Warum haben Sie gegen die Abschaffung der Abstandsregelungen für Windenergieanlagen gestimmt?
Sehr geehrter Herr Brockes,
Angesichts des abgelehnten Gesetzentwurfs für die Ausführung des Baugesetzbuches in NRW, der die Abschaffung der Mindestabstände von Windenergieanlagen vorsah, stellt sich die Frage, warum Sie gegen eine Erweiterung der Potenzialflächen für erneuerbare Energien gestimmt haben. Wie planen Sie stattdessen den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu fördern und die Akzeptanz in der Bevölkerung sicherzustellen?
Ich habe gegen die Abschaffung der Abstandsregelungen gestimmt, weil der Mindestabstand von Windenergieanlagen zu Wohnhäusern maßgeblich zur Akzeptanz vor Ort und zur Rechtssicherheit beiträgt.
Der Ausbau der Windenergie scheitert derzeit nicht an den Abständen, sondern vor allem an langwierigen und komplexen Planungs- und Genehmigungsverfahren. Hier liegt der eigentliche Handlungsbedarf.
Zudem zeigen vorliegende Studien, dass die Flächenziele auch unter Beibehaltung der bestehenden Abstandsregelungen erreichbar sind. Eine Aufweichung der Abstände gefährdet daher eher die gesellschaftliche Akzeptanz, ohne den Ausbau entscheidend zu beschleunigen.
Unser Fokus liegt deshalb klar auf der Beschleunigung von Verfahren, dem Abbau bürokratischer Hürden und einer effizienteren Organisation der Genehmigungsprozesse.

