(...) Dadurch wird der Verbraucher aber in die Irre geführt -- für eine gesunde Ernährung kommt es auf die ausgewogene Kombination verschiedener Lebensmittel an. Bei einer reinen Ampelkennzeichnung würden wichtige Lebensmittel eine rote Kennzeichnung erhalten, obwohl sie durchaus gesundheitsförderlich sind. Ein Beispiel hierfür ist gutes Olivenöl, das rot gekennzeichnet würde. (...)
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(...) In Großbritannien wurde bereits im letzten Jahr ein Ampelsystem auf freiwilliger Basis eingeführt - mit positiver Resonanz bei den Verbrauchern. In einer Umfrage unterstützen 80% der 17.000 befragten Eltern die neue Regelung. (...)
(...) Bereits auf ihrem Hamburger Parteitag im Oktober letzten Jahres hat die SPD die Richtung für eine verbraucherfreundliche Kennzeichnung von Lebensmittel vorgegeben. Im Parteitagsbeschluss zur „Nährwertkennzeichnungspflicht“ heißt es dazu, dass eine Lebensmittelkennzeichnung „die Verbraucherinnen und Verbraucher in die Lage versetzen [soll], verschiedene Produkte schnell und einfach vergleichen zu können“. Zu klären ist jetzt, ob dies am besten mit dem „Englischen Modell“ der Ampelkennzeichung erfolgen kann, wofür nach meiner Ansicht einiges spricht oder ob es noch andere Modelle gibt, die noch einfacher und verständlicher für den Verbraucher sind. (...)
(...) Ich bin daher für eine Wahlfreiheit durch die "Ampelkennzeichnung" anstelle von Rätselraten auf Basis einer empfohlenen Tageszufuhr, um Verbraucherinnen und Verbraucher bei einer ausgewogenen Ernährung zu unterstützen. Gute Informationen sind keine Konsumentenbevormundung! (...)