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Arne Moritz
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Frage von Ehmke-Putsch K. •

Frage an Arne Moritz von Ehmke-Putsch K. bezüglich Bildung und Erziehung

Sehr geehrter Herr Moritz,

was werden Sie tun für die jetzigen Realschüler, die zu großen Teilen bereits einmal den Frust wegstecken mussten, wegen einer fehlenden Gymnasialempfehlung keinen Platz auf der Gesamtschule zu bekommen und nun die nun auf der Realschule das Problem haben, dass die besten Lehrer gehen, fehlen, versetzt werden bzw. einfach keine neuen Interessenten mehr kommen und die Schulen ausbluten.

Zur Zeit sind diese Schüler die Bauernopfer des "Schulfriedens".

Das Haaner Kind hat einen Anspruch auf einen Platz auf einer Solinger Gesamtschule, das Gym-Kind muss sich keine Sorgen machen und das Kind mit Förderbedarf hat nun auch Vorrang (letzteres ist sehr zu begrüßen). Aber der einfache, durchschnittliche Solinger Junge wird behandelt als wäre er ein "Ding" was man einfach hin- und her schieben kann...

Hier muss KURZFRISTIG eine Lösung her! FÜR diese Schüler und auch für deren Lehrerinnen und Lehrer!

Was werden Sie unternehmen, um die bislang positiven Bemühungen von rot-grün in Sachen "Inklusion" weiterzubringen bzw. umzusetzen?

Ach ja und bitte, auch wenn "Sparen" ihre Laudatio ist: Bitte kämpfen Sie lieber weiter mit dem OB für einen Soli für Solingen und sparen nicht noch unseren Kinder das Schuldach über dem Kopf weg. Am Vogelsang regnet es jetzt schon überall durch!

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Antwort von
CDU

Sehr geehrte Frau Ehmke-Putsch,

vielen Dank für Ihre Frage zum Thema Schulen.

Die CDU Nordrhein-Westfalen hat in der vergangenen Legislaturperiode gemeinsam mit der Minderheitsregierung den Schulkonsens verabschiedet. Dieser sichert nicht nur den Bestand des Gymnasiums, sondern macht allgemein das gegliederte Schulsystem zukunftsfähig.

Mittelfristig wird es aufgrund des demographischen Wandels zu immer stärker sinkenden Schülerzahlen kommen. Dies wird absehbar dazu führen, dass sich mehr und mehr Real- und Hauptschulen zu Sekundarschulen zusammenschließen, damit eine ausreichende Zahl von Schülern zusammenkommt. Denn ein attraktives Unterrichtsangebot benötigt nicht nur kleine Klassen, sondern auch eine Mindestzahl an Schülern, damit bestimmte Angebote vorgehalten werden können.

Die CDU steht hat in ihrer Regierungszeit das Prinzip gestärkt, dass die Schulen selbst über zentrale Fragen bestimmen können. Konkret heißt das zum Beispiel, dass die Schulen selbst den passenden Bewerber für eine Lehrerstelle auswählen können. Hierfür haben wir vielfach positive Rückmeldungen aus allen Landesteilen und von allen Schulformen erhalten. Damit dies gut funktioniert, muss natürlich auch die Schulleitung, das Kollegium und die Schülerschaft „mitziehen“ und die Schule aktiv positiv gestalten.

Um Ihr Anliegen detaillierter zu besprechen, können sie mich gerne persönlich kontaktieren. Auf meiner Homepage finden Sie die hierzu nötigen Daten. Ich bin aber gerne bereit, mich näher hiermit zu befassen bzw. Sie an die Schulexperten unserer Fraktion zu verweisen.

Und was das Sparen angeht: Die CDU hat sich klar positioniert, dass bei den Themen Bildung und Kommunen nicht gespart werden soll. Und zu einer guten Bildung gehören nach meinem Verständnis auch intakte Schulgebäude und Unterrichtsräume, die auch im Winter und bei Regen genutzt werden können. Insofern kann ich Sie beruhigen, dass die CDU an dieser Stelle nicht sparen wird.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Arne Moritz