Wie will die Union verhindern, dass chronisch Kranke zu Jahresbeginn die massiv erhöhten Zuzahlungen vorschießen müssen, um einen gefährlichen Einnahmestopp von Medikamenten abzuwenden?
Sehr geehrter Herr Abgeordnete Güntzler,
https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/fritz-guentzler/fragen-antw
vielen Dank für Ihre Ehrlichkeit und das Anerkennen des Risikos von teuren Klinik-Folgekosten.
Ihr Vorschlag, dass Kassen künftig aktiv über die Belastungsgrenze informieren, löst jedoch das fundamentale Liquiditätsproblem zu Jahresbeginn nicht:
Chronisch Kranke mit Kleinstrenten oder geringem Einkommen können die massiv erhöhten Zuzahlungen im Januar und Februar schlicht nicht an der Apothekenkasse bar vorschießen. Eine Information der Kasse hilft nicht, wenn im Moment des Rezept-Einlösens das Geld für die Vorauszahlung fehlt. Dann wird das Geld für Miete und Lebensmittel aufgefressen, oder lebenswichtige Rezepte bleiben direkt liegen.
Da Sie die Hinweise in die Beratungen vor der Sommerpause mitnehmen: Wie genau will die Union verhindern, dass chronisch Kranke diese erhöhten Beträge im Voraus bar bezahlen müssen, um einen gefährlichen Einnahmestopp aus Geldnot abzuwenden?

