katzmarek: Stimme zu
Ein Lobbyregister ist sinnvoll. Es schafft Transparenz und Vertrauen. Jeder Bürger darf erfahren, mit wem sich Abgeordnete oder Minister treffen. Ich höre mir zu wichtigen Themen immer verschiedene Seiten an, um mir ein ausgewogenes Bild machen zu können. Das könnte prinzipiell jeder Abgeordnete…
Ein vollständiges Verbot von Gentechnik in der Landwirtschaft darf es nicht geben.
Position von Gabriele Katzmarek: Lehne ab
Gentechnik hat in der Landwirtschaft nichts zu suchen.
Auf Autobahnen soll es ein flächendeckendes Tempolimit von 130 km/h geben.
Position von Gabriele Katzmarek: Lehne ab
Tempolimits dort wo nötig und Schallschutz dort, wo Menschen unter dem Lärm leiden. Ein generelles Tempolimit ist unnötig.
Es soll einen verbindlichen Volksentscheid auf Bundesebene geben.
Position von Gabriele Katzmarek: Neutral
Ich bin für mehr direkte Demokratie. Volksentscheide führen jedoch nicht automatisch zu mehr Demokratie. Die Flüchtlingsdebatte hat gezeigt, wie Fake-News Debatten negativ beeinflussen. Auf Kommunal- und Landesebene gibt es Möglichkeiten für direkte Demokratie, diese müssen wir weiter ausbauen.
Die Sicherheitsbehörden sollen mehr Befugnisse zur Terrorabwehr bekommen, auch wenn dafür Freiheitsrechte eingeschränkt werden müssen.
Position von Gabriele Katzmarek: Lehne ab
Die Sicherheitsbehörden haben alle Befugnisse für eine effiziente Terrorabwehr. Wir wollen einen starken Staat, der seine Bürgerinnen und Bürger schützen kann. Freiheitsrechte müssen dazu nicht eingeschränkt werden!
Der Kohleabbau als wichtige Übergangstechnologie muss weiterhin staatlich gefördert werden.
Position von Gabriele Katzmarek: Lehne ab
Die Kohlesubventionen laufen aus. Weitere Subventionen muss und soll es nicht geben. Die bestehende Kohlekraft benötigen wir als Übergangstechnologie, während die Erneuerbaren Energien weiter ausgebaut werden.
Die Kitabetreuung von Kindern soll grundsätzlich kostenlos sein.
Position von Gabriele Katzmarek: Stimme zu
Bildung muss kostenlos sein. Familien sollen nicht einen guten Teil ihres Einkommens ausgeben müssen, um ihre Kinder in die Kita schicken zu können. Kostenlose Bildung von der Kita bis zum Meister oder dem Master!
Die Bundesregierung soll keine Rüstungsexporte in Konfliktregionen wie der Arabischen Halbinsel genehmigen.
Position von Gabriele Katzmarek: Stimme zu
Rüstungsexporte in Konfliktregionen darf es nicht geben. Allerdings müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass bereits genehmigte Rüstungsexporte nicht zurückgenommen werden können.
Afghanistan ist ein sicheres Herkunftsland, in das Abschiebungen möglich sein müssen.
Position von Gabriele Katzmarek: Lehne ab
In Afghanistan finden wöchentlich schwere Anschläge statt. Menschen, die geflüchtet sind und nun zurückkehren, stehen besonders im Fokus. Afghanistan ist kein sicheres Herkunftsland, man kann derzeit nicht nach Afghanistan abschieben.
Die Kirchensteuer soll abgeschafft werden.
Position von Gabriele Katzmarek: Lehne ab
Kirchensteuer zahlt nur, wer in der Kirche ist. Jeder Mensch kann individuell die Kirchensteuer für sich abschaffen.
Die EU hat nur dann eine Zukunft, wenn die Mitgliedsstaaten auf Kompetenzen verzichten.
Position von Gabriele Katzmarek: Lehne ab
Die EU hat auch eine Zukunft, wenn die Mitgliedstaaten nicht auf weitere Kompetenzen verzichten. Aber: Eine verstärkte Zusammenarbeit – auch mit der Übertragung von Kompetenzen – in vielen Themen ist sinnvoll und notwendig.
Der Spitzensteuersatz soll deutlich erhöht werden, mindestens wieder auf 53% wie in den 1990er Jahren.
Position von Gabriele Katzmarek: Lehne ab
Der Spitzensteuersatz sollte ansteigen, jedoch nicht auf 53%. Ein Spitzensteuersatz von 45% und eine Reichensteuer für sehr hohe Einkommen von zusätzlich 3% sind fair und ermöglichen eine Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen.
Zeitlich befristete Arbeitsverträge sind erforderlich, damit Unternehmen flexibel sein können.
Position von Gabriele Katzmarek: Lehne ab
Arbeitsrecht und Tarifverträge bieten den Unternehmen genug Flexibilität. Sachgrundlose Befristungen sowie Kettenbefristungen gehen zu Lasten der betroffenen Arbeitnehmer. Zu einer gesicherten Lebensplanung gehören nicht nur anständige Löhne, sondern auch ein verlässlicher Arbeitsvertrag.
Der Besitz und Anbau von Cannabis soll legalisiert werden.
Position von Gabriele Katzmarek: Lehne ab
Cannabis ist eine Einstiegsdroge, deren Besitz und Anbau nicht unkontrolliert stattfinden darf. Cannabis auf Rezept, z.B. für Patienten mit Multiple Sklerose, ist seit Anfang 2017 möglich.
Weil Menschen immer älter werden, sollen sie auch länger arbeiten.
Position von Gabriele Katzmarek: Lehne ab
Nur weil wir älter werden heißt das nicht, dass wir auch lange gesund und fit bleiben – und erst recht nicht, dass wir länger arbeiten können. Eine Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 70 lehne ich ab! Wir müssen das Renteneintrittsalter nicht erhöhen, wenn wir die Rente fairer gestalten.
Parteispenden von Unternehmen und Verbänden sollen verboten werden.
Position von Gabriele Katzmarek: Lehne ab
Parteispenden von Unternehmen und Verbänden sollten vollständig und für jeden einsehbar sein, damit die Menschen sehen können, welche Parteien von welchen Unternehmen wie unterstütz werden.
Die Öffentlichkeit muss bei Verhandlungen zu Freihandelsabkommen wie TTIP und CETA stärker beteiligt werden.
Position von Gabriele Katzmarek: Stimme zu
Große gesellschaftliche Themen, wie z.B. unsere Handelspolitik, müssen breit diskutiert werden. Die Zivilgesellschaft soll und muss sich in diese öffentlichen Debatten einbringen können.

