Portrait von Daniel Meincke
Daniel Meincke
FREIE WÄHLER

Frage an Daniel Meincke von Ubyytre Fgrssra bezüglich Gesundheit

09. Januar 2020 - 21:59

Sehr geehrter Herr Meincke, gerne möchte ich von Ihnen als Kandidat der Freien Wähler folgende Frage beantwortet haben: Gemäß Hamburgisches Rettungsdienstgesetz (HmbRDG) gibt es in Hamburg keine gesetzlich geregelte Hilfsfrist (Zeit von der Entgegennahme des Notrufes bis zum Eintreffen der Rettungskräfte) wie in anderen Bundesländern, sondern lediglich eine unverbindliche Planvorgabe von 8 Minuten. Diese Planvorgabe, wurde laut Artikel der Süddeutschen Zeitung“ (SZ) vom 26.07.2017 zu einem Drittel verfehlt. Werden sich die Freien Wähler für eine gesetzlich geregelte Hilfsfrist im Rettungswesen unserer Stadt einsetzen? Und wenn ja, welche Hilfsfrist halten die Freien Wähler für angemessen?

Mit freundlichen Gruß H.Steffen

Frage von Ubyytre Fgrssra
Antwort von Daniel Meincke
10. Januar 2020 - 16:43
Zeit bis zur Antwort: 18 Stunden 43 Minuten

Sehr geehrter Herr Fgrssra,

vielen Dank für Ihre Frage. Gern möchte ich Ihnen antworten:

Die Freie und Hansestadt Hamburg bzw. die Berufsfeuerwehr Hamburg hält sich an die Empfehlung der Arbeitsgemeinschaft der Berufsfeuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland (AGBF).
Diese sieht für das Hamburger Stadtgebiet eine Hilfsfrist für Rettungswagen
von 5 Minuten und für Notarzteinsatzfahrzeuge von 12 Minuten vor.

Wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) in dem Artikel vom 26. Juli 2017 schon treffend berichtete, hat die Berufsfeuerwehr ihr Ziel um ein Drittel verfehlt. Im Kalenderjahr 2018 wurden auch nur 65 % aller Rettungswageneinsätze innerhalb der AGBF-Empfehlung erreicht.

Die Feuerwehr Hamburg bekommt seit 2018 nun neben den Hilfsorganisationen (ASB, DRK, Johanniter und Malteser) auch Unterstützung durch den privaten Rettungsdienstleister G.A.R.D.,
welche alle nun nach einigen Schwierigkeiten über die Rettungsleitstelle der Berufsfeuerwehr Hamburg disponiert werden.
Dies ist meiner Meinung nach nicht genug.
Die Rettungswagenstandorte von Feuerwehr, Hilfsorganisationen und dem privaten Rettungsdienstleister G.A.R.D. liegen nur in dicht bewohnten Gebieten der Stadt und nicht auf den
ländlichen Flächen wie zum Beispiel den Vier- und Marschlanden oder Cranz.
Deshalb kann die
AGBF-Empfehlung von 5 Minuten für einen Rettungswagen im ländlichen Gebiet nicht gehalten werden.

Die FREIEN WÄHLER Hamburg, und ganz besonders ich, werden sich dafür einsetzen, dass die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt nicht nur in dicht bebauten, sondern auch im ländlichen Gebiet eine schnelle Hilfe von max. 10 Minuten durch unser qualifiziertes Rettungsdienstfachpersonal bekommen.

Beste Grüße

Ihr
Daniel Meincke