Die Petition “Stoppt den Frontalangriff auf die Informationsfreiheit!” hat einen weiteren Meilenstein erreicht: Mehr als 600.000 Menschen haben inzwischen unterschrieben. Doch das beeindruckt die Koalition offenbar nicht. Sie will an ihren Plänen festhalten: “Ja. Im Koalitionsausschuss war man sich in dieser Frage einig”, antwortete Kanzleramtschef Thorsten Frei kürzlich auf eine entsprechende Frage der ZEIT. In der SPD-Fraktion regt sich allerdings Widerstand. “Für eine Abschaffung des bisherigen Transparenzniveaus des Informationsfreiheitsgesetzes wird es keine Zustimmung der SPD-Bundestagsfraktion geben”, sagt deren wirtschaftspolitischer Sprecher, Sebastian Roloff. Ob die SPD den Angriff auf das IFG tatsächlich abwehrt, ist jedoch alles andere als sicher: Fraktionschef Matthias Miersch hatte die Pläne im Koalitionsausschusses mitgetragen. Unterdessen versucht das Kanzleramt vor Gericht, den Zugang zu Unterlagen zu erschweren. Dort will es eine IFG-Klage von abgeordnetenwatch stoppen – mit einer abenteuerlichen Behauptung: Wir hätten unseren eigenen IFG-Antrag gar nicht selbst gestellt. Zum Artikel "Wie das Kanzleramt gegen abgeordnetenwatch vorgeht" Sorge gemeinsam mit uns dafür, dass der öffentliche Druck auf die Regierung in dieser entscheidenden Phase nicht nachlässt – werde Teil der Förder-Community von abgeordnetenwatch. Schon mit 5 Euro monatlich gibst du uns wichtige Planungssicherheit für weitere Aktionen. |