Denis Pinzke
SPD
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Frage von Gubznf Ureeubym an Denis Pinzke bezüglich Energieversorgung

# Energieversorgung 23. Sep. 2009 - 10:08

Hallo Herr Pinzke,

im Nordkurier war zu lesen, daß Sie ein einjähriges Praktikum an der Europäischen Akademie Schloss Wartin bei Prof. Dr. Dr. Hans-Joachim Mengel absolviert haben. Herr Mengel ist Mitglied des uckermärkischen Kreistages und besonders durch seine Bürgerinitiative "Rettet die Uckermark" sowie seinen eigentümlichen Kampf gegen Windenergieanlagen in der Uckermark aufgefallen.

Wie stehen Sie zur Politik von Herrn Mengel?

Wie beurteilen Sie die Perspektiven der Windenergienutzung in den Kreisen MST und UER?

Welche Energieformen favorisieren Sie für die Zukunft unserer Energieversorgung?

Mit freundlichen Grüßen,
Thomas Herrholz

Von: Gubznf Ureeubym

Antwort von Denis Pinzke (SPD) 25. Sep. 2009 - 23:14
Dauer bis zur Antwort: 2 Tage 13 Stunden

Sehr geehrter Herr Herrholz,

vielen Dank über Ihre Anfrage die ich Ihnen hiermit gerne beantworten möchte.

Die Bürgerinitiative die Professor Mengel gegründet hat und die zwei Mal hintereinander in Fraktionsstärke in den Kreistag der Uckermark einzog, führt keinen "eigentümlichen Kampf" gegen Windenergie. Professor Mengel setzt sich für einen gesunden Mix der alternativen Energien ein und wendet sich dagegen, dass eine Firma in der Uckermark diesen Kreis zur Profitmaximierung als ihr Betriebsgelände ansieht. Nur durch vernünftige nicht allein profitmaximierende Planung kann eine Verspargelung der Landschaft mit schlimmen Folgen für den Tourismus und die Lebensqualität unserer Menschen verhindert werden.

Ich lehne den Neubau und die Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke entschieden ab, da es bspw. noch heute keine verlässliche und sichere Lösung über die Endlagerung der radioaktiven Reststoffe gibt. Insofern sind wir in Zukunft auf andere Energiequellen angewiesen. Ich halte es für richtig den Anteil an regenerative Energien kontinuierlich zu erhöhen, um die Leistungsfähigkeit des Energienetzes dauerhaft zu gewährleisten und den Atomausstieg zu ermöglichen. Dabei setze ich zunehmend auf den Solarstrom bzw. Biomasse. Letzteres ist in unserer ländlichen Region (UER, MST) auch deshalb von großer Bedeutung, da sich hieraus Synergien ergeben, die dazu beitragen, das wir vorhandene Arbeitsplätze in der Region sichern und neue Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen können. Das Potenzial an geeigneten Flächen für Windkraftanlagen sehe ich in unserer Region nahezu als erschöpft an. Über diese Flächen entscheiden dann aber immer die Kommunalpolitiker vor Ort.

Mit freundlichen Grüßen

Denis Pinzke