Wie soll private Vorsorge funktionieren bei der 10.000 €-Vermögensgrenze beim Bürgergeld?
Sehr geehrte Frau Hermann, Ihre Partei propagiert eine private Altersvorsorge — auch Menschen mit geringem Vermögen sollen in ETFs investieren usw. Genau das tue ich. Nun gehört das Depot zu dem privaten Vermögen, dass beim Bürgergeldantrag berücksichtigt wird. Die Vermögensgrenze liegt bei den 30- bis 40-jährigen bei 10.000 Euro. Mir wurde aufgrund meines Depots (meine kleine private Altersvorsorge) der Bürgergeldfolgeantrag abgelehnt, so dass ich nun keine Leistungen beziehe. Um freiwillige Krankenversicherung und Miete zu zahlen, soll ich meine mickrige Altersvorsorge von sage und schreibe 3000 Euro (!) aufgeben.
Wie sollen private Altersvorsorge und diese geringe Vermögensgrenze von 10000 Euro zusammenkommen? Ich bin nicht freiwillig arbeitslos und sollte nicht für Sparsamkeit und Vorsorge sanktioniert werden. Wie ist Ihre Einschätzung? Ich freue mich auch alternativ über ein Jobangebot, denn auf dem freien Markt komme ich nicht weiter. Viele Grüße aus Göttingen

