Portrait von Ewald Vielhaus
Ewald Vielhaus
CDU

Frage an Ewald Vielhaus von Naqernf Orpxre bezüglich Arbeit und Beschäftigung

13. September 2005 - 17:29

Sehr geehrter Herr Vielhaus,

ich bin selbst in einem erfolgreichen IT-Unternehmen beschäftigt und weiß was es heißt Prozesse effizient zu gestalten, sei es durch Automatisierung oder organisatorische Maßnahmen. Deutschland ist in höchstem Maße hierzu fähig und ist nicht zuletzt deswegen aktueller Exportweltmeister. Die Produktivitätssteigerung ist noch lange nicht am Ende. Dies aber bedeutet, dass immer weniger Arbeitskräfte benötigt werden und sofern keine unvorhersehbaren Ereignisse wie z.B. Kriege oder enorme Naturkatastrophen auftreten, die Arbeitslosenzahlen langfristig gesehen, weiter ansteigen werden. Vollbeschäftigung gab es nur in einem kleinen Zeitfenster nach dem zweiten Weltkrieg, als viele tausende Menschen in der Gesellschaft schmerzlich vermisst wurden und es galt eine neue Infrastruktur zu errichten.

Diese plausible These wird von einigen erfolgreichen und angesehenen Unternehmern und Wissenschaftlern vertreten.

Derzeit hält es praktisch kein Politiker für notwendig, Deutschland hierüber zu informieren und ein politisches und kulturelles Umdenken mit entsprechenden Konsequenzen zu bewirken?
Wie weitsichtig sind Sie?

Frage von Naqernf Orpxre
Antwort von Ewald Vielhaus
15. September 2005 - 12:44
Zeit bis zur Antwort: 1 Tag 19 Stunden

Sehr geehrter Herr Becker,

ich stimme Ihnen zu, dass eine Vollbeschäftigung z.T. unrealistisch ist.

Andere Länder haben uns aber gezeigt, dass durch konsequente Reformvorhaben die Arbeitslosenzahlen d e u t l i c h gesenkt werden können ( z.B. Österreich/ England ). Ich denke, es ist eine soziale Verpflichtung des Staates, bessere Rahmenbedingungen für mehr Beschäftigung zu schaffen. Darauf zielen die Reformvorhaben der Union.

Ich bin fest davon überzeugt, dass die von Ihnen vertretenen Thesen ein erster Schritt in Richtung Resignation wäre- frei nach dem Motto: Wir schaffen`s ohnehin nicht, laß uns darauf einrichten, wie versorge ich die Menschen ohne Arbeit. Zum einen halte ich das für unvereinbar mit einem Mandat und zum anderen dürfte das " politische und kulturelle " Umdenken auch nicht bezahlbar sein.Unsere Sozialen Sicherungssysteme würden dies nie und nimmer verkraften.
Wir müssen alles in unserer Kraft und unserem Wissen stehende tuen, um die Arbeitslosigkeit spürbar zu senken

Mit freundlichem Gruß

Ewald Vielhaus