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Christoph Ploß
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Frage von Thomas A. •

Herr Ploß, wie definieren Sie Ihre Kriterien für den Umgang mit alternativen Medien und wo ziehen Sie eine Grenze beim Teilen von Inhalten, wenn an diesen journalistische Kritik geäußert wird?

Auf Abgeordnetenwatch wird regelmäßig über die Rolle von Parlamentariern in der digitalen Medienlandschaft diskutiert. Als Bundestagsabgeordneter nutzen und teilen Sie auch Beiträge von neuen Plattformen wie „Nius“. In der öffentlichen und medienwissenschaftlichen Debatte wird über die Ausrichtung solcher Angebote und die Einhaltung journalistischer Standards oft gestritten. Sie haben in der Vergangenheit betont, dass die Meinungs- und Pressefreiheit auch polarisierende Stimmen schützt. Da Politiker als gewählte Volksvertreter eine erhebliche Reichweite besitzen, stellt sich für Bürger die Frage, welche Verantwortung mit der Verbreitung solcher Medien einhergeht. Vor diesem Hintergrund ist von öffentlichem Interesse, nach welchen Prinzipien Sie entscheiden, welche Plattformen Sie durch Interaktionen unterstützen, und ab welchem Punkt für Sie eine Grenze erreicht ist, an der eine Kooperation nicht mehr vertretbar erscheint.

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Antwort von CDU

Als Abgeordneter sehe ich mich verpflichtet, den Wählern Rechenschaft über meine politische Arbeit abzulegen, möglichst viele Menschen im Sinne einer demokratischen Debatte zu erreichen und sie für den demokratischen Diskurs zu begeistern. Pressefreiheit und Medienvielfalt sind in unserer Demokratie hohe Güter, die gefährdet würden, wenn Politiker sich den Fragen von Journalisten nicht mehr stellen würden. Ich bin überzeugt, dass unserer Demokratie gerade in Zeiten, in denen Parteien an den politischen Rändern an Zustimmung gewinnen, eine starke, offene Debattenkultur braucht. Deshalb bemühe ich mich, Presseanfragen im Rahmen der mir zur Verfügung stehenden Ressourcen grundsätzlich zu beantworten. So habe ich beispielsweise auch Anfragen von Medien beantwortet, deren größte Anteilseignerin mit der SPD eine Partei ist, die mit meiner Partei politisch konkurriert. Auch dem Journalisten Tilo Jung, mit dessen politischer Meinung ich in vielen Punkten nicht einverstanden bin, habe ich bereits ein ausführliches Interview gegeben. Anfragen der „taz“ habe ich in der Vergangenheit ebenfalls schon beantwortet.

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