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Elisabeth Motschmann
CDU

Frage an Elisabeth Motschmann von Fgrsna Ervpu bezüglich Wissenschaft, Forschung und Technologie

05. September 2019 - 09:20

Die Pläne "WLAN in alle Klassenzimmer" alarmiert Ärzte und Wissenschaftler, weil schädliche biologische Einflüsse durch die Funkstrahlung nachgewiesen wurden, ähnlich wie bei Mobilfunk.
- https://www.diagnose-funk.org/themen/mobilfunk-anwendungen/wlan-an-schulen

Konkrete Frage an Sie: Sind Ihnen die dort angeführten Studien und Warnungen (auf besagter Quelle weiter unten) schon bekannt gewesen, und warum wurden sie offenbar bislang nicht umgesetzt?

Auch die Info des Wissenschaftlichen Dienstes 049/19, die Sie sicher erhalten haben, nennt ungeklärte Risiken speziell bei Kindern (Seite 9, 10), die sich zwar auf Mobilfunk beziehen, aber meines Wissens genauso für WLAN Gültigkeit haben.
- https://www.bundestag.de/resource/blob/651456/6e823f50f134f303e2197e0c823fac22/WD-8-049-19-pdf-data.pdf

Seit 2003 verweigern weltweit alle Rückversicherungen eine Schadensdeckung für Funkstrahlungen, Swiss Re warnt vor langfristig schweren möglichen Auswirkungen.
- http://files.newsnetz.ch/upload//3/0/30072.pdf (S. 6)

Telekom warnt vor eigenen WLAN-Routern.
- https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1221

Israel verbannt WLAN aus Schulen.
- https://www.facebook.com/ruedigerdahlke/posts/handy-strahlung-es-tut-sich-etwasdie-stadt-haifa-in-israel-gab-bekannt-dass-sie-/1155623804481934/

Zweite Frage: Was können Sie angesichts dieser Fakten zusätzlich noch unternehmen, um für den Internet -Ausbau in den Schulen unschädliche Alternativen zu forcieren, z.B. Kabelgebundenes LAN oder optische (Infrarot) Verbindung, um den WLAN-Ausbau abzuwenden?

mit freundlichen Grüßen aus Bayern

Frage von Fgrsna Ervpu
Antwort von Elisabeth Motschmann
05. September 2019 - 11:25
Zeit bis zur Antwort: 2 Stunden 4 Minuten

Sehr geehrter Herr Ervpu,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Selbstverständlich beobachten auch wir, inwieweit sich neue wissenschaftliche Erkenntnisse im Hinblick auf die Schädlichkeit elektromagnetischer Strahlung ergeben.

Wie so häufig, kommt es auch bei der Strahlenbelastung auf die Dosis an. Insoweit bin auch ich der Auffassung, dass wir diese Strahlendosis in den Schulen möglichst gering halten sollten. In der heutigen Zeit gehört es allerdings zum staatlichen Bildungsauftrag, dass wir den Kindern in der Schule auch „digitale Kompetenzen“ vermitteln. Dabei ist der Umgang mit Computern, Smartphones, Tablets etc. unerlässlich. Da diese Geräte in der Regel auf eine W-LAN-Verbindung angewiesen sind, kann ich derzeit leider keine praktikablen Alternativen erkennen. Soweit es künftig solche Alternativen geben sollte, werden wir uns damit auseinandersetzen müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre
Elisabeth Motschmann