Jahrgang
1973
Wohnort
Erfurt-Marbach
Berufliche Qualifikation
Studium Lehramt Deutsch-Ethik
Ausgeübte Tätigkeit
MdL
Wahlkreis

Wahlkreis 25: Erfurt II

Wahlkreisergebnis: 13,5 %

Liste
Landesliste, Platz 3

Eingezogen über die Liste

Parlament
Thüringen

Die politischen Ziele von Astrid Rothe-Beinlich

Damit sich was ändert – heute für morgen

Die umfassende Frage nach Gerechtigkeit ist es, die mich von klein auf umtreibt. Ungerechtigkeiten kann ich bis heute nur schwer ertragen und weiß, dass ich genau deshalb nicht abwarten kann, sondern mich einbringen muss. Es geht darum, Demokratie erfahrbar zu machen. Gerade in der Bildungspolitik, in Punkto Willkommenskultur, bei der Gleichstellung aber auch in Sachen Klimaschutz. Vieles haben wir in den letzten Jahren begonnen. Doch es gibt noch viel zu tun.

 

1. Die beste Bildung schon für die Kleinsten

In unseren Kindergärten und in der Kindertagespflege werden mit guter Bildung, Erziehung und Betreuung die Grundsteine für Chancengleichheit gelegt. Wir wollen bestmögliche Bedingungen inklusive einer möglichst praxisintegrierten Ausbildung und einer gerechteren Entlohnung der Erzieher*innen. Den Fachkräfteschlüssel wollen wir stetig verbessern. Zudem braucht es multiprofessionelle Teams zum erfolgreichen Umgang mit Heterogenität. Perspektivisch meinen wir, dass Bildung grundsätzlich beitragsfrei sein sollte. Entscheidend aber ist die Qualität in unseren Einrichtungen. Und wir setzen uns ein für sozial verträgliche Elternbeiträge und vor allem dafür, dass jedes Kind auch einen Platz in einer guten Kita bekommt. Allein in Erfurt fehlen absehbar 500 Kitaplätze. Und die Zeit zum Handeln ist jetzt.

 

2. Für gute Schulen für alle von Anfang an – Vielfalt tut gut

Das Recht auf Bildung gilt glücklicherweise für jedes Kind und kennt auch keine Grenzen. Unser Ziel ist ein Schulwesen, das alle mitnimmt. Jedes Kind, jede*r Jugendliche soll die Schule mit dem bestmöglichen Abschluss verlassen können. Denn: Köpfchen sind unser Kapital! Doch dafür braucht es zunächst mal Schulen, in denen gut gelernt und individuell gefördert werden kann, egal ob sich diese in staatlicher oder freier Trägerschaft befinden. Sie alle erfüllen den öffentlichen Bildungsauftrag.  Bei uns stehen die Schulentwicklung und die Bildungsqualität im Fokus. Uns ist bewusst: Wir brauchen mehr Ausbildungsplätze für Referendar*innen und mehr Lehrer*innen und müssen den Stundenausfall drastisch reduzieren. Wir wollen Ganztags- und Gemeinschaftsschulen flächendeckend anbieten – denn gerade diese Schulen bieten sehr viel Zeit für mehr! Und wir wollen perspektivisch an jeder Schule Schulsozialarbeiter*innen einsetzen. Um Chancengleichheit und umfassende Teilhabe zu ermöglichen, setzen wir uns für ein diskriminierungsfreies und zugleich leistungsfähiges Schulwesen ein. Wir stärken die Mitbestimmungsrechte der Schüler*innen, fördern Demokratiebildung und auch und gerade die historisch-politische und menschenrechtsorientierte Bildung. Die freitäglichen Klima-Proteste der Schüler*innen zeigen uns aber auch, dass es höchste Zeit für nachhaltige Bildung ist. Deshalb stärken wir die Umwelt- und Friedensbildung und wollen soziales sowie globales Lernen in den Lehrplänen verankern.

Im 21. Jahrhundert gilt es allerdings auch, die Digitalisierung in der Bildung nicht zu vergessen. Deshalb machen wir uns für solide digitale Bildung an allen Schulen stark.

 

3. Erwachsenenbildung – lebenslanges Lernen

 

Bildung ist das ganze Leben und die Erwachsenenbildung ist für uns die zentrale vierte Säule im Bildungssystem. Thüringen hat eine plurale Erwachsenenbildungslandschaft, die einer verlässlichen Förderung bedarf und allen offen stehen muss. Den von uns eingeführten Rechtsanspruch auf Bildungsfreistellung an fünf Tagen im Jahr wollen wir noch bekannter machen. Besonders wichtig sind uns neben der politischen Bildung, die Alphabetisierungskurse und die Möglichkeit, Schulabschlüsse nachzuholen.

 

4. Willkommenskultur und Integration leben – den Horizont erweitern

 

Niemand flieht freiwillig aus seiner Heimat. Und jeder Mensch hat das Recht auf ein Leben in Würde. Wir wollen Thüringen zum sicheren Hafen für Geflüchtete machen und nehmen nicht hin, wie mit Hass, Hetze und sog. Fakenews Stimmung gemacht wird. Das Problem heißt auch in Thüringen zu oft Rassismus. Uns ist aber auch bewusst, dass Integration keine Einbahnstraße sein kann und uns allen etwas abverlangt. Mit dem umfassenden Integrationskonzept für Thüringen haben wir uns viel vorgenommen. Zentral für uns sind gleiche Rechte für alle hier lebenden Menschen inklusive Teilhabe und ein Umgang auf Augenhöhe. Dezentrale Unterkünfte in Wohnungen, Integrationsangebote und ein humanitäres Bleiberecht sind unsere Antworten, die auch bewirken, dass dringend benötigte Fachkräfte keinen großen Bogen mehr um Thüringen machen.

