Jahrgang
1973
Wohnort
Erfurt-Marbach
Berufliche Qualifikation
Studium Lehramt Deutsch-Ethik
Ausgeübte Tätigkeit
MdL, Parlamentarische Geschäftsführerin
Wahlkreis

Wahlkreis 25: Erfurt II

Wahlkreisergebnis: 11,8 %

Liste
Landesliste, Platz 3

eingezogen über Liste

Parlament
Thüringen

Die politischen Ziele von Astrid Rothe-Beinlich

Machs  möglich  - Damit sich was ändert

Politik ist für mich kein Selbstzweck. Ich möchte eigentlich nur, dass sich etwas bewegt, in Erfurt, in Thüringen, weltweit. Die umfassende Frage nach Gerechtigkeit ist es, die mich seither umtreibt. Und ich will mitmachen, mich einbringen, gestalten, Demokratie erfahrbar machen. Sechzig oder achtzig Stunden Arbeit in der Woche, häufig am Wochenende, das erledigt sich nicht nebenbei. Gerade in der Bildungspolitik, in Punkto Willkommenskultur und der Gleichstellung gibt es noch sehr viel zu tun.

1. Bildung für die Kleinsten
In unseren Kindergärten wird durch gute Bildung, Erziehung und Betreuung der Grundstein für Chancengleichheit gelegt. Wir wollen bestmögliche Bedingungen inklusive besserer Ausbildung und gerechter Bezahlung der ErzieherInnen. Wir setzen uns ein für sozial verträgliche Elternbeiträge und ein erstes beitragsfreies Kitajahr.

2. Gute Schulen für alle von Anfang an
Wir werden in Thüringen Schluss machen mit der frühen Trennung nach der vierten Klasse. 90% aller ThüringerInnen wünschen sich längeres gemeinsames Lernen. Unser Ziel ist ein Schulsystem, das alle mitnimmt. Ein Schulsystem, das zu Ausgrenzung führt, ist nicht mehr zeitgemäß, denn es ist normal, verschieden zu sein. Jedes Kind soll die Schule mit dem bestmöglichen Abschluss verlassen. Denn: Köpfchen sind unser Kapital!

3. Inklusion statt Ausgrenzung – Vielfalt tut gut
Nicht das Kind muss zur Schule passen, sondern die Schule zum Kind. Wir setzen daher auf konsequente individuelle Förderung und passgenaue Angebote. Inklusiver Unterricht ist nicht nur möglich, sondern auch vernünftig und doch gilt es, die Verschiedenheit und die unterschiedlichen Bedürfnisse zu achten. Wichtig ist, dass alle Beteiligten in Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Klar ist auch: Ohne die notwendigen sächlichen, räumlichen und personellen Voraussetzungen kann Inklusion nicht gelingen. Und dafür braucht es mehr sonderpädagogischen Sachverstand – in einer Schule für alle genauso wie im Förderzentrum. Die Aus- und Weiterbildung der PädagogInnen wollen wir daher inklusiv und neu ausrichten.

4. Gleiche Chancen und Rahmenbedingungen für  freie und staatliche Schulen
Freie und staatliche Schulen erfüllen gleichermaßen den öffentlichen Bildungsauftrag. Beide zusammen bilden ein gutes Schulsystem. Wahlfreiheit ist für uns das A und O und wir wollen gute Schule für alle – unabhängig von der Trägerschaft der Schule und somit faire Rahmenbedingungen.
Bildung braucht vor allem eins: Viel Zeit. Viel Zeit ist mit zu wenig LehrerInnen kaum zu realisieren, hier wollen wir Abhilfe schaffen. Viel Zeit bieten Ganztagsschulangebote, die wir deshalb konsequent ausbauen wollen – die Schule soll ein Lebens- und Lernort zugleich sein. Eine gute Schule ist auch ein Ort gelebter Demokratie.

5. Willkommenskultur und Bunte Vielfalt leben – den Horizont erweitern
Jeder Mensch hat das Recht auf ein Leben in Würde. Niemand flieht freiwillig aus seiner Heimat.  Das Recht auf Asyl ist ein Menschenrecht. Wir nehmen nicht hin, dass in Thüringen Flüchtlinge ausgegrenzt und diskriminiert werden. Wir wollen, das selbstverständlich gilt: Gleiche Rechte für alle hier lebenden Menschen. Einkaufsgutscheine, Abschiebehaft oder nur medizinische Notversorgung bei akuten Schmerzen sind keine Willkommenskultur. Dezentrale Unterkünfte, Integrationsangebote und ein humanitäres Bleiberecht sind unsere Antworten, die hoffentlich dazu führen, dass auch Fachkräfte anderer Herkunft keinen Bogen mehr um Thüringen machen.

 

Über Astrid Rothe-Beinlich

- geboren 1973 in Leipzig

- engagiert in der kirchlichen Umweltbewegung in der DDR seit 1987, Teilnahme an der Besetzung der Stasi-Zentrale 1989 in Erfurt
- Mitarbeit beim Aktionskreis für den Frieden, Mitbegründerin von autonomen Jugend- und Kulturprojekten und Engagement bei Radio F.R.E.I. gegen Rechtsextremismus und Rassismus sowie in der Anti-Atom-Bewegung
- seit 1997 Mitglied im Landesvorstand von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Thüringen, 2000 - 2009 Landessprecherin
- 2006 - 2013 Mitglied des Bundesvorstandes und Frauenpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN
- 2004 - 2007 Stadträtin in Erfurt
- 2009 Spitzenkandidatin von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN für die Landtagswahlen in Thüringen 2009 und Direktkandidatin im Wahlkreis Erfurt II (Wahlkreis 25)
- seit September 2009 Vizepräsidentin des Thüringer Landtages und Parlamentarische Geschäftsführerin der Thüringer Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN

- seit 2014 eine der Sprecherinnen des ISM - Institut Solidarische Moderne

- Mitglied im Flüchtlingsrat, bei Ökoherz und DAKT, von mobit, in der SCHOTTE, im Förderkreis Topf und Söhne und im Förderverein des Evangelischen Ratsgymnasium Erfurt

- 2014 Kandidatin auf Platz 3 der Landesliste zur LTW und Direktkandidatin im Wahlkreis 25 (Erfurt II)
- Patchworkfamilie, 4 erwachsene Töchter, lebe mit  meinem Mann in Erfurt-Marbach.

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