Wie rechtfertigen Sie den Missbrauch der Nationalhymne und historische Vergleiche mit 1933 am Bebelplatz, um eine reguläre, demokratische Wahl im Landtag herabzuwürdigen?
Sehr geehrter Herr Bundesminister Pistorius, Ihr gestriger Auftritt auf einer Getränkekiste am Bebelplatz, bei dem Sie nach der demokratischen Wahl in Sachsen-Anhalt Vergleiche mit dem Jahr 1933 zogen und die Nationalhymne anstimmten, überschreitet jede Grenze des parlamentarischen Anstands. Es ist eine unerträgliche Doppelmoral: Bürger, die aus nackter Existenzangst vor Inflation und sozialem Kahlschlag alternative Oppositionsparteien wählen, werden als Extremisten diffamiert. Gleichzeitig bittet Kanzler Merz die SPD, eine demokratische Bürgermeisterwahl in Berlin zu blockieren. Wäre es für den sozialen Frieden nicht klüger, das Volksvermögen für das eigene unzufriedene Volk und gegen die grassierende Altersarmut einzusetzen, anstatt Milliarden ungefragt ins Ausland zu senden und den Bürgerwillen als Vergehen an der Demokratie zu beschimpfen? Wir fordern Respekt vor dem Volk! Mit freundlichen Grüßen, Steffen P.