____________

 

Über Astrid Rothe-Beinlich

Zu meiner Person

 

geboren  1973 in Leipzig, seit 1984 lebe ich in Erfurt

engagiert in der kirchlichen Umweltbewegung in der DDR seit 1987, Teilnahme an der Besetzung der Stasi-Zentrale 1989 in Erfurt

Seit 1997 Mitglied im Landesvorstand von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Thüringen, 2000 - 2009 Landessprecherin 2006 - 2013 Mitglied des Bundesvorstandes und Frauenpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN

2004 - 2007 und wieder seit Anfang 2015 Stadträtin in Erfurt, seit 2019 Fraktionsvorsitzende; Mitglied des Hauptausschusses und des Ausschusses für Soziales, Arbeitsmarkt und Gleichstellung und im Aufsichtsrat der Stadtwerke Holding GmbH Erfurt

Seit 2009 Mitglied des Landtag und immer wieder auch Direktkandidatin im WK25

2009 - 2014 Vizepräsidentin des Thüringer Landtages  

Seit 2009 Parlamentarische Geschäftsführerin der Thüringer Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN, dort Mitglied im Bildungsausschuss, im Justizausschuss und im Untersuchungsausschuss 6/3. Sprecherin für Bildung, Migration & Flucht, Justiz, Aufarbeitung, Religion und gegen Rassismus

Ich lebe mit meinem Mann seit 2007 in Erfurt-Marbach. Zu unserer Patchworkfamilie gehören vier erwachsene Töchter und ein Enkel.

Alle Fragen in der Übersicht
# Schulen 15Feb2020

(...) Schwebt Ihnen vor, die Zukunfts-Gesellschaft  gemäß   "fest verankertem" Social Engineering nach Ihrem Bilde zu formen? Halten Sie die Ihnen konkret vorschwebende Sozialarbeit für (human)wissenschaftlich fundiert und -dem Geist  nach- mit Geist und Buchstaben des GG im Einklang stehend? (...)

Von: Jvysevrq Zrvßare

Antwort von Astrid Rothe-Beinlich
DIE GRÜNEN

(...) Bezüglich des "social engineering" durch Schulsozialarbeit möchte ich klarstellen, dass wir in Deutschland in einem demokratischen Land mit einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung leben und auch unser Bildungs- und Sozialsystem auf diesem Wertefundament basieren. Diesen Werten ist selbstverständlich auch die Schulsozialarbeit verpflichtet, weshalb sich die Arbeit von Schulsozialarbeiter*innen auch daran ausrichtet. (...)

(...) Wenn ich sehe, dass die Thüringer FDP, CDU und die sog. Werteunion durchaus zum Steigbügelhalter von AfD-Einflussnahme auf Regierungsgeschicke werden können, sollte sich unsere Demokratie nicht deutlicher wehrhaft zeigen durch konsequente Auflösung rechter Vereinigungen und Aufmärsche, Verhaftung bei Zeigen des Hitlergrußes, Platzverweis bei rassistischen Ausfällen etc.? (...)

Von: Ebynaq Jvpuznaa

Antwort von Astrid Rothe-Beinlich
DIE GRÜNEN

(...) dauerhaft, wie Sie schreiben, Steigbügelhalter für das demokratieverächtliche Agieren der AfD sein wollen oder ob sie sich besinnen und gemeinsam mit uns für stabile Verhältnisse sorgen, indem (...)

Sehe ich das richtig, das jeder Abgeordnete der mit den Stimmen der AFD gewählt wurde seine Wahl nicht annehmen darf? (...)

Von: Crgre Ibvtg

Antwort von Astrid Rothe-Beinlich
DIE GRÜNEN

(...) wir wollen, dass Bodo Ramelow Ministerpräsident wird und dafür eine eigenständige Mehrheit jenseits der AfD. (...)

(...) Guten Tag, ich frage mich, ob alle nicht verbotene Parteien in unserer Demokratie nicht die gleich behandelt werden müssen? Das ist ein Merkmal unserer starken Demokratie und nur in Diktaturen anders. (...)

Von: Crgre Tenjvgm

Antwort von Astrid Rothe-Beinlich
DIE GRÜNEN

(...) Insofern muss ich kostatieren: Die AfD ist eben keine normale Partei. (...)

(...) Tiefensee spricht dabei von Bürger*innenforen und Bürger*innenräten. Wie stehen die Thüringer Grünen zu Bürger*innenräte bzw. (...)

Von: Gvab Csnss

Antwort von Astrid Rothe-Beinlich
DIE GRÜNEN

(...) Bürger*innenräte werden in dem Vertrag als ein mögliches Instrument neben der Verbesserung direktdemokratischer und institutionalisierter Verfahren genannt. Wir stehen voll hinter dieser Vereinbarung, wollen aber in einen ergebnisoffenen Diskussionsprozess mit den anderen Parteien und der Zivilgesellschaft eintreten. (...)

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