Wer bekommt meine Erststimme? abgeordnetenwatch startet „kandidierendencheck“ zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

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Hamburg/Magdeburg, 10.08.2026 – Vier Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt startet abgeordnetenwatch heute zwei kostenlose überparteiliche Entscheidungshilfen für Wähler:innen: den interaktiven „kandidierendencheck“ und das „Frageportal für Sachsen-Anhalt“. Die Angebote machen die politischen Positionen der Direktkandidierenden in den Wahlkreisen sichtbar, vergleichbar und auch über den Wahltag hinaus dauerhaft zugänglich.

Mit dem kandidierendencheck können Wähler:innen in wenigen Minuten herausfinden, welche Direktkandidierenden in ihrem Wahlkreis ihren eigenen politischen Positionen am nächsten stehen. Dafür positionieren sie sich zuerst zu  21 politischen Thesen, die von abgeordnetenwatch ausgewählt wurden und zentrale und teils kontrovers diskutierte Fragen der Landes- und Bundespolitik aufgreifen. Die Themen reichen von der Herabsenkung des Wahlalters und beitragsfreier Kita bis hin zum KI-Einsatz an öffentlichen Plätzen und der Ausweitung von verkaufsoffenen Sonntagen. 

Nach Eingabe ihrer Postleitzahl erhalten Nutzer:innen des kandidierendenchecks eine prozentuale Auswertung, mit welchen Kandidierenden im eigenen Wahlkreis die größte inhaltliche Übereinstimmung besteht und bei welchen Themen sie sich unterscheiden. 

Louiza Charalambous, Plattformleitung bei abgeordnetenwatch, dazu: „Ein Kreuz auf dem Wahlzettel wirkt fünf Jahre. Da lohnt es sich herauszufinden, wofür die Kandidierenden wirklich stehen. Beim kandidierendencheck legen sie ihre Positionen selbst offen: dauerhaft nachzulesen, öffentlich zu vergleichen, kostenlos für alle. Damit die Menschen in Sachsen-Anhalt wissen, welche Richtung sie mit ihrer Stimme unterstützen.

Aktuell haben sich 65 Prozent der Kandidat:innen im kandidierendencheck positioniert (Stand: 09.08.2026, 19 Uhr). Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Parteien: Während sich bei CDU, Linken, SPD und Grünen jeweils mehr als 70 Prozent der Kandidat:innen am kandidierendencheck beteiligt haben, liegt die Antwortquote bei der FDP bei 51 Prozent und bei der AfD derzeit lediglich bei 27 Prozent

Über das ab sofort freigeschaltete Frageportal www.abgeordnetenwatch.de/sachsen-anhalt können Bürger:innen außerdem alle Kandidierenden direkt zu den Themen befragen, die ihnen wichtig sind. Alle Fragen und Antworten werden nach dem Moderations-Codex  von abgeordnetenwatch geprüft und veröffentlicht. Sie bleiben auch nach der Wahl dauerhaft öffentlich einsehbar – ebenso wie die Angaben im kandidierendencheck.

So entsteht ein dauerhaftes „digitales Wähler:innengedächtnis“, das nachvollziehbar macht, welche Positionen Kandidierende vor der Wahl vertreten haben und wie sie mit den Fragen der Bürger:innen umgehen.

Bereits 2006 begleitete abgeordnetenwatch erstmals eine Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Für den diesjährigen kandidierendencheck und das Wahlportal wurden alle Parteien und ihre Direktkandidierenden frühzeitig kontaktiert und gleichermaßen über das Verfahren informiert.