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Frage von Heike H. •

Frage an Andreas Eilers von Heike H. bezüglich Verkehr

Anfrage der BI Aktion L381 (AG im Umweltschutzverein in Isernhagen und Umgebung e.V.)

An die Kandidierenden zur Landtagswahl 2017 im Wahlkreis 31

Sehr geehrter Herr Eilers,

das erklärte Ziel unserer BI ist es, den gravierend zunehmenden Verkehr auf der Burgwedeler Straße, vor allem das erhöhte Aufkommen von Lastkraftwagen, erheblich zu reduzieren. Um die Gesundheit und die Sicherheit der BürgerInnen zu gewährleisten, ist es dringend erforderlich, nachweislich steigende Lärmbelästigung und Emissionsbelastungen sowie Gefährdungen der Verkehrsteilnehmer zu minimieren.

Dieses Vorhaben der BI stößt sowohl in der Bevölkerung als auch in der Politik auf große Zustimmung. Bei zwei Ortsterminen in Isernhagen HB sowie bei einem Treffen mit Wirtschaftsminister Olaf Lies wurde uns Unterstützung zugesichert.

Welche konkreten Maßnahmen werden Sie nach der Landtagswahl im Falle einer Regierungsbeteiligung vornehmen, um eine Verkehrsberuhigung in unserem Sinne zu erreichen?

Wir werden die Mitglieder der BI und alle interessierten BürgerInnen unseres Ortes über Ihre Vorhaben per Newsletter informieren. Deshalb bitten wir Sie um Ihre Stellungnahme bis zum 06. Oktober 2017 per E-Mail.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen,
H. H.

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Antwort von
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Sehr geehrte Frau H.,
liebe Mitstreiter der BI Aktion L381,

ich danke Ihnen recht herzlich für Ihre Frage und dass Sie mir die Gelegenheit geben zu Ihren Sorgen und Nöten Stellung zu nehmen. Gleichzeitig bitte ich um Verständnis dass die Beantwortung etwas länger gedauert hat aber ich habe mir am Wochenende erst nochmal ein eigenes Bild von der Situation vor Ort gemacht, um Ihnen nicht irgend etwas zu versprechen, was in der Realität später nicht haltbar ist. 
Die L 381 ist durch ihre Lage aber auch die lange Schlauchsituation schon eine sehr besondere Landstraße. Auch die Lage mitten zwischen den Autobahndreiecken verstärkt das von Ihnen dargestellte Problem. Dieser Zustand ist in der Tat auch unter Berücksichtigung der geforderten Reduzierung von Lärmbelastungen nicht tragbar. Hinzu kommt die damit verbundene Gefahr der Menschen, dem man in diesem Bereich teilweise durch den erheblichen Verkehr ausgesetzt ist. Hier muss in der Tat schnell etwas passieren und ich danke Ihnen, dass Sie als Bürgerinitiative hier vor Ort auf diesen Umstand aufmerksam machen und für eine Veränderung werben und kämpfen. 
Ob eine mögliche Tempo 30 Zone dieses Problem wirklich behebt, mag ich persönlich nicht abschließend beantworten. Es gibt derzeit die rechtliche Möglichkeit in einem Bereich wie dem Ihrem in einer Art Testversuch eine Tempo 30er Zone einzurichten, für das ich mich auch uneingeschränkt einsetzen werde. Es wird Ihr Problem aus meiner Sicht zwar nur an der Oberfläche beseitigen aber es ist ein Anfang und trägt zur erheblichen Gefahrenreduzierung bei. Von daher muss man dieser Lösung eine Chance geben.
Eine einzelne Maßnahme alleine wird aber das Problem nicht lösen.Eher muss ein Gesamtpaket von Maßnahmen geschnürt werden, die alle ineinander greifen, um die Situation vor Ort zu entschärfen. Die Tempo 30er Zone ist ein Anfang. Danach muss geprüft werden, ob es rechtlich möglich ist, auf einer Landstraße eine Art von Fahrbahneinschränkungen in Form von Pollern oder Blumenkübeln umzusetzen, um die Geschwindigkeit und damit auch die Lärmbelästigung zu reduzieren. 
Auch sehe ich relativ kurzfristig die Einrichtung eines Durchfahrverbots von LKW´s in Verbindung mit einer Tempo 30er Zone von 22.00 Uhr bis 06.00 Uhr morgens, um schnellstmöglich nachts eine Lärmreduzierung zu erreichen. 
Mittelfristig sehe ich aber wirklich nur ein LKW Durchfahrtsverbot als abschließende Lösung, damit die Attraktivität des Abkürzens zwischen den Autobahnen endlich Einhalt geboten wird. Die Aufnahme der L 381 in die verkehrspflichtige Maut wird nur dazu führen, dass die Firmen diese Maut gerne bezahlen, da sie doch durch die kurzen Verbindungen dadurch auch Zeit einsparen. Von daher kann in Ihrem Bereich nur ein Durchfahrverbot für LKW über 7,5 Tonnen wirklich eine Lösung sein, die auch die von ihnen gewünschte Entlastung aber auch Erhöhung der Sicherheit bringt. Als Ergänzung ist dann noch im Zeitraum von 22.00 Uhr bis 06.00 Uhr die Geschwindigkeit zur Lärmreduzierung auf Tempo 30 umzusetzen.
Langfristig kann ich mir sogar den Bau einer Umgehungsstraße vorstellen, für die es dann wirklich zu kämpfen gilt. Dazu müssten natürlich die verantwortlichen Bürgermeister der umliegenden Gemeinden und die zuständige Behörde an einen Tisch gebracht werden, um das Einverständnis aller Beteiligten zu erreichen. Auch dafür setze ich mich gerne ein, denn es lohnt sich wirklich dafür, genau dafür zu streiten und zu werben. 
Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung und danke Ihnen für Ihren unermüdlichen Einsatz vor Ort.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Andreas Eilers