Die politischen Ziele von Gabriele Katzmarek

SOZIALES WACHSTUM – DAMIT JEDER STARK SEIN KANN

Mittelbaden ist stark. Eine wachsende Wirtschaft, die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit 20 Jahren und ein gutes Miteinander prägen unsere Region. Das müssen wir beibehalten. Ich setze mich für ein Klima des sozialen Wachstums ein. Was bedeutet das? Jeder kennt in seinem Umfeld auch jemanden, dem es nicht so gut geht. Diese Menschen müssen wir unterstützen. Soziales Wachstum bedeutet, dass wir unseren Wohlstand erhalten möchten. Von unserer wirtschaftlichen und kulturellen Stärke müssen alle profitieren. Gerechtigkeit und wirtschaftliche Stärke gehen Hand in Hand. Dafür setze ich mich ein, damit alle insgesamt ein besseres Leben haben.

 

INNOVATION FÖRDERN – KEINE ANGST VOR DEM NEUEN

Wussten Sie, dass unsere Region die meisten Innovationen Europas hervorbringt? Darauf bin ich stolz. Neue Technologien sind eine Chance Mittelbaden weiter an der Spitze zu halten. Es stellt sich nicht die Frage, ob der technische Fortschritt kommt oder nicht. Wir sind mittendrin. Deshalb müssen wir sie gestalten. Das mache ich in Berlin aktiv, wenn ich die Themen Industrie 4.0 und die Gesundheitswirtschaft für die SPD-Bundestagsfraktion gestalte. Die Risiken minimieren, dabei die Chancen nutzen, das treibt mich an.

 

FAIRES MITEINANDER – FÜR MENSCHLICHKEIT UND ZUSAMMENHALT

Eine Gesellschaft muss zusammenhalten. Das beweisen wir in Mittelbaden täglich. Egal ob auf dem Dorf oder in der Stadt, wir kümmern uns umeinander. Eine solch starke Gesellschaft muss von der Politik unterstützt werden. Ein faires Miteinander bedeutet, dass wir dafür sorgen, dass jeder eine gute Bildung bekommt. Dass jeder seine Stärken in unsere Gemeinschaft einbringen kann, egal woher er kommt. 

 

STARKE FAMILIEN – DARAUF BAUT MITTELBADEN

Familien sind für mich ein wichtiges Thema. Dabei gibt es viele unterschiedliche Formen von Familie, sie gehören alle gestärkt. Aus starken Familien gehen starke Persönlichkeiten hervor. Der Staat sollte bestimmte Lebensformen nicht bevorzugen. Ich setze mich dafür ein, dass Sie in der Familienform leben können, in der sie sich wohlfühlen. Das ist mein Versprechen an Sie.

Über Gabriele Katzmarek

Am 08.07.1960 wurde ich in der kleinen Stadt Marl im Ruhrgebiet geboren. Dort habe ich auch meine Kindheit verbracht. Meine Mutter hat im Krankenhaus die schwerverletzten Kriegskinder aus Vietnam betreut. Dorthin hat sich mich oft mitgenommen. Im Nachhinein würde ich diese Erfahrung meiner Kindheit als die prägendste sehen. Ich konnte früh lernen was es heißt schwächeren Menschen zu helfen und sich für sie einzusetzen.

Meine berufliche Ausbildung habe ich in dem Labor eines Chemieunternehmens begonnen. Als junge Frau war es für mich selbstverständlich mich neben meinem Beruf auch in der Betriebsjugendvertretung und der Gewerkschaft zu engagieren. In der Vorgängerorganisation der IGBCE fand ich Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die sich mit mir für faire Arbeitsbedingungen eingesetzt haben.

1984 habe ich meinen Mann Wolfgang geheiratet, den ich im Rahmen meines gewerkschaftlichen Ehrenamtes kennengelernt habe. Auch er ist politisch in der SPD aktiv. Mit ihm habe ich eine Tochter und einen Sohn bekommen. In den 80er Jahren war die Vereinbarkeit von Familie und Beruf politisch kein großes Thema. Für mich als berufstätige Mutter war allerdings klar, dass ich auch neben meinen Kindern weiter arbeiten möchte. Das ging nur weil mein Mann und ich uns die Kindererziehung partnerschaftlich geteilt haben.

In der bewegten Zeit des Jahres 1989 trat ich in die SPD ein. Mir wurde früh klar, dass Politik die Rahmenbedingungen für unser Leben setzt. Diese wollte ich aktiv mitgestalten. Für mich gab es dabei nur eine Partei: die Sozialdemokratie, die sich in ihrer Geschichte schon immer an der Seite der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gesehen hat. Das Leben der Menschen Stück für Stück verbessern, für jeden faire Bedingungen und eine Gesellschaft, die zusammenhält – das wollte ich mit der SPD zusammen schaffen.

Ab 1990 konnte ich dann mein gewerkschaftliches Engagement zum Hauptberuf machen. Ich wurde Gewerkschaftssekretärin der IGBCE. 2001 wurde ich zur Bezirksleiterin für die Region Mittelbaden gewählt. In dieser Zeit konnte ich aktiv für die Erhaltung von vielen Arbeitsplätzen kämpfen. Besonders lag mir bei meiner gewerkschaftlichen Tätigkeit die Arbeit mit Jugendlichen am Herzen. Auch heute noch bin ich überzeugt, dass wir jungen Menschen den Wert unserer Demokratie und der Mitbestimmung vermitteln müssen. Eine Demokratie braucht Demokraten, das wusste schon Friedrich Ebert.

Mein politischer Werdegang begann in der Kommunalpolitik. In der Kommunalpolitik kann man das Leben vor Ort gestalten, das hat mir gefallen. Zunächst war ich Mitglied im Bezirksbeirat, dann wurde ich 2009 Mannheimer Stadtrat gewählt. Aus dieser Zeit nehme ich den Anspruch mit die kommunalpolitischen Anliegen unserer Region ernst zu nehmen und sie in meine politische Arbeit einfließen zu lassen.

Seit 2013 vertrete ich die Menschen aus der Region Rastatt/Baden-Baden im Deutschen Bundestag. Es ist mir eine große Ehre dem höchsten Deutschen Parlament anzugehören. Im Parlament bin ich im Wirtschaftsausschuss. Hier bin ich für die SPD-Fraktion unter anderem für die Themen „Industrie 4.0“ und für die industrielle Gesundheitswirtschaft in Deutschland zuständig. Darüber hinaus trage ich auch konkrete Anliegen aus der Region an meine Kolleginnen und Kollegen der SPD-Bundestagsfraktion heran. Nur im Dialog ist man erfolgreich.

Alle Fragen in der Übersicht

Guten Tag.

Ich habe einige Fragen an Sie.
Was machen sie für die Jugendarbeit..? Sie ist einer der Grundsteine der Jugendentwicklung...

Von: Wüetra Obbf

Antwort von Gabriele Katzmarek
SPD

(...) Als ganz wichtigen Teil dieser Jugendarbeit habe ich das von der ehemaligen Bundesfamilienministerin Schwesig ins Leben gerufene Förderprogramm für Mehrgenerationenhäuser wahrgenommen. Bei Besuchen verschiedener Einrichtungen, zum Beispiel im Kinder- und Familienzentrum in Bühl, konnte ich mir ein Bild davon machen, wie wichtig feste Ort für viele Familien und Jugendliche sind. (...)

